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Ex-ÖTV-Chef Mai im stern: Verhandlungen "von Anfang an falsch gelaufen"
Geschrieben am 22.03.2006 - [Nächster Artikel] |
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Hamburg (ots) - Die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Arbeitgebern sind nach Ansicht des früheren ÖTV-Vorsitzenden Herbert Mai von Anfang an falsch gelaufen. "Normalerweise versucht man, vorher zu verhandeln und eine Lösung zu finden. Ein Arbeitskampf sollte immer das letzte Mittel sein", sagte Mai dem Hamburger Magazin stern. Je länger der Streik dauere, desto schwieriger werde wegen des auf beiden Seiten steigenden Erwartungsdrucks eine Einigung, sagte Mai, der von 1994 bis 2000 Chef der ÖTV war, eines Vorläufers der Gewerkschaft Verdi.
Mit dem jetzigen Verdi-Chef Frank Bsirske möchte Mai nicht tauschen. "Das Ergebnis kann am Ende nur ein Kompromiss sein. Den muss Bsirske bei den Mitgliedern vertreten. Das wird nicht einfach", so Mai zum stern. Falls es zu keiner Einigung komme, drohe eine Aufspaltung: Angestellte und Arbeiter in den Kommunen werden wie bisher 38,5 Stunden arbeiten. Alle, die neu eingestellt werden, müssen 40 Stunden arbeiten. Mai: "Das kann nicht im Interesse von Verdi sein."
Originaltext: Gruner+Jahr, stern Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=6329 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_6329.rss2
Diese Vorabmeldung ist mit Quellenangaben zur Veröffentlichung frei. Für Rückfragen: stern-Nachrichtenredaktion, Tel. 040-3703-3555
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