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Umfrage - Autokauf: Im Schnitt 13,4 Prozent Rabatt - Neuwagengeschäft droht zum Verlustgeschäft zu werden
Geschrieben am 24.10.2006 - [Nächster Artikel] |
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Wiesbaden (ots) -
- Neuwagenkäufer konnten im Schnitt 13,4 Prozent Rabatt aushandeln
- Neuwagengeschäft droht zum Verlustgeschäft zu werden
- Rabatte schaden der Marke
Beim Kauf eines Neuwagens haben die Deutschen vor 11 Jahren durchschnittlich 8,8 Prozent Rabatt aushandeln können und dafür im Schnitt zwei Angebote eingeholt. Autofahrer, die innerhalb der letzten 12 Monate einen neuen PKW gekauft haben, erhielten im Durchschnitt einen Nachlass von 13,4 Prozent - bei durchschnittlich 2,5 Angeboten. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung Marketing Partner aus Wiesbaden. Die Umfrage basiert auf einer bundesweiten telefonischen Befragung von 1007 Autofahrern (Privatpersonen).
Mittlerweile braucht man bei den Händlern von Opel, Ford und Peugeot nicht mehr zu feilschen, um 13 Prozent Nachlass zu bekommen. Der Hersteller selbst wirbt mit Rabatten: "Opel schenkt Ihnen die Mehrwertsteuer" heißt etwa eine solche Aktion. Die 16 Prozent beziehen sich dabei auf den Netto-Verkaufspreis und entsprechen 13,79 Prozent Nachlass auf den Brutto-UVP-Verkaufspreis (UVP = unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers). Der wirtschaftliche Erfolg solcher Aktionen ist fraglich. Was jedoch in den Köpfen der Verbraucher hängen bleiben wird, ist: 16 Prozent auf einen Neuwagen vom Hersteller - verbunden mit der Frage: Und was bekomme ich obendrein noch vom Händler an Rabatten und Zugaben?
Neuwagengeschäft droht zum Verlustgeschäft zu werden
Die Folgen einer solchen Preispolitik sind vielfältig: Die Rabatterwartungen und -forderungen der Verbraucher werden weiter steigen und die Margen im Neuwagengeschäft weiter sinken. Damit könnte für viele Autohäuser der Verkauf von Neuwagen vom Nullsummenspiel zum Verlustgeschäft werden - gerade für kleine und mittelgroße Händler. Ferner könnten sich die Rabattforderungen der Kunden auf das derzeit noch lukrative After-Sales-Geschäft ausweiten.
Rabatte schaden der Marke
Zudem wird das Markenversprechen des Herstellers dem Markenerlebnis im Autohaus immer weniger entsprechen, wenn der Kauf von Rabatten dominiert wird; die Marke und der Wert guter Beratung tritt in den Hintergrund.
Fazit von Daniel Rexhausen, Automobilexperte von Marketing Partner
Anstatt mit direkten Preisnachlässen zu werben, sollte vielmehr versucht werden, den Neuwagenabsatz mit Angeboten anzukurbeln, die dem Kunden einen Mehrwert bieten. Mit Mobilitätspaketen ließen sich etwa die erodierenden Margen für Hersteller und Handel im Neuwagengeschäft kompensieren und die Kunden auch nach Ablauf der Garantie in der Markenwerkstatt halten. Gemeint sind hiermit Full-Service-Angebote, die eine Abdeckung aller fahrzeugverbundenen Kosten mit der monatlich zu zahlenden Rate gewährleisten. Sie geben dem Kunden eine hohe finanzielle Planungssicherheit und bewahren ihn vor unvorhergesehenen Ausgaben (z. B. für Reparaturen). Im heutigen, von Rabattschlachten geprägten Automobilmarkt sind innovative und zielgruppengerechte Lösungen gefragt - nicht die nächste "6.000 Euro über Schwacke für Ihren Gebrauchten"-Aktion.
Hinweis: 17 Prozent vs. 13 Prozent
Einer Studie des Autoexperten Prof. Ferdinand Dudenhöffer von der Fachhochschule Gelsenkirchen zufolge kann man beim Neuwagenkauf im Schnitt mit einem Rabatt von 17 Prozent rechnen. Zur Ermittlung dieses Werts wurden allerdings nicht nur Preisnachlässe in Form eines "echten" Rabattes herangezogen, sondern auch den Neuwagenpreis reduzierende günstige Finanzierungsangebote mit niedrigen Zinsen, kostenlose Extras (Klimaanlage, Soundsystem) oder Prämien fanden Berücksichtigung. Bei der Umfrage von Marketing Partner hingegen wurden Neuwagenkäufer gefragt, wie viel Rabatt sie tatsächlich bekommen haben.
Über Marketing Partner
Marketing Partner ist eine auf Absatzsteigerung spezialisierte Unternehmensberatung. Zu den Kunden zählen Unternehmen wie Alfa Romeo, DaimlerChrysler, Volkswagen, T-Com, T-Mobile, T-Online, Die Bahn oder Vaillant. Marketing Partner wurde 1989 in Wiesbaden gegründet. Gemäß dem Motto "We create sales results" arbeiten rund 100 Experten unter einem Dach an Marketing- und Vertriebskonzepten und entwickeln Strategien zur Absatzsteigerung.
Originaltext: MP Marketing Partner Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=59452 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_59452.rss2
Pressekontakt:
Torsten Lorenz Unternehmenskommunikation
MP Marketing Partner AG (Holding) Unter den Eichen 5 65195 Wiesbaden
Telefon: 06 11/952 71-135 t.lorenz@marketingpartner.de www.marketingpartner.de
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