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Gärten verbinden Natur und Kultur zu einem großen Ganzen

Geschrieben am 07-09-2006

Osnabrück (ots) -

7000 Anlagen am "Tag des offenen Denkmals" zugänglich - DBU
förderte Projekte mit 8,8 Millionen Euro

Ob als Nutzfläche zum Gemüseanbau oder als Ort der Erholung:
Gärten haben für die Menschen seit jeher eine besondere Bedeutung.
Zum "Tag des offenen Denkmals" am Sonntag, 10. September, werden
unter dem Motto "Historische Gärten - Rosen, Rasen und Rabatten" die
Pforten an rund 7000 Anlagen - vom geheimen Kräuterbeet bis zum
pompösen Schlosspark - geöffnet. Für die Deutsche Bundesstiftung
Umwelt (DBU) spielt die Gartenkultur eine große Rolle. Die Stiftung
hat knapp 80 Projekte mit insgesamt rund 8,8 Millionen Euro zum
Erhalt der "grünen Denkmäler" gefördert. "In den Anlagen sind Natur
und Kultur eng verbunden, das macht sie so einzigartig. Ihre
Bewahrung ist sehr komplex und erfordert ein Miteinander von Umwelt-
und Denkmalschutz, Gartengeschichte sowie Landschafts- und
Stadtplanung," betont DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde.

Zu den Förderaufträgen der DBU gehört die Bewahrung national
wertvoller Kulturgüter - seit der Gründung 1991 steht deren Erhalt in
der Satzung. In den Anfangsjahren ging es dabei in erster Linie um
die Beseitigung von Schäden durch Industrie- und Agrarwirtschaft an
historischen Gebäuden. "Neben den Bauwerken wurden aber auch viele
herausragende Park- und Gartenanlagen über die Jahre schwer
beschädigt. So zum Beispiel die durch Fürst Pückler gestalteten
Parkanlagen in Bad Muskau und Branitz sowie das Dessau-Wörlitzer
Gartenreich," sagt Brickwedde. Die Bewahrung dieser "grünen
Denkmäler" in Zusammenhang mit den Bauwerken rückte zunehmend in den
Blick der Stiftung.

Das Zusammenspiel von Architektur und Naturdenkmälern ist auch im
Gartenreich in der Region Dessau-Wörlitz vorherrschend. Die
verschiedenen Förderprojekte der DBU in einer Gesamthöhe von mehr als
3,5 Millionen Euro betreffen hier den historischen Baumbestand und
die Bausubstanz, wie etwa die Sanierung des Gotischen Hauses. In die
Kulturlandschaft floss zusätzlich eine Million Euro an Fördermitteln
zur Beseitigung der Hochwasserschäden des Jahres 2002.

Doch nicht nur bekannte Großanlagen hat die Stiftung im Visier:
Über 180 Jahre hat das Ökosystem der Parkanlage im brandenburgischen
Steinhöfel funktioniert. Zahlreiche Brücken und Wasserläufe prägten
das Bild des frühen Landschaftsparks. Aber: Unter anderem durch das
Zuschütten eines Flusses, der das Wassersystem der Anlage speiste,
wurden das Kulturdenkmal und das ökologische Gleichgewicht erheblich
geschädigt.

In Steinhöfel wurde eine umfangreiche Sanierung nötig, die von der
DBU mit knapp 460.000 Euro unterstützt wurde. Es mussten Gewässer
entschlammt und insgesamt elf Brücken repariert werden. "Der
erfolgreiche Abschluss des Modellprojekts ließ die reizvolle
Gartenanlage erneut entstehen. Der wertvolle Baumbestand wurde
gerettet und im wiederhergestellten Schlossteich die spontane
Ansiedlung mehrerer Arten der brandenburgischen 'Roten Liste'
festgestellt", freut sich DBU-Experte Lutz Töpfer über die
Ergebnisse.

Den 2005 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommene von Fürst
Pückler angelegten Bad Muskauer Park unterstützte die DBU durch ein
520.000-Euro-Gesamtprogramm mit insgesamt acht Projekten. Dazu
gehörte unter anderem ein deutsch-polnisches Aus- und
Fortbildungsprojekt für Gartendenkmalpfleger. Diese Seminare wurden
an die Tradition der historischen "Muskauer Schule" angelehnt: Seit
Mitte des 19. Jahrhunderts haben die verantwortlichen
Landschaftsgärtner des Parks die Grundlagen ihrer Arbeit
niedergeschrieben. Diese Fachliteratur wurde bei der Fortbildung im
Licht der aktuellen Forschung diskutiert. Weiterhin umfassten die
Maßnahmen Arbeiten zur Sanierung des umweltgeschädigten Neuen
Schlosses im Pückler-Park und die Sicherung alter Baumbestände.

Der "Tag des offenen Denkmals" wird seit vielen Jahren von der
Deutschen Stiftung Denkmalschutz veranstaltet. In diesem Jahr
beteiligen sich insgesamt 2.500 Städte und Gemeinden an der Aktion
und öffnen sonst meist nicht zugängliche historische Bauten, Parks
und archäologische Ausgrabungen. Auch die DBU wird ihren weitläufigen
historischen Garten hinter dem Stiftungsgebäude in Osnabrück öffnen
und stündlich Führungen anbieten.

Fotos zur kostenfreien Veröffentlichung unter www.dbu.de

Originaltext: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=6908
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_6908.rss2

Ansprechpartner
Franz-Georg Elpers
- Pressesprecher -
Katja Cherouny
Anneliese Grabara
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: 0541|9633521
Telefax: 0541|9633198
presse@dbu.de
www.dbu.de

Ansprechpartner für Fragen zu den Projekten:
Bad Muskau (AZ 21965)
Stiftung "Fürst Pückler-Park Bad Muskau"
Cord Panning
Parkverwaltung
02953 Bad Muskau
Telefon: 035771/52013
Telefax: 035771/52014
stiftung@muskau.de
www.muskauer-park.de

Dessau-Wörlitz (AZ 21667)
Kulturstiftung Dessau-Wörlitz
Dr. Thomas Weiss
Schloss Großkühnau
06846 Dessau
Telefon: 0340/64615-0
Telefax: 0340/64615-10
ksdw@ksdw.de
www.ksdw.de

Steinhöfel (AZ 17869)
Brandenburgische Schlösser GmbH
Dr. Wolfgang Illert
Postfach 60 03 62
14403 Potsdam
Telefon: 0331/27915-0
Telefax: 0331/27915-94
info@schloesser-gmbh.de
www.schloesser-gmbh.de


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