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Tarifverhandlungen bei der Flugsicherung gescheitert / Fluglotsen und Techniker fordern bis zu 50 Prozent mehr Geld

Geschrieben am 15.11.2006 - [Nächster Artikel]

Langen (ots) - Die Tarifverhandlungen zwischen der DFS Deutsche
Flugsicherung GmbH und der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) sind
gescheitert. Die DFS hatte die Forderungen der Gewerkschaft als nicht
verhandelbar zurückgewiesen, woraufhin die GdF heute das Scheitern
der Verhandlungen erklärte. Insgesamt würden sich die Kosten für die
Forderungen der Gewerkschaft auf 230 Millionen Euro für die nächsten
zwei Jahre summieren. Diese Summe, so die DFS, sei für das
Unternehmen ruinös. Die DFS hatte die GdF mehrfach zur Mäßigung
aufgefordert, um einen Einstieg in Verhandlungen zu ermöglichen. Die
Gewerkschaft aber beharrte in vollem Umfang auf ihrer Forderung.

Die Gewerkschaft fordert eine völlig neue Tarifstruktur, die
Lotsen und Technikern einen Einkommenssprung sichern soll. Zusammen
mit einer linearen Erhöhung von vier Prozent pro Jahr würde dies beim
operativen Personal zu Einkommenssteigerungen von durchschnittlich
rund 20 Prozent, für einzelne dieser Berufsgruppen von über 50
Prozent für die nächsten zwei Jahre führen. Daneben fordert die
Gewerkschaft für die meisten Lotsen Einmalzahlungen zwischen 3.500
und 10.400 Euro. Das Jahreseinkommen eines Fluglotsen liegt derzeit
bei durchschnittlich 98.000 Euro, bei einer Nettoarbeitszeit zwischen
25,5 und 36 Stunden in der Woche. Die Tarifforderungen schlagen sich
auch bei der Altersversorgung nieder, da die DFS in den nächsten 15
Jahren eine halbe Milliarde Euro zusätzlich zurückstellen müsste. Die
Kosten für die Flugsicherung werden von den Luftraumnutzern, also
überwiegend von den Fluggesellschaften getragen, die sie den
Passagieren in Rechnung stellen.

Die Gewerkschaft kündigte für die nächste Zeit
Arbeitskampfmaßnahmen an. Diese müssen in der Flugsicherung
allerdings 24 Stunden vorher angekündigt werden. Die DFS wies die GdF
ausdrücklich darauf hin, dass Streiks zu diesem Forderungspaket ihrer
Ansicht nach unrechtmäßig seien, weil die Forderungen maßgeblich auch
in einen ungekündigten Tarifvertrag hinein wirken.

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes,
privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 5300 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern. Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen
Flugverlauf. Die Mitarbeiter koordinieren täglich mehr als 8.000
Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr nahezu 2,9 Millionen.
Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Berlin, Bremen,
Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale
in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 17
internationalen Flughäfen. Die DFS hat folgende Geschäftsbereiche:
Center, Tower, Luftfahrtdatenmanagement und Consulting.

Originaltext: DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=52113
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_52113.rss2


Ansprechpartner:
Axel Raab, Tel.: 06103 707 4160
Anja Tomic, Tel.: 06103 707 4161
 
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