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Neue Beweise: Forschungseinrichtungen in Deutschland an brutalem Fang und Handel von Affen für Tierversuche beteiligt

Geschrieben am 15.11.2006 - [Nächster Artikel]

Bonn (ots) -

- Querverweis: Bild wird über obs versandt und ist unter
http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs abrufbar -


In der gestrigen Folge der ZDF-Reihe "37 Grad" wurden die Belege
veröffentlicht: Auch deutsche Forschungseinrichtungen sind am
brutalen Fang von Affen, an Handel und Versuchen mit ihnen beteiligt.
Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, hat den
Dokumentarfilmer Manfred Karremann und das ZDF-Team bei Recherchen
begleitet. Der Deutsche Tierschutzbund startet seine aktuelle
Kampagne "Affenversuche sind armselig" und fordert ein konsequentes
Verbot von Tierversuchen.

"Der Fang und Handel von Affen boomt unaufhörlich und deutsche
Forschungseinrichtungen sind daran beteiligt. Da kann die Forderung
nur sein: Stoppt die Affenschande", erklärt Apel unter dem Eindruck
der Erlebnisse. Nicht nur der Fang stellt für die Tiere eine Qual
dar. Die dann folgende Gefangenschaft ist für die Primaten, die die
gleichen Empfindungen haben wie ein zweijähriges Kind, unerträglich.
Für die Nachkommen setzt sich das enorme Tierleid in den
Tierversuchen fort.

Das Unternehmen "Noveprim Ltd." ist einer der Hauptexporteure von
Affen aus Mauritius nach Deutschland. "Noveprim Ltd." gehört zum
großen Teil dem Covance Konzern, der u.a. auch im
nordrhein-westfälischen Münster ein Auftragslabor betreibt. In
solchen Einrichtung werden Substanzen für Industrieunternehmen
gestestet. Einige Nachzuchten der Wildfänge werden aber auch im
Bundesamt für Sera und Impfstoffe für Versuche benutzt. Zudem werden
Primaten zu hunderten in der Hirnforschung an Universitäten, u.a. in
Bremen und möglicherweise demnächst auch an der Berliner Charité,
"verbraucht".

Auf Mauritius im Indischen Ozean werden Affen der Makakenfamilie
mit Maschendraht-Fallen gefangen. Ihre Nachzuchten gehen dann als
Export an Forschungseinrichtungen in der ganzen Welt. Insgesamt
werden jährlich über 7.000 Affen aus Mauritius in viele Länder
exportiert. Allein in den Jahren 2000 bis 2004 wurden 2.232 Affen aus
Mauritius nach Deutschland transportiert. Mauritius ist eines der
wenigen Länder, in denen es noch erlaubt ist, Affen aus der freien
Wildbahn zu fangen. Ein profitabler Nebenerwerb für die
Zuckerrohrindustrie. Die Affen gelten als Schädlinge, da sie sich
u.a. von Zuckerrohr ernähren. Sie werden von Tierfängern gejagt und
für Nachzuchten für Tierversuche weiter verkauft.

Mit jährlich rund 2.000 Affen in Versuchen nimmt Deutschland eine
traurige Spitzenposition in der EU ein. Der Deutsche Tierschutzbund
fordert ein Verbot von Versuchen an Affen. Bis dahin muss ein
sofortiges nationales und internationales Importverbot für
Versuchsaffen erlassen werden. Die Wildfänge müssten eingestellt und
die Haltungsbedingungen für die bereits in der Forschung befindlichen
Affen erheblich verbessert werden.

Fotos sind erhältlich über den ZDF-Bilderdienst, Telefon
06131-706100, und über
http://bilderdienst.zdf.de/presse/menschenfuertiere


Originaltext: Deutscher Tierschutzbund e.V.
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=7750
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_7750.rss2

Pressekontakt:
Deutscher Tierschutzbund e.V.
- Pressestelle -
Baumschulallee 15
53115 Bonn
Tel.: 0228-6049624
Fax: 0228-6049641
E-Mail: presse@tierschutzbund.de
 
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