(Registrieren)

Kundenorientierung in Deutschland unterentwickelt / Geringe Kenntnis der wahren Bedürfnisse verhindert Ertragssteigerung / Studie: Kundenorientierung muss Organisation und Kultur verändern

Geschrieben am 08-07-2010

Frankfurt (ots) - Die Kundenorientierung ist in Deutschland
vielfach noch unterentwickelt, weil Unternehmen die Bedürfnisse Ihrer
Kunden zu wenig kennen. Lang anhaltende Kundenbeziehungen kommen
deshalb viel zu selten zustande, wodurch Unternehmen wertvolles
Ertragspotential verschenken. Die Autoren eines neu erschienenen
Fachbuches weisen nun auf diesen Zusammenhang hin und zeigen auf, wie
sich durch eine stärkere Dialogorientierung und entsprechende
Organisationsveränderungen langfristige Kundenbeziehungen herstellen
lassen.

"Deutsche Manager wissen genau, welches enorme Potenzial in einer
Verbesserung der Kundenbeziehungen liegt. Sie wissen allerdings oft
nicht, mit welchen Methoden sie dieses Potenzial ausschöpfen können",
stellt die Frankfurter Unternehmensberaterin Elke Benning-Rohnke
fest. Den Grund dafür sieht die Beraterin, die vormals selbst im
Vorstand eines Großunternehmens tätig war, im geringen Kenntnisstand
der Unternehmen über die Bedürfnisse der Kunden. "Unternehmen
konzentrieren sich zu sehr auf Details ihrer Produkte und
vernachlässigen dabei die viel wichtigere Beziehungsebene mit den
Kunden", so Benning-Rohnke. Bei der Ermittlung der
Kundenzufriedenheit müssten deshalb neben den rationalen auch die
emotionalen Aspekte systematisch erfasst werden. Professor Goetz
Greve von der Hamburg School of Business Administration pflichtet
bei: "Sogar Unternehmen, in denen die allgemeine Kundenzufriedenheit
abgefragt wird, haben oft wenig vertieftes Wissen über die
tatsächlichen Bedürfnissen ihrer Kunden."

Die Folge ist nach Ansicht beider Experten eine schleichende
Entfremdung in der Kundenbeziehung, die früher oder später im
Kundenverlust endet. Der Wirtschaftspsychologe Prof. Siegfried Greif
von der Universität Osnabrück rät Unternehmen, ihre
Kundenorientierung mit dem amerikanischen Konzept des "Net Promoter
Score" zu ermitteln. Auf einer zehnstufigen Skala können Kunden die
einfache Frage "Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie uns
Freunden und Bekannten weiterempfehlen" beantworten und ihre Antwort
begründen. Beraterin Elke Benning-Rohnke kennt eine Reihe von
Unternehmen, die diesen Ansatz bereits erfolgreich verwirklichen.
"Wer seine Kunden nach der Bereitschaft zur Weiterempfehlung befragt,
erhält eine klare Einschätzung, die auch die emotionalen Aspekte
verdeutlicht."

Zusammen mit Wissenschaftlern sowie Praktikern aus Unternehmen
haben Elke Benning-Rohnke und Prof. Dr Goetz nun ein Buch verfasst,
in dem der Einsatz des "Net Promoter Score" in Unternehmen untersucht
wird. Wesentlich Erkenntnis dabei ist: Wenn Unternehmen das
Instrument regelmäßig anwenden und mit den Kunden in einem
strukturierten Dialogprozess eintreten, kann dies die komplette
Organisation zu mehr Kundenorientierung motivieren.

In einer begleitenden Studie stellt Prof. Goetz Greve fest, dass
auch Unternehmen, die den "Net Promoter Score" nutzen, trotz
messbarer Erfolge noch deutliche Wachstumsmöglichkeiten ungenutzt
lassen. "Wer die Prozesse komplett auf Kundenempfehlung ausrichtet,
kann durch die Begeisterung seiner Kunden noch mehr und bessere
Geschäfte machen", so der Experte. Mittelfristig müssten Unternehmen
deshalb ihre gesamte Organisation und Kultur am Kriterium der
Kundenorientierung ausrichten.

Beraterin Elke Benning-Rohnke verweist dazu gerne auf ihr
Lieblingsbeispiel aus der Praxis. Das Schweizer Life
Science-Unternehmen Lonza hat vor zwei Jahren den "Net Promoter
Score" eingeführt und sowohl bei Kunden als auch Mitarbeitern
begeisterte Resonanz erhalten. Mittlerweile fließen die Ergebnisse im
Unternehmen sogar in das Vergütungssystem ein. So zahlt sich
Kundenorientierung am Ende auch für die Mitarbeiter aus.

