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Bei Wechseljahresbeschwerden: Ein Plus an Sicherheit

Geschrieben am 02-11-2006

Dachau (ots) -

Wenn es bei Risiko-Patientinnen außer Frage steht, mit der Wahl
der Anwendungsform und natürlicher Substanzen unerwünschte
Auswirkungen einer Hormontherapie zu minimieren - sollte dieses
"Plus" an Sicherheit dann nicht generell bei einer Hormontherapie
gelten? Zu dieser Frage nahmen Experten der Europäischen
Menopause-Gesellschaft jetzt in Wien Stellung.

"Es ist sicher vorteilhaft, durch die Zufuhr von Estrogenen über
die Haut die Verstoffwechselung in der Leber zu vermeiden und zur
Behandlung der Beschwerden die natürlichen Hormone einzusetzen",
erklärte Professor David Sturdee aus Glasgow als designierter
Präsident der Gesellschaft. Bei Patientinnen mit Übergewicht, mit
Thromboseneigung, bei Raucherinnen und Frauen mit gut eingestelltem
Diabetes ist mit diesem Vorgehen ein deutlich besseres
Nutzen-Risiko-Verhältnis zu erzielen. Damit ist auch für Frauen ohne
Risikofaktoren von einer höheren Sicherheit auszugehen.


Tabletten bei Raucherinnen vermeiden

Frauen, die rauchen und einer Hormonersatztherapie bedürfen, sind
nach Überzeugung von Professor Alfred Mueck aus Tübingen mit der Gabe
von Estrogenen über die Haut (transdermal) am besten beraten. Werden
die Hormone in Tablettenform eingenommen, können sich bei der
Verstoffwechselung Substanzen bilden, die verdächtigt werden, das
Brustkrebsrisiko zu steigern. Dies ist bei transdermaler Gabe nicht
der Fall und deshalb bei Raucherinnen sicherer.

Das gilt auch für Frauen mit Thromboseneigung oder
Blutgerinnungsstörungen, bei denen die Thrombosegefahr durch
Hormontabletten um den Faktor zwei bis drei ansteigt. Auch hier gilt
demnach: Hormone über die Haut geben mehr Sicherheit.
In der Diskussion um das Brustkrebsrisiko wiederum ist nach
Auffassung von Frau Professor Anne Gompel aus Paris das Übergewicht
eindeutig unterbewertet: Übergewichtige Frauen haben auch ohne
Hormontherapie bereits ein doppelt so hohes Brustkrebsrisiko wie
schlanke Frauen. "Ich rate deshalb allen übergewichtigen Frauen zum
Abnehmen und verstärkter körperlicher Aktivität, egal ob sie eine
Hormonbehandlung wünschen oder nicht", erklärte die Gynäkologin.


Auch bei Normalgewicht sind natürliche Hormone sicherer

Ein "Plus" an Sicherheit auch für normalgewichtige Frauen ist in
diesem Zusammenhang von der Gabe natürlicher Hormone zu erwarten, wie
eine französische Kohortenstudie ausweist. Die Auswertung von knapp
70.000 Frauen - 80 Prozent davon normalgewichtig - mit einer
durchschnittlichen Hormoneinnahme über 5,5 Jahre ergab für die
Kombination von transdermalem Estradiol (wie Gynokadin(R) Dosiergel)
mit dem natürlichem Hormon Progesteron kein gesteigertes
Brustkrebsrisiko, während bei der kombinierten Therapie mit
synthetischen Gestagenen ein klarer Anstieg (RR 1,8) dokumentiert
wurde. "Anders als in den USA oder auch den skandinavischen Ländern
setzen wir in Frankreich schon lange auf transdermale Estrogene und
natürliche Hormone, und schaffen dadurch für die Frauen eine höhere
Sicherheit", erklärte die Gynäkologin nicht ohne Stolz.


Transdermale Estrogengabe besser für Herz und Kreislauf

Dieser Argumentation wollte sich auch Professor Sven Skouby aus
Kopenhagen nicht verschließen, speziell angesichts der nationalen
dänischen Kohortenstudie (DaHoRS), die "zumindest mittelfristig ein
geändertes Verschreibungsverhalten bewirken dürfte". Im Vergleich mit
Tabletten hat sich die transdermale Gabe von Estrogenen auch
hinsichtlich des Herz-Kreislauf-Systems als vorteilhafter erwiesen:
Das Risiko für akute Herzinfarkte - die wichtigste Todesursache bei
älteren Frauen - lag in dieser Beobachtungsstudie mit 700.000
dänischen Frauen einerseits signifikant niedriger bei reiner
Estrogenbehandlung im Vergleich zu keiner Hormontherapie.
Andererseits zeigte sich ein klarer Unterschied beim Vergleich der
Zufuhrwege: Herzinfarkte waren unter transdermaler Gabe erheblich
seltener als bei Einnahme von Estrogen in Tablettenform (RR 0,54
versus 0,85).

Quelle:
1st European Congress on Anti-Aging Medicine
18. - 21. Oktober 2006 in Wien


Originaltext: Dr. Kade/Besins Pharma GmbH
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=36090
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_36090.rss2

Pressekontakt:

Schuster Public Relations & Media Consulting
Schleißheimer Str. 12
85221 Dachau

Tel.: 08131 / 66 996 80
Fax: 08131 / 66 996 88
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