Ulm (ots) - Kommentar zu Maschinenbau, Ausgabe vom 08.09.2006 Auf diese uneingeschränkt gute Nachricht hat man lange gewartet: Der deutsche Maschinenbau stellt wieder Mitarbeiter ein, nicht nur auf Zeit - die Stammbelegschaft wächst. 10 000 neue Stellen werden in diesem Jahr entstehen. Es wären wohl noch mehr, wenn es genügend Ingenieure gäbe. 6000 dieser Experten werden gesucht. Die oft kleinen Unternehmen zwischen Konstanz und Flensburg können die Auftragsflut kaum mehr bewältigen. Jetzt zeigen sie Mut und auch Verantwortung, indem sie die Lücken nicht mehr mit Beschäftigten auf Zeit stopfen, sondern mit fest angestellten Arbeitskräften. Die Firmen sehen für sich selbst gute Perspektiven und eröffnen auch neuen Mitarbeitern erfreuliche Aussichten. Der Mittelstand zeigt den großen Konzernen wie es gehen kann. Der Standort Deutschland ist so schlecht also nicht. Nicht in der Produktion von Massengütern, aber in der Spezialisierung auf ausgefeilte Produkte liegt die Chance der Unternehmen. Die Maschinenbauer machen es vor. Freilich: Produktions- und Auftragsplus und Beschäftigungszuwachs werden nicht synchron verlaufen. Das verhindert allein schon die zunehmende Produktivität. Mehr als 900 000 Stellen wie noch zu Anfang des Jahrzehnts wird es im Maschinenbau kaum mehr geben. Dafür dürften die jetzt geschaffenen neuen Stellen stabiler sein als Jobs, die vor wenigen Jahren entstanden sind.