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Umfrage deckt falsche Auffassungen gegenüber kombinierter Hormonbehandlung bei fortgeschrittenem Prostatakrebs auf[1]
Geschrieben am 01.11.2006 - [Nächster Artikel] |
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Macclesfield, England, November 1 (ots/PRNewswire) -
- Führende Fachleute fordern Ärzte zum Überdenken der Behandlungsmöglichkeiten auf
1. November 2006: Eine Umfrage unter über 330 Onkologen und Urologen weltweit zeigt mangelhafte Kenntnis und mangelhaftes Verständnis der klinischen Vorteile der kombinierten Androgenblockade (auch zweifache Androgenblockade, ZAB) als Therapie zur Behandlung von fortgeschrittenem Prostatakrebs [1]. Nach Auswertung der Umfrageergebnisse ruft ein internationaler Fachausschuss die Ärzte zum Überdenken der Vorteile von ZAB als Behandlungsmöglichkeit auf, die sich als wirksam bei der Lebensverlängerung und Verzögerung der Krankheitsprogression beim Männern mit fortgeschrittenem Prostatakrebs erwiesen hat.[2],[3],[4],[5]
Aus der Mode gekommen, aber wirksam
In der Umfrage wurde die Nutzung von und die Empfindungen zu ZAB für die Behandlung männlicher Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs untersucht. Die meisten Befragten (71 %) glauben, dass ZAB häufiger und bei mehr Patienten genutzt werden sollte. Allerdings gaben 66 % die Notwendigkeit klinischer Beweise bei der Erforschung der Faktoren an, die eine häufigere Nutzung von ZAB fördern könnten[*1]. Der Ausschuss schreibt diese falsche Auffassung gegenüber der Notwendigkeit von Beweisen dem niedrigen Profil von ZAB unter den Ärzten zu.
David Gillatt, Mitglied im Ausschuss und beratender Urologe am britischen Southmead Hospital in Bristol: "In dieser Ära der gezielten Therapien und sich entwickelnden Innovationen in der Gesundheitsversorgung und insbesondere beim Prostatakrebs dominieren die neuen Medikamente die Berichte bei Medizinkongressen und sichern sich das Interesse. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Vorteile etablierter und nachgewiesener Behandlungen wie ZAB zum Nachteil der Patientenversorgung übersehen werden."
Nicht ZAB verschreibende Ärzte: Einschätzung des klinischen Nachweises
Die Umfrage ergab, dass 79 % der Ärzte, die keine ZAB verschreiben, die Notwendigkeit für weitere klinische Beweise zum Nachweis der Vorteile von ZAB als einen Grund ansehen, weswegen diese Behandlungsmöglichkeit nicht nutzen[*1]. Stellvertretend für den Ausschuss äusserte sich der Chirurgieprofessor am Sunnybrook Health Services Centre von der University of Toronto in Kanada, Professor Laurence Klotz, zu der Ansicht, dass nicht genügend klinische Beweise vorliegen folgendermassen: "Solche falschen Auffassungen sind ein Hindernis für die Verwendung der kombinierten Hormonbehandlung. Der erbrachte Beweis legt nahe, dass es signifikante Vorteile durch die Nutzung der kombinierten Therapie geben kann. Die Zugabe von 50 mg CASODEX (Bicalutamid) zu einem LH-RH-Agonisten bei Patienten mit einem hohen Risiko für Prostatakrebssterblichkeit könnte die Prostatakrebstodesrate gegenüber Kastrationsbehandlung allein um 20 % verringern."
Dr. Heather Payne, Mitglied im Fachausschuss und Beraterin für klinische Onkologie am Meyerstein Institute of Oncology vom University College Hospital in London, GB fügte hinzu: "Es gibt den Beweis für ZAB, aber wir müssen die Ärzte auffordern, diesen Beweis erneut zu berücksichtigen, um zu gewährleisten, dass Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs diese Behandlung frei steht, die am meisten Hoffnung für eine Lebensverlängerung bietet."
Einfluss aktueller klinischer Richtlinien
In der Umfrage wurde auch die Ansicht der Ärzte zu den aktuellen klinischen Richtlinien für die Behandlung von fortgeschrittenem Prostatakrebs mit ZAB untersucht. Demnach ist über die Hälfte der Befragten der Ansicht, dass die Richtlinien zu zahlreich, nicht deutlich genug oder überholt sind (52 %) [1].
Dr. David Castro-Díaz, Mitglied im Ausschuss und beratender Urologe am Hospital Universitario de Canarias in Spanien erklärte: "Richtlinien zur Hormonbehandlung bleiben allgemein, um eine breite Interpretierung der Empfehlungen zu ermöglichen, müssen jedoch auch deutlicher in Bezug auf die gegenwärtigen Indikationen der kombinierten Therapie für Ärzte sein."
Beweise in der Praxis umsetzen
"Die Umfrageergebnisse lassen eindeutig erkennen, dass unter den Ärzten eine erneute Einschätzung der Vorteile der kombinierten Therapie notwendig ist. Wir müssen einige der aktuellen Auffassungen und daraus folgenden Behandlungspraktiken, die weltweit genutzt werden, ändern und sicherstellen, dass wir optimale Patientenversorgung für an Prostatakrebs erkrankte Männer bereit stellen," sagte Dr. Heather Payne abschliessend.
