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1. wissenschaftliches Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft / Im Süden und Südwesten sitzen die Top-Performer, im Osten regt sich vielerorts der Gründer-Elan

Geschrieben am 14.11.2006 - [Nächster Artikel]

Köln (ots) - Nachdem die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
(INSM) seit Jahren bereits Bundesländer und deutsche Großstädte unter
die Lupe genommen hat, stellt sie nun das erste wissenschaftliche
Regionalranking vor. Deutschlandweit wurden 435 Landkreise und
kreisfreie Städte[1] anhand von 47 Indikatoren[2] untersucht.

Durch die Vielzahl der Indikatoren war es möglich, das
ökonomische, soziale und strukturelle Niveau der einzelnen Regionen
darzustellen. Die Indikatoren wurden zu den Gruppen Wohlstand,
Arbeitsmarkt, Wirtschaft, Struktur, Standort und Staat aggregiert. So
können Stärken, Schwächen und Entwicklungspotenziale differenziert
analysiert werden. Im Gesamtranking wurden die sechs Gruppen
zusammengeführt, so dass das übergeordnete Standortpotenzial der
jeweiligen Region deutlich wird.

Sieger im Regionalvergleich, den die IW Consult GmbH exklusiv für
die INSM durchgeführt hat, wurde der Landkreis München. Hier
verzeichnete man im vergangenen Jahr unter anderem das höchste
Bruttoinlandsprodukt. Der Landkreis liegt auch bei Indikatoren wie
"Kaufkraft" und "Einkommen" in Deutschland weit vorn.

Weitere Sieger innerhalb der jeweiligen Bundesländer sind:

der Landkreis Böblingen in Baden-Württemberg,
die kreisfreie Stadt Potsdam in Brandenburg,
der Main-Taunus-Kreis in Hessen,
der Landkreis Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern,
die kreisfreie Stadt Wolfsburg in Niedersachsen,
die kreisfreie Stadt Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen,
der Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz,
der Landkreis St. Wendel im Saarland,
die kreisfreie Stadt Dresden in Sachsen,
der Ohrekreis in Sachsen-Anhalt,
der Landkreis Stormarn in Schleswig-Holstein,
sowie die kreisfreie Stadt Jena in Thüringen.

Generell ist festzustellen, dass Kreise und kreisfreie Städte aus
Bayern, Baden-Württemberg und Süd-Hessen stark positioniert sind. In
der Region München liegen sechs Landkreise bzw. kreisfreie Städte in
den Top 10 bundesweit. Dies macht die Vormachtstellung Münchens und
seines Umlandes deutlich. Die 30 bundesweit Bestplatzierten im
INSM-Regionalranking befinden sich bis auf sechs Landkreise und
Erlangen in unmittelbarer Nähe zu den Boom-Regionen München,
Stuttgart und Frankfurt am Main.

Hoffnungszeichen für andere weniger starke Regionen - vor allem im
Osten Deutschlands - zeigen sich in Indikatoren wie dem Saldo der
Gewerbean- und -abmeldungen: Hier führt der Landkreis Bad Doberan in
Mecklenburg-Vorpommern. Die Rangliste bezogen auf diesen Indikator,
der die Gründungsdynamik abbildet, zeigt auch weitere ostdeutsche
Regionen weit oben: zum Beispiel die kreisfreie Stadt Leipzig, deren
Gründungsdynamik bundesweit Rang 7 erreicht, oder der Landkreis
Potsdam-Mittelmark (Platz 9).

Positiv zu werten ist auch, dass in vielen ostdeutschen
Landkreisen und Städten die kommunalen Investitionsquoten
überproportional hoch sind und die Schulden der Kommunen
vergleichsweise gering. Dies signalisiert zumindest potenzielle
Handlungsspielräume für die Zukunft. Die Rangliste aller Kreise und
kreisfreien Städte sortiert nach Investitionsquoten sind unter ab
Mittwoch, 15. November 2006, unter www.insm-regionalranking.de zu
finden.

Kreise mit einer ausgeprägten Industriestruktur schneiden
überdurchschnittlich gut in dem Ranking ab. Dies sind zum Beispiel
die Landkreise Böblingen, Ingolstadt, Groß-Gerau und die kreisfreie
Stadt Wolfsburg. Zwar haben die Top 4 (Landkreis München, Landkreis
Freising, Main-Taunus-Kreis, kreisfreie Stadt München) einen hohen
Dienstleistungsanteil. Dennoch sind unter den ersten 20 im
Regionalranking neun Kreise und kreisfreie Städte, die einen
signifikant höheren Anteil an Industriebeschäftigten als der
Durchschnitt Deutschlands haben. Dies sind die Landkreise Böblingen,
Ludwigsburg, Esslingen, Erlangen-Höchststadt, Dingolfing-Landau,
Pfaffenhofen a.d.Ilm, Eichstätt, Ingolstadt und die Stadt Erlangen.

"Es geht uns bei diesem Ranking darum, Ursachen für
Standortprobleme im Vergleich mit anderen Regionen transparent zu
machen", erklärt INSM-Geschäftsführer Dieter Rath. "Wer vor Ort zum
Beispiel eine im Bundesvergleich niedrige Gründungsdynamik vorfindet,
wird sich fragen, woran das liegt. Jenseits vieler regional bedingter
Gründe kann das auch hausgemachte Ursachen geben, die abgestellt
werden können, damit mehr Wachstum und Beschäftigung möglich werden.
Das Ranking soll keine Region in die Ecke stellen, sondern Anstoß
geben, die Bedingungen in weniger starken Regionen zu verbessern und
auch in prosperierenden Kreisen und Städten sich anbahnende Probleme
zu erkennen. So finden sich zum Beispiel in einigen Boom-Regionen des
Südwestens recht wenig Jobs in schnell wachsenden Branchen und auch
wenig Gründungsdynamik."

Ausführliche Profile finden Sie ab Mittwoch, 15. November 2006,
8.00 Uhr, auf www.insm-regionalranking.de.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist eine
überparteiliche Reformbewegung von Bürgern, Unternehmen und Verbänden
für mehr Wettbewerb und Arbeitsplätze in Deutschland. www.insm.de.

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[1] Die Stadtstaaten Hamburg, Bremen, und die Bundeshauptstadt Berlin
wurden wegen stark abweichender Strukturen nicht mit untersucht.

[2] U. a. Altersbeschäftigungsquote, Anteil Hochqualifizierter,
Arbeitskosten, Zahl der Arbeitslosengeld-II-Empfänger,
Arbeitslosenquote, Arbeitsplatzversorgung, Ausbildungsplatzdichte,
Bruttoinlandsprodukt, Demografieindex, Einkommen,
Einkommen-steuerkraft, Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen,
kommunale Investitionsquote, Kaufkraft, Anteil der
Langzeitarbeitslosen, Öffentlich Beschäftigte, Pendlereinkommen,
Produktivität, Anteil Beschäftigter in schnell wachsenden Branchen,
Schulden, Zahl der Straftaten.


Originaltext: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=39474
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_39474.rss2

Pressekontakt:

Carsten Seim, Projektleitung, Tel.: (0221) 4981-403, E-Mail:
seim@insm.de

Jens Walter, Tel.: (0221) 4981-412, E-Mail: walter@insm.de

Jan Loleit, Tel.: (0221) 4981-405; loleit@insm.de
 
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