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Booz Allen Hamilton Innovationsstudie: Bessere Performance trotz geringerer F&E-Ausgaben bei 10% der Unternehmen weltweit

Geschrieben am 13.11.2006 - [Nächster Artikel]

München (ots) -

Zwei Drittel aller Investitionen fließen in IT & Elektronik-,
Gesundheits- sowie Automobilsektor / Siemens und DaimlerChrysler
behaupten Spitzenpositionen unter TOP 10 / Verlagerungen in
Niedriglohnländer


Geringere Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E)
verschlechtern nicht zwangsläufig die Wettbewerbsfähigkeit eines
Unternehmens. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der
internationalen Strategie- und Technologieberatung Booz Allen
Hamilton. Demnach konnte eine Gruppe von 94 Unternehmen, die gemessen
am Umsatz unterdurchschnittliche Ausgaben in diesem Bereich
aufwiesen, die Konkurrenz in puncto Performance über einen Zeitraum
von fünf Jahren überflügeln. Laut der Studie "Global Innovation
1.000"* schnitten damit knapp 10% der weltweit 1.000 untersuchten
Unternehmen in nahezu sämtlichen zugrunde gelegten Kategorien wie
Umsatz- und Ertragswachstum oder Kapitalrendite besser ab als ihre
vergleichbaren Wettbewerber.

Sämtliche dieser "high-leverage-Unternehmen", darunter Adidas,
Apple, Google und Toyota, verbindet eine Gemeinsamkeit: "Sie haben
ein überdurchschnittliches Kundenverständnis entwickelt, reagieren
schnell auf Marktveränderungen, setzen Trends und weisen ausgeprägte
Marketingkompetenz auf. Sie sind damit über den gesamten
Innovationsprozess gleichermaßen stark", erläutert Georg List,
Geschäftsführer von Booz Allen Hamilton. "Darüber hinaus sind
F&E-Investitionen bei diesen Unternehmen auf Langfristigkeit
ausgelegt und sorgen so für dauerhaft höheres Wachstum sowie eine
bessere Ertragskraft."

Durchschnittliche Investitionen für F&E seit 2001 kontinuierlich
gesunken Gemessen am Umsatz sind die durchschnittlichen Ausgaben der
Unternehmen für Innovationen in den vergangenen Jahren kontinuierlich
gesunken. Investierten Unternehmen vor fünf Jahren noch im Schnitt
4,09% ihres Umsatzes in F&E, so lag dieser Wert 2005 nur noch bei
3,84%. "Auch wenn in absoluten Zahlen die Investitionen stetig
anstiegen und der Rückgang beim Verhältnis von Umsatz zu F&E-Ausgaben
eher marginal erscheint, ist die Entwicklung nicht zu unterschätzen",
so Georg List. "Bei gleicher Ausgabenpolitik wären insgesamt allein
im vergangenen Jahr 27 Mrd. US$ mehr in Forschung und Entwicklung
geflossen." Insbesondere die großen Unternehmen, die einen
überproportional hohen Anteil an den weltweiten F&E-Ausgaben halten,
investierten gemessen am Umsatz weniger als die anderen Unternehmen,
da sie von Skaleneffekten profitieren. Die Verlagerung von
F&E-Aktivitäten in die Wachstumsmärkte China und Indien ist ein
weiterer Grund für den Rückgang der Forschungsinvestitionen. Im Nahen
Osten ist ein Pool von gut ausgebildeten Ingenieuren vorhanden, die
Entwicklung ist kostengünstiger und darüber hinaus ermöglicht die
lokale Nähe ein besseres Verständnis und einen schnelleren Zugang zu
den dortigen Märkten. "Mehr als 75% der geplanten neuen
Innovationszentren werden in den kommenden drei Jahren in China und
Indien entstehen", so List.

