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Schweizer Nationalratspräsident besucht schwule und lesbische Führungskräfte in Hamburg / Bundesversammlungen der Wirtschaftsweiber und des Völklinger Kreis
Geschrieben am 11.10.2006 - [Nächster Artikel] |
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Hamburg (ots) - Hochrangiger Besuch für den Bundesverband schwuler Führungskräfte - Völklinger Kreis - und die bundesweite Vereinigung lesbischer Fach- und Führungskräfte - Wirtschaftsweiber - am Wochenende in Hamburg: Zu ihren Bundesversammlungen erwarten die Verbände den Präsidenten des Schweizer Nationalrates, Claude Janiak. Der Politiker, selbst bekennend homosexuell, wird auf der gemeinsamen Eröffnungsveranstaltung am Samstag Morgen über die Umsetzung des Lebenspartnerschaftsgesetzes in der Schweiz berichten.
Als 2. Rednerin wird Karoline Beck, Bundesvorsitzende des Bundes Junger Unternehmer, am Samstag in der Handwerkskammer über die Themen Gleichbehandlungsgesetz und Ethik in der Wirtschaft sprechen. "Wir freuen uns über die prominente Unterstützung aus Politik und Wirtschaft für unsere Arbeit", sagte die Bundesvorsitzende der Wirtschaftsweiber, Carolin Miltenburger: "Auch wenn es seit kurzem ein Gesetz gibt, das Diskriminierung verbietet, geht sie vielerorts tagtäglich weiter".
Denn das geschehe meist buchstäblich hinter dem Rücken schwuler und lesbischer Mitarbeiter - und geschickt und perfide hinter vorgehaltener Hand, so der Bundesvorsitzende des Völklinger Kreis, Christoph Wolf: "Diskriminierung nach zu weisen ist sehr schwierig. Und wenn plötzlich mit der Karriere Schluss ist, weil jemand schwul oder lesbisch ist, finden Firmen immer noch genug fadenscheinige Begründungen dafür".
Rund 250 Fach- und Führungskräfte erwarten die Homosexuellen-Verbände am Wochenende in der Handwerkskammer Hamburg zu ihren Mitgliederversammlungen. Für den Samstag Abend hat die Sängerin Marla Glenn einen Auftritt angekündigt. Seit 15 Jahren macht sich der Völklinger Kreis, Bundesverband schwuler Führungskäfte, für die Belange von Schwulen in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft stark. Regelmäßig verleiht der Völklinger Kreis, der bundesweit über 700 Mitglieder hat, den so genannten Max-Spohr-Managementpreis an Firmen, die Minderheiten in ihrem Unternehmen nicht nur schützen, sondern fördern. Preisträger bisher waren die Ford Werke AG (2001), die Deutsche Bank (2002), die Deutsche Bahn (2004) und in diesem Jahr die Volkswagen Bank. Die Vereinigung lesbischer Fach- und Führungskräfte Wirtschaftsweiber bietet seit 1999 Lesben ein Netzwerk, in dem sich die Mitglieder gegenseitig in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung fordern und fördern. Die Wirtschaftsweiber bieten ihren 150 Mitgliedern die Möglichkeit, geschäftlich zu kooperieren und wollen mehr Lesben in Entscheidungspositionen bringen - und für die Öffentlichkeit sichtbar machen. Lesben haben es immer noch doppelt schwer in oder auf dem Weg in Führungspositionen: Sie werden oft schon per se als Frauen diskriminiert- und als Frauen, die Frauen lieben, ganz besonders.
Originaltext: Völklinger Kreis e.V. Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=39306 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_39306.rss2
Pressekontakt: Wirtschaftsweiber: 0170/3605467 (Gundula Miethke) Völklinger Kreis: 0221/5461979 / 0173/9552494 (Jörg Melsbach)
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