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Südwest Presse: Kommentar zu Schumacher, Ausgabe 23.10.06
Geschrieben am 22.10.2006 - [Nächster Artikel] |
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Ulm (ots) - In Zeiten wie diesen, in denen Deutschland den Superstar sucht, tritt einer der größten Sportler ab, den es hierzulande je gab. Michael Schumacher hat es geschafft, 16 Formel-1-Jahre lang auf höchstem Niveau zu fahren. Auch wenn der Kerpener für manche negative Kuriosität auf der Rennstrecke Kritik einstecken musste, hat er es verstanden, abseits der Pisten skandalfrei durchs Affären-anfällige Leben eines Prominenten zu kommen. Da gab es keine Besenkammer, die durch Boris Becker berühmt wurde, auch keine Plastiktasche voller Schwarzgeld, die einen Schatten auf Steffi Grafs Karriere warf. Schumacher, das Jahrhundert-Talent, konzentrierte sich zu hundert Prozent auf das, was er kann: Aufs Autofahren - und dabei beließ er es. Dem Steuerkünstler hinterm Lenkrad wurde teilweise möglicherweise zurecht vorgeworfen, er sei der Steuern wegen in die Schweiz geflüchtet. Dabei sollte jedoch nicht vergessen werden, was mit und durch Schumacher in Deutschland verdient wurde. Hockenheim und der Nürburgring waren über Jahre hinweg ausverkauft. Der TV-Sender RTL freute sich jahrelang über Top-Einschaltquoten. Mancher, der durch den Superstar gut verdiente, wird nach dem Schumi-Rausch von einem mächtigen Kater eingeholt werden. Denn ein neues nationales Sport-Idol der Kragenweite Schumachers ist weit und breit nicht in Sicht.
Originaltext: Südwest Presse Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=59110 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_59110.rss2
Rückfragen bitte an: Südwest Presse Lothar Tolks Telefon: 0731/156218
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