Unterdurchschnittlich ist das Wachstum der F&E-Investitionen bei
europäischen Unternehmen. Es liegt bei nur 2,3% für den Zeitraum
2000 bis 2005 - im Vergleich zu über 5% für die USA. Georg List:
"Dies liegt vor allem an der relativ geringen Dichte von
forschungsintensiven Industrien wie IT und High-Tech."


Siemens und DaimlerChrysler unter Top 10

Unterdessen konnten deutsche Unternehmen ihre Platzierungen
innerhalb des "Global Innovation 1.000"-Ranking behaupten oder sogar
ausbauen. So stieg Siemens in der Liste der Top 20 mit einem
F&E-Budget von mehr als 6,5 Mrd. US$ (+ 10,9% im Vergleich zu 2004)
vom 7. auf den 6. Rang. DaimlerChrysler blieb trotz leichten
Rückgangs seiner Investitionen auf dem 4. Platz, auch Volkswagen
(Platz 13) hielt seine Platzierung aus dem Vorjahr.

Am innovationsfreudigsten erwies sich insgesamt die IT- &
Elektronikindustrie, in die 26% aller F&E-Investitionen flossen. Mit
einem Anteil von 22% (2004: 20%) unterstrich auch der
Gesundheitssektor klar seine bedeutende Stellung, gefolgt von der
Automobilindustrie mit 17% (2004: 18%).


Weitere Ergebnisse der Studie:

- Die TOP 10 des Jahres 2005 in abnehmender Reihenfolge: Ford,
Pfizer, Toyota, DaimlerChrysler, General Motors, Siemens,
Johnson & Johnson, Microsoft, IBM und GlaxoSmithKline.
- Unter den TOP 20 finden sich gleich vier europäische
Pharmakonzerne (Roche Holdings, Novartis, Sanofi-Aventis,
GlaxoSmithKline).
- Weder die Anzahl noch die Qualität der Patente sagt etwas über
den Erfolg eines Unternehmens aus.
- Die Gesamtausgaben der 1.000 untersuchten Unternehmen für F&E
lagen 2005 bei 407 Mrd. US$. Dies waren 6% mehr als im Vorjahr.
Die Summe der Investitionen überstieg damit das kombinierte
Bruttoinlandprodukt von Dänemark und Norwegen und entsprach in
etwa dem Verteidigungshaushalt der USA.
- Schätzungsweise 85% der weltweiten privatwirtschaftlichen
Ausgaben konzentrierten sich auf die untersuchten 1000
Unternehmen.

* Design der Studie "Global Innovation 1.000" von Booz Allen
Hamilton Für die Studie identifizierte Booz Allen Hamilton die Top
1.000 der globalen Unternehmen, die ihre F&E-Ausgaben
veröffentlichen. In einem zweiten Schritt analysierte die Studie für
die vergangenen sechs Jahre die wichtigsten Finanz-, Umsatz-,
Ertrags, Kosten- und Profitabilitätskennzahlen und brachte diese in
Zusammenhang mit den historischen Ausgaben für F&E. Die Zuordnung der
Firmen zu Regionen folgt der Angabe des Unternehmenssitzes. Die
F&E-Ausgaben, die DaimlerChrysler etwa in der USA tätigt, fließen
somit in die Region Europa ein.


Über Booz Allen Hamilton

Mit rund 18.000 Mitarbeitern und Büros auf sechs Kontinenten zählt
Booz Allen Hamilton zu den weltweit führenden Strategie- und
Technologieberatungen. Das Unternehmen befindet sich im Besitz seiner
rund 300 aktiven Partner. Sechs Büros sind im deutschsprachigen Raum:
Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München, Wien und Zürich. Der Umsatz
beläuft sich weltweit auf 3,7 Mrd. US$, im deutschsprachigen Raum auf
205 Mio. Euro.

Originaltext: Booz Allen Hamilton
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=44015
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_44015.rss2


Rückfragen und weitere Informationen:
Sabine Bayer
Marketing & Communications
Tel.: 089 / 54 525 530
Fax: 089 / 54 525 602
Email: bayer_sabine@bah.com
Internet: www.boozallen.de
 
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