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Neues Braunkohlenkraftwerk mit 400 MW Leistung in Ungarn geplant

Geschrieben am 16.11.2006 - [Nächster Artikel]

Essen (ots) -


- Realisierung benötigt verlässliche politische Rahmenbedingungen
- Investitionssumme von 750 Millionen Euro
- Braunkohlentagebau soll ausgebaut werden

Mit einer Investitionssumme von 750 Millionen Euro soll im
ungarischen Visonta ein Braunkohlenkraftwerk mit einer Nettoleistung
von 400 Megawatt errichtet und der Braunkohlentagebau Bükkábrány
ausgebaut werden. Das Vorhaben steht unter Vorbehalt der Zustimmung
des zuständigen Aufsichtsrats des Stromerzeugers Mátra, an dem RWE
Power eine Mehrheitsbeteiligung von 50,9 Prozent hält. Weitere große
Anteilseigner sind das staatliche Energieunternehmen Magyar Villamos
Müvek (MVM) mit 25,5 Prozent und die EnBW mit 21,7 Prozent.

"Mit diesem Vorhaben leisten wir einen Beitrag zur langfristig
sicheren Energieversorgung mit dem einzigen in Ungarn heimischen und
verfügbaren Energieträger, der Braunkohle. Gleichzeitig investieren
wir damit auch in fortschrittliche, umweltschonende Technik", betont
Jan Zilius, Vorstandsvorsitzender der RWE Power. "Es ist die Basis,
um unser bisheriges erfolgreiches Engagement in Ungarn weiter
fortzusetzen", so Zilius weiter. RWE Power hat verdeutlicht, dass die
Voraussetzung für die Realisierung des Projekts verlässliche
politische Rahmenbedingungen sind. Hierzu gehört vor allem, dass bei
der Ausgestaltung des Nationalen Allokationsplans für die 2.
Handelsperiode von 2008 bis 2012 eine ausreichende Zuteilung von
Emissionszertifkaten für die nächsten 14 Jahre sichergestellt wird.

Durch den Einsatz moderner Technologien und der Möglichkeit,
Biomasse mitzuverbrennen, wird das neue Braunkohlenkraftwerk deutlich
weniger Emissionen ausstoßen als vergleichbare Altanlagen in Ungarn.
Mit einem Wirkungsgrad von über 41 Prozent wird es zu den modernsten
Kraftwerken in Osteuropa gehören. Das Kraftwerk soll in
schlüsselfertiger Bauweise errichtet werden. Es sichert den
Fortbestand des Tagebaus Bükkábrány, der das neue Kraftwerk auch
langfristig mit Kohle beliefern soll. Hierzu müssen die
Abbaukapazitäten ergänzt und Bandanlagen neu- beziehungsweise
umgebaut werden. Außerdem sind eine Bahnlinie und
Hochspannungsleitungen zu verlegen.

"Es ist uns wichtig, dass beim Bau der neuen Anlage ebenso wie bei
den Erweiterungsmaßnahmen im Tagebau einheimische Unternehmen
beteiligt werden", erklärt Matthias Hartung, im Vorstand der RWE
Power zuständig für Braunkohlenbergbau/Veredlung und
Aufsichtsratsvorsitzender bei Mátra. "Von dem Investment wird die
Region insgesamt profitieren", so Hartung weiter. Ebenso wichtig ist,
dass die Beschäftigten eine verlässliche Zukunftsperspektive
erhalten.

Bereits im Dezember wird bei Mátra die erste von zwei
Vorschaltgasturbinen mit je 29 Megawatt Leistung den Probebetrieb
aufnehmen. Hierdurch steigt die installierte Leistung am Standort auf
über 930 Megawatt. Mit dieser Kapazität können über 15 Prozent des
ungarischen Gesamtstrombedarfs gedeckt werden. Das
Investitionsvolumen beträgt 60 Millionen Euro.

RWE ist bereits seit Mitte der neunziger Jahre in Ungarn, einem
der wichtigsten Zielmärkte des Unternehmens in Osteuropa, vertreten.
An den Standorten Visonta und Bükkábrány sind 2.500 Mitarbeiter
beschäftigt. Neben den Erzeugungsaktivitäten ist RWE unter anderem
mit den Beteiligungen ELMÜ und EMASZ auch im Vertrieb tätig.
Insgesamt werden über zwei Millionen Kunden mit Strom beliefert.

Originaltext: RWE Power AG
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=25081
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_25081.rss2

Für Rückfragen
Lothar Lambertz
Presse
T 0201/12-23984
 
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