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4SC AG und Institut für Molekulare Virologie der Universität Münster erzielen Erfolg bei der Erforschung eines Wirkstoffes gegen H5N1-Virus

Geschrieben am 07.11.2006 - [Nächster Artikel]

Planegg-Martinsried (ots) - Das Martinsrieder Biotech-Unternehmen
4SC AG (Frankfurt, Prime Standard: VSC) gab heute gemeinsam mit dem
Institut für Molekulare Virologie der Universität Münster erste
Erfolge bei der Erforschung eines Wirkstoffs gegen das H5N1-Virus
bekannt.

Die Erfolge resultieren aus einer im April 2006 begonnenen
Forschungskooperation, die mit Untersuchungen an einem aviären
Influenza-Virus vom Subtyp H7N7 begann. Weitere Forschungsarbeiten
zeigen nun, dass eine von der 4SC AG im Rahmen ihres NFkB-Projektes
entwickelte Substanz effizient die Vermehrung von H5N1-Viren hemmt
und außerdem die Ausschüttung von so genannten Zytokinen drastisch
reduziert. Das hochgradig pathogene H5N1-Virus gilt als Erreger der
Vogelgrippe und kann als aggressive Form der Influenza-Viren auch
Menschen infizieren. Die extrem starke Ausschüttung von Zytokinen ist
eine der Hauptursachen für die schweren Symptome bei
Grippeerkrankungen, die durch H5N1-Viren verursacht werden. Dieses
auch als Zytokin-Sturm bezeichnete Phänomen ist mit einem septischen
Schock vergleichbar.

Die 4SC AG arbeitet nun an einer Formulierung für ein
Inhalationspräparat auf Basis dieser Substanz. Das Präparat soll dann
gemeinsam mit Prof. Dr. Stephan Ludwig am Institut für Molekulare
Virologie der Universität Münster in präklinischen Studien weiter
entwickelt werden. Nach erfolgreichem "Proof of Concept" in der
Präklinik wird die 4SC AG das Gespräch mit potenziellen
Pharmapartnern suchen, um den Medikamentenkandidaten in die klinische
Entwicklung zu begleiten. Darüber hinaus eröffnet das doppelte
Wirkprinzip der Substanz auch die Möglichkeit der Entwicklung neuer,
hoch leistungsfähiger Chemotherapeutika zur Behandlung von
Influenza-Infektionen, die nicht nur die Virusvermehrung, sondern
zugleich die lebensbedrohlichen Krankheitssymptome bekämpft.

"Wir freuen uns über den großartigen Fortschritt in diesem
Projekt," kommentierte Daniel Vitt, CSO der 4SC AG. "Er bestätigt die
Validität unserer Forschung im Bereich von Krankheiten, die von einem
hohen medizinischen Bedarf gekennzeichnet sind und eröffnet uns neue
Möglichkeiten für künftige Lizenzvereinbarungen mit der
Pharmaindustrie."

Institut für Molekulare Virologie der Universität Münster
Die Forschungsarbeiten am Institut für Molekulare Virologie
konzentrieren sich auf intrazelluläre Signaltransduktionsvorgänge und
ihre Bedeutung für Infektions- und Entzündungsprozesse. Bei den
virologischen Arbeiten liegt der Fokus hauptsächlich bei den
Influenza Viren, welche nach wie vor weltweit ein großes Problem
darstellen. Ziel der Arbeiten ist es, über die Kenntnisse der
zellulären Vorgänge, welche die Virusreplikation steuern, mehr über
die viralen Vermehrungsstrategien zu lernen und eventuell neue
Angriffspunkte für die antivirale Therapie zu finden. Ein weiterer
Fokus der Arbeiten sind Signalwege bei Entzündungsreaktionen. Hierzu
gehört nicht nur die molekulare Analyse der Expressionsregulation
proinflammatorischer Zytokine und Signalmechanismen während der
Akutphase-Antwort, sondern vor allem auch die Untersuchung von
Signalwegen in der inflammatorischen Aktivierung des Endothels, einem
essentiellen Schritt in der Initiation von Entzündungsprozessen.

Über die 4SC AG
Die 4SC AG (ISIN DE0005753818) notiert seit dem 15. Dezember 2005
im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse. Mit derzeit 55
Mitarbeitern entwickelt das 1997 gegründete Unternehmen neuartige
Wirkstoffe gegen Entzündungserkrankungen und Krebs mit Hilfe einer
auf Chemieinformatik gestützten Technologieplattform. Dabei wird das
traditionelle Hochdurchsatzscreening von Wirkstoffkandidaten vom
Labor auf den Computer verlagert. Auf diese Weise kann das
Unternehmen deutliche Kosten- und Zeitvorteile sowie erhöhte
Erfolgsquoten in der Medikamentenentwicklung erzielen. Die 4SC AG
nutzt ihre patentgeschützte Technologieplattform, um eine nachhaltige
Projektpipeline an Wirkstoffen aufzubauen, die bis in frühe klinische
Phasen ("Proof of Concept") entwickelt und anschließend gegen Vorab-
und Meilensteinzahlungen sowie Umsatzbeteiligungen an die
Pharmaindustrie auslizenziert werden sollen. Aktuell besteht die
Pipeline aus fünf Projekten, davon hat das erste Projekt zur
Behandlung von Rheumatoider Arthritis die klinische Phase I
erfolgreich abgeschlossen. Zurzeit laufen die Vorbereitungen für die
Durchführung der klinischen Phase IIa. Zudem befinden sich drei
weitere Produktkandidaten in präklinischer Entwicklung sowie ein
weiteres Projekt im Forschungsstadium. Darüber hinaus setzt das
Unternehmen seine Technologieplattform in Kooperationen mit Pharma-
und Biotechnologieunternehmen ein und erzielt damit auch bereits
erste Umsätze.


Rechtlicher Hinweis
Dieses Dokument kann Prognosen, Schätzungen und Annahmen im
Hinblick auf unternehmerische Pläne und Zielsetzungen, Produkte oder
Dienstleistungen, zukünftige Ergebnisse oder diesen zugrundeliegende
oder darauf bezogene Annahmen enthalten. Jede dieser in die Zukunft
gerichteten Angaben unterliegt Risiken und Ungewissheiten, die nicht
vorhersehbar sind und außerhalb des Kontrollbereichs der 4SC AG
liegen. Viele Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen
Ergebnisse wesentlich von denen abweichen, die in diesen
zukunftsgerichteten Angaben enthalten sind.

Originaltext: 4SC AG
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=29378
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_29378.rss2
ISIN: DE0005753818

Pressekontakt:
4SC AG
Bettina von Klitzing
Manager Public Relations & Investor Relations
Tel.: +49 (0) 89 70 07 63 - 0
eMail: Bettina.von.klitzing@4sc.com

Institut für Molekulare Virologie
Prof. Dr. Stephan Ludwig
Tel.: +49 (0) 251 83 - 57791
eMail:ludwigs@uni-muenster.de
 
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