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Zukunftsbranche Bau: Wettbewerbsstärke durch Forschung und Innovation

Geschrieben am 20.09.2006 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - "Die deutsche Bauindustrie setzt auf den Ausbau
ihrer technischen Stärken durch Forschung und Innovation. Wir stellen
deshalb unseren heutigen "Tag der Deutschen Bauindustrie" ganz
bewusst unter das Leitthema "Zukunftsbranche Bau - Neue Impulse für
Innovation und Wachstum". Mit diesen Worten erläuterte heute in
Berlin der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie,
Dr. Hans-Peter Keitel, das Konzept des diesjährigen
Bauindustrietages. Die deutsche Bauindustrie bewerbe sich weltweit
vor allem um technisch anspruchvolle Projekte des Infrastrukturbaus
und des Wirtschaftsbaus, sie bewege sich also auf Märkten, auf denen
die Bauverfahrenstechnik und die Qualität der Bauausführung eine
größere Rolle spielen als der Baupreis. Um diese starke Marktposition
auch in Zukunft zu behaupten und auszubauen, beteilige sich die
Bauindustrie an Forschungsvorhaben wie Jules Verne, QuicNet und
inHaus2, die vor allem im Bereich der Verkehrs- und
Leitungsinfrastruktur, aber auch im Bereich der Gewerbeimmobilien
angesiedelt seien.

Bei dem für das 7. Rahmenprogramm der EU konzipierte
Jules-Verne-Projekt geht es um den unterirdischen Transport von
Personen und Gütern in Ballungszentren. Teilthemen sind u.a. die
Entwicklung neuartiger und umweltfreundlicher Transportsysteme, die
Nutzung von Erdwärme in unterirdischen Bauverfahren, aber auch die
Sicherheit von Tunnelbauwerken bei Brandkatastrophen.

Im Rahmen des Forschungsprojekts QuicNet will die Bauindustrie
eine Qualitätsinitiative für Infrastrukturnetzwerke starten. Ziel ist
die Steigerung der Qualität unter Berücksichtigung von
Nachhaltigkeits- und Lebenszyklusaspekten. Angestrebt wird eine
ganzheitliche Betrachtung von Verkehrsnetzen sowie von Ver- und
Entsorgungsnetzen - und zwar über alle Phasen des Lebenszyklus.

Beim inHaus2-Projekt steht die Entwicklung der "mitdenkenden
Immobilie" ganz oben auf der Forschungsagenda. Von Baubeginn an wird
das Haus2 in 4D geplant, also nicht nur räumlich, sondern auch
zeitlich vorab simuliert. Ziel des Forschungsvorhabens ist es darüber
hinaus, die Betriebsoptimierung von Räumen und Gebäuden
voranzutreiben, z.B. durch neue Energiesparkonzepte mittels
intelligenter Fassaden. Gleichzeitig soll über die Hotel-, Kranken-
und Seniorenräume der Zukunft nachgedacht werden, u.a. über
informationslogistische Assistenzsysteme oder Service-Roboter.
Schließlich werden Baumaterialien mit RFID-Technologie ausgestattet,
durch die später jederzeit der Grad der Wärmedämmung abgerufen werden
kann.

Keitel appellierte an die Bauindustrieunternehmen, sich verstärkt
mit Fragen der Forschung und Innovation auseinanderzusetzen. Nur im
Qualitätswettbewerb und durch Konzentration auf technisch
anspruchsvolle Projekte habe die deutsche Bauindustrie eine Chance
gegen die internationale Niedriglohnkonkurrenz. Ein reiner
Preiswettbewerb sei nicht zu gewinnen.

Originaltext: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=24058
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_24058.rss2

Ansprechpartner: Dr. Heiko Stiepelmann
Funktion: Stellv. Hauptgeschäftsführer und
Leiter der Hauptabteilung Volkswirtschaft,
Information und Kommunikation
Tel: 030 - 21286 140, Fax: 030 - 21286 189
E-Mail: Heiko.Stiepelmann@bauindustrie.de
 
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