Originaltext: Benning & Company
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/80876
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_80876.rss2

Pressekontakt:
Andreas Scheuermann
0177-5057300
as@asccc.de
Elke Benning-Rohnke
Tel. 069 - 247 51 55 0
mail@benningcompany.com


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

278263

weitere Artikel:
  • Viele Logistiker müssen bei Transportsicherheit nachlegen Hamburg (ots) - Knapp 80 Prozent der Konsumgüterhersteller und Einzelhändler in Deutschland beklagen Ladungsverluste durch Sicherheitsmängel. Laut Europäischer Union entsteht im Straßentransport allein durch Diebstahl europaweit ein Schaden von mehr als acht Milliarden Euro pro Jahr. Möglichkeit zur Verbesserung sehen zwei von drei Unternehmen bei den beauftragten Logistikern. Das ist das Ergebnis der Studie "Branchenkompass Transport 2010" von Steria Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut. "Um im Wettbewerb zu bestehen, mehr...

  • Inflationsangst: Euro, Franken oder Dollar? Hamburg (ots) - Die jüngste Ankündigung der Ratingagentur Moody´s, die Kreditwürdigkeit Spaniens zu überprüfen, hat bei vielen Anlegern erneut die Angst um die Stabilität des Euro angefacht. Konkret geht es um die Frage, ob sich die Sparer langfristig auf die Stabilität der Gemeinschaftswährung verlassen können. Experten raten zur Vorsicht und empfehlen eine Diversifizierung - auch bei den Währungen. "Mindestens ein Viertel des Vermögens sollten Anleger in anderen Währungen angelegt haben", empfiehlt Heiko Löschen, Geschäftsführer mehr...

  • Das Printarchiv des Deutschen Fachverlages kostenlos testen Frankfurt am Main (ots) - Die Verlagsgruppe Deutsche Fachverlag, Frankfurt am Main, bietet ab sofort die Möglichkeit, unter www.dfv-archiv.de kostenlos auf sein Printarchiv zuzugreifen. Diese Aktion ist bis zum 30. September 2010 begrenzt. Dies Archiv enthält zurzeit über 500.000 Artikel im Volltext, zum Teil mit Grafiken und Tabellen. Verfügbar sind Printartikel aus 35 Fachzeitschriften zu den Branchen Konsumgüter, Handel, Textil, Mode, Marketing, Medien, Hotellerie, Gastronomie, Catering, Touristik, Messen, Fleischwirtschaft, mehr...

  • Fehlzeiten-Report 2010: Wettbewerbsvorteil Vielfalt / Beschäftigte mit Migrationshintergrund im Arbeitsalltag stärker belastet / Herausforderungen für die betriebliche Gesundheitsförderung Berlin (ots) - Immer mehr Unternehmen in Deutschland stellen gezielt Menschen wegen ihres Migrationshintergrundes ein und nutzen deren sprachlichen und kulturellen Kenntnisse. Zugleich sind Beschäftigte mit ausländischen Wurzeln vergleichsweise größeren körperlichen Belastungen ausgesetzt, fühlen sich weniger von Vorgesetzten unterstützt und nicht integriert. Sie haben deshalb deutlich öfter gesundheitliche Beschwerden und sind häufiger krank. Das ist das Ergebnis einer im Fehlzeiten-Report 2010 vorgestellten Befragung in 500 mehr...

  • Vitaphone und German Heart Centre: Telemedizinisches Kompetenzzentrum für chronisch Herzkranke in Dubai Mannheim/Dubai (ots) - Telemedizin "Made in Germany": Vitaphone Middle East und das German Heart Centre (GHC) in Dubai bauen gemeinsamen in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein telemedizinisches Kompetenzzentrum zur Diagnostik, zum Monitoring und zur Steuerung der Therapie von Patienten mit Herzerkrankungen auf. Dipl. Kaufmann Matthias Quinger, geschäftsführender Gesellschafter des führenden und global aufgestellten Mannheimer Telemedizin-Providers Vitaphone: "Unser kontinuierliches Engagement mit unserer Tochterfirma im Mittleren mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Wirtschaftsnews

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

DBV löst Berechtigungsscheine von knapp 344 Mio. EUR ein

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht