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Südwest Presse: Kommentar zum Kurzarbeitergeld
Geschrieben am 17.03.2006 - [Nächster Artikel] |
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Ulm (ots) - Am Standort Deutschland lässt sich vieles erst bewegen, wenn der Leidensdruck groß ist. Das zeigt einmal mehr das neue Saison-Kurzarbeitergeld für Bauarbeiter. Es bedurfte erst einer drastisch gestiegenen Zahl von Kündigungen im Winter 2005, um Politiker in Berlin aufzuschrecken und das bisherige bürokratische Monster Winterbauförderung durch eine bessere Regelung abzulösen. Das Gesetz und die flankierenden Regelungen der Tarifparteien bringen aber allen Beteiligten Vorteile. Den von der Branchenkrise gebeutelten Betrieben, weil sie Kosten sparen und flexibler auf Aufträge in den Wintermonaten reagieren können. Die Bauarbeiter dürfen trotz finanzieller Opfer zufrieden sein, weil die Arbeitgeber keinen triftigen Grund mehr haben, den Winter über Personal auszustellen. Damit wird auch diese Gefahr verringert: Arbeitern, die nach nur acht Monaten Beschäftigung wieder ihren Job verlieren, droht nach den Hartz-IV-Regeln Arbeitslosengeld II. Zwar sind heute schon flexible Arbeitszeiten in vielen Betrieben gängige Praxis, dennoch könnte die Regelung Vorbildcharakter für andere Freiluft-Branchen haben. Sie belohnt Arbeitnehmer, die Überstunden übers Jahr auf dem Arbeitszeitkonto für die auftragsschwachen Monate im Winter ansparen. Dieser finanzielle Anreiz ist richtig gesetzt. Denn er erhöht nicht nur das Einkommen der Bauarbeiter, sondern entlastet auch die Sozialkassen.
Originaltext: Südwest Presse Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=59110 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_59110.rss2
Rückfragen bitte an: Südwest Presse Lothar Tolks Telefon: 0731/156218
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