Hinweise für Redakteure
Informationen über die Studie:
- Die Ergebnisse der von AstraZeneca durchgeführten Forschungsstudie wurden von First Line Research, einer unabhängigen Marktforschungsfirma, analysiert
- Es wurden insgesamt 339 vollständige Antworten von Onkologen und Urologen der ganzen Welt abgegeben
- Die Umfrage war online verfügbar und wurde auch auf Medizinkongressen verfügbar gemacht
- Ein Ausschuss aus fünf Onkologen und Urologen wurde von AstraZeneca zur Überprüfung und Genehmigung der Fragen für die Umfrage eingeladen und war auch für die Analyse der nachfolgenden identifizierten Ergebnisse zuständig. Der Ausschuss setzte sich folgendermassen zusammen:
- Professor Hideyuki Akaza, Urologieprofessor und Vorsitzender, klinische Medizin, Post-graduate University of Tsukuba, Tsukuba-City, Ibaraki, Japan
- Dr. David Castro-Díaz, Hospital Universitario de Canarias, Spanien
- Herr David Gillatt, beratender Urologe, Southmead Hospital, Bristol, GB
- Professor Laurence Klotz, Chirurgieprofessor, Sunnybrook Health Sciences Centre, University of Toronto, Ontario, Kanada
- Dr. Heather Payne, Beraterin für klinische Onkologie, Meyerstein Institute of Oncology, University College Hospital, London, GB
Informationen über kombinierte Androgenblockade:
Kombinierte oder auch zweifache Androgenblockade bei Prostatakrebs bezieht sich auf die gleichzeitige Verabreichung eines Antiandrogens entweder mit einem LH-RHa (medizinische (Kastrierung) oder chirurgischer Kastrierung, um so sowohl die Produktion der testikulären Androgene (Testosteron) als auch der residualen adrenalen Androgene in Bezug auf die Stimulierung von Prostatakrebszellen zu blockieren. Die kombinierte Wirkung dieser Behandlungen fungiert zur maximalen Blockade von Androgenen (wie Testosteron), die das Wachstum von Prostatakrebs stimulieren.
Informationen über CASODEX:
- CASODEX (Bicalutamid) ist ein oral zu verabreichendes, nicht-steroides Antiandrogen zur Behandlung von Prostatakrebs und ist das weltweit führende Antiandrogen, das in allen grösseren europäischen Ländern und in den USA als 50-mg-Tablette und in Japan als 80-mg-Tablette erhältlich ist.
- CASODEX (Bicalutamid) wurde 1995 als 50-mg-Tablette zuerst als Kombinationsbehandlung (mit chirurgischer oder medizinischer Kastrierung) für Prostatakrebs in fortgeschrittenem Stadium und als 150-mg-Dosis zur erweiterten Verwendung entweder als Monotherapie oder als Adjuvanstherapie bei lokal fortgeschrittener Erkrankung eingeführt.
- Weitere Informationen über CASODEX (Bicalutamid) und über Prostatakrebs finden Sie auf den Websites www.casodex.net und www.prostateline.com
Informationen über AstraZeneca:
AstraZeneca ist ein grösseres internationales Pharma-Unternehmen, das sich mit der Forschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von rezeptpflichtigen Arzneimitteln und der Bereitstellung von Diensten für die Gesundheitsfürsorge beschäftigt. Es ist eines der weltweit führenden Pharmaunternehmen mit Spitzenpositionen bei Magen-Darm-, Onkologie-, Herz-Kreislauf-, neurowissenschaftlichen und respiratorischen Produkten. AstraZeneca ist im Dow Jones Sustainability Index (Global), als auch im FTSE4Good Index notiert.
"CASODEX" ist ein Warenzeichen der Unternehmensgruppe AstraZeneca.
Nähere Informationen unter:
www.astrazenecapressoffice.com
www.astrazeneca.com
www.prostateline.com
[*] Höchste Wichtigkeit auf Grundlage einer Skale von 1 bis 5
[1] Physician survey. Durchgeführt von Mai bis Juni 2006. AstraZeneca-Ergebnisse in Datenbestand
[2] Klotz L, Schellhammer P, Carroll K. A re-assessment of the role of combined androgen blockade for advanced prostate cancer. BJU Int. 2004
Jun;93(9):1177-82
[3] Prostate Cancer Triallists' Collaborative Group. Maximum androgen blockade in advanced prostate cancer: an overview of the randomised trials. Lancet 2000; 355: 1491-1498
[4] Crawford ED, Eisenberger MA, McLeod DG et al. A controlled trial of leuprolide with and without flutamide in prostatic cancer. N Engl J Med1989; 321: 419-424
[5] Denis LJ, Keupprens F, Smith PH et al. Maximal androgen blockade: final analysis of EORTC phase III trial 30853. EORTC Genito-Urinary Tract Cancer Cooperative Group and the EORTC Data Center. Eur Uro 1998; 33: 144-151 [abstract only]
Originaltext: AstraZeneca Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=18044 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_18044.rss2
Pressekontakt: Peter Edwards, Casodex Global Brand PR Manager, AstraZeneca, Telefon:+44-1625-232-685, Mobiltelefon: +44-7747-118-498, Peter.S.Edwards@astrazeneca.com; Rebecca Hibble, Cohn & Wolfe, Telefon: +44-207-331-5336, Mobiltelefon: +44-7813-096-161, rebecca_hibble@uk.cohnwolfe.com
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