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Baukonjunktur im Juli 2006: Stabiles Wachstum - Baunachfrage um 7,4 % gestiegen - Baugewerblicher Umsatz um 4,5 % über Vorjahresniveau - Bauindustrie hebt Umsatzprognose für 2006 auf 2 % an

Geschrieben am 20.09.2006 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - Die Baukonjunktur hat auch im Sommer 2006 nicht an
Schwung verloren. Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in
der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, nahm der
Auftragseingang im Juli um nominal 7,4 % zu. Für die ersten sieben
Monate errechnet sich damit ein Auftragsplus von 8,4 %. Zudem hat die
positive Entwicklung seit dem Frühjahr auch die neuen Bundesländer
erreicht. Für diese ergibt sich von Januar bis Juli 2006 ein Wachstum
der Auftragseingänge von 4,4 %, gegenüber 9,6 % im früheren
Bundesgebiet.

Die seit dem Sommer 2005 deutlich anziehende Baunachfrage wirkt
sich immer stärker auf die Umsätze aus. Der baugewerbliche Umsatz im
Bauhauptgewerbe stieg zuletzt im Juli nominal um 4,5 %, für die
ersten sieben Monate ergibt sich damit ein Wachstum von 2,1 %. Auch
hier zeichnet sich mittlerweile in den neuen Bundesländern eine
Trendwende ab: War in den ersten vier Monaten noch ein nahezu
zweistelliger Umsatzrückgang zu beobachten, ergibt sich nunmehr für
die ersten sieben Monate ein leichtes Wachstum von 0,2 %. Deutlich
stärker fällt allerdings die Zunahme im früheren Bundesgebiet mit 2,7
% aus.

Triebfeder des Umsatzwachstums ist nach wie vor der
Wirtschaftsbau, der von der anhaltend guten gesamtwirtschaftlichen
Konjunkturlage profitiert. Von Januar bis Juli legten bundesweit die
Umsätze in dieser Sparte um 3,4 % zu. Auch der Wohnungsbau
verzeichnet ein starkes Umsatzwachstum von 3,1 %. Der Juli-Wert (7,3
%) deutet darauf hin, dass die Vorzieheffekte im Eigenheimbau noch
nicht an Wirkung verloren haben. Dafür schaffte der Öffentliche Bau
den Sprung über die "Null-Linie" noch nicht; von Januar bis Juli war
hier ein Umsatzminus von 0,6 % zu verzeichnen.

Aufgrund dieser positiven Datenlage hebt der Hauptverband der
Deutschen Bauindustrie seine Sommer-Umsatzprognose um 1 Prozentpunkt
auf 2 % an. Trotz dieser Korrektur ist allerdings das Umsatzwachstum
nach wie vor nicht stark genug, um den Beschäftigungsabbau im
deutschen Bauhauptgewerbe schon jetzt zu stoppen. Die Zahl der
Erwerbstätigen im Bauhauptgewerbe wird sich im Jahresdurchschnitt
2006 auf knapp 700.000 einpendeln, also den Vorjahresstand nochmals
um etwa 20.000 unterschreiten.

Allerdings mehren sich die Anzeichen, dass die Stabilisierung des
Beschäftigungsniveaus näher rückt. Die Zahl der arbeitslosen
Bauarbeiter ist im August 2006 gegenüber dem Vorjahresniveau um 30 %
auf 139.000 zurückgegangen. Gleichzeitig wollen 40 % der Unternehmen
im Baugewerbe ihr Lehrstellenangebot wieder ausweiten; im
westdeutschen Bauhauptgewerbe lag die Zahl der gewerblichen Lehrlinge
im 1. Halbjahr 2006 bereits leicht über dem Vorjahresniveau.

Originaltext: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=24058
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_24058.rss2

Ansprechpartner: Dr. Heiko Stiepelmann
Funktion: Stellv. Hauptgeschäftsführer und
Leiter der Hauptabteilung Volkswirtschaft,
Information und Kommunikation
Tel: 030 - 21286 140, Fax: 030 - 21286 189
E-Mail: Heiko.Stiepelmann@bauindustrie.de
 
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