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Kein Zusammenhang zwischen Handynutzung und Tumorrisiko im Kopfbereich / Gesamtauswertung der INTERPHONE-Studie zu Gliomen und Meningeomen veröffentlicht

Geschrieben am 17-05-2010

Berlin (ots) - In der von der WHO koordinierten INTERPHONE-Studie
wurde kein Zusammenhang festgestellt zwischen Handynutzung und dem
Risiko, an einem Tumor im Kopfbereich zu erkranken. Das geht aus
einer aktuellen Veröffentlichung in der Fachzeitschrift "The
International Journal of Epidemiology" hervor. Sie basiert auf der
kombinierten Datenanalyse einer in verschiedenen Ländern
durchgeführten bevölkerungsbezogenen Fall-Kontroll-Studie zu den
häufigsten Hirntumorarten, Gliomen und Meningeomen.

Nach Einschätzung der Internationalen Agentur für Krebsforschung
der WHO, IARC, bestätigt die INTERPHONE-Studie damit eine Vielzahl
von bereits vorliegenden Studien. Auch die 2009 veröffentlichten
Bewertungen des wissenschaftlichen Beratungsgremiums der EU "SCENIHR"
und der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender
Strahlung (ICNIRP) kommen zu diesem Ergebnis.

Wissenschaftliche Hinweise (s. Fußnote 1) auf ein erhöhtes Risiko
ergaben sich für Handynutzer mit der höchsten kumulierten
Gesprächszeit. Diese Hinweise sind aber nach Auffassung der Forscher
zurückhaltend zu interpretieren, da sie auf kleinen Fallzahlen und
teilweise nicht plausiblen Angaben zur Handynutzung beruhen. So wird
zum Beispiel in der Studie bemerkt, dass Menschen mit einem
Gehirntumor ihren zurückliegenden Mobiltelefongebrauch
erwiesenermaßen überschätzten.

"Als bislang umfassendste epidemiologische Studie zur Frage nach
einem möglichen Risiko durch Handynutzung an einem Tumor im
Kopfbereich zu erkranken, kommt der Interphone-Studie eine hohe
Bedeutung zu", erklärt Dagmar Wiebusch, Geschäftsführerin des
Informationszentrum Mobilfunk e.V. "Sie bedeutet eine weitere
Bestätigung, dass der Gebrauch von Mobiltelefonen kein erhöhtes
Gesundheitsrisiko mit sich bringt." Wegen der geringen Zahl der
Langzeitnutzer und wegen möglicher methodischer Verzerrungen (z. B.
Recall Bias und Unsicherheiten bei der rückwirkenden
Expositionsabschätzung) sei es aber nachvollziehbar, dass die
Wissenschaftler der INTERPHONE-Studie wie auch viele Expertengremien
die Notwendigkeit sähen, weitere Studien durchzuführen.

Interphone ist die bislang größte internationale Studie, die den
Zusammenhang zwischen Handynutzung und dem Risiko, an einem Tumor im
Kopfbereich zu erkranken, erforscht hat. Das internationale
Studienprojekt wurde im Oktober 2000 ins Leben gerufen. Die Studie
wurde durch die EU, die Industrie und nationale Stellen der
beteiligten 13 Länder - Deutschland, Dänemark, Finnland, Norwegen und
Schweden sowie Großbritannien, Frankreich, Italien, Israel,
Australien, Neuseeland, Japan und Kanada - finanziert. Die WHO
koordinierte das Projekt.

Weitere Informationen der IARC finden Sie unter:
http://www.iarc.fr/en/media-centre/pr/2010/pdfs/pr200_E.pdf

Fußnote 1: Als wissenschaftliche Hinweise bezeichnet man Effekte,
die nicht von voneinander unabhängigen Untersuchungen bestätigt und
durch das wissenschaftliche Gesamtbild nicht gestützt sind (s.
Empfehlungen der Strahlenschutzkommission vom 13./14. September
2001).

Über das IZMF

Das Informationszentrum Mobilfunk ist Ansprechpartner für
Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und private
Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein
eingetragener, gemeinnütziger Verein, der von den
Mobilfunknetzbetreibern gegründet wurde.

Originaltext: IZMF - Informationszentrum Mobilfunk e.V
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Pressekontakt:
Informationszentrum Mobilfunk e.V.
Hegelplatz 1, 10117 Berlin
Fon: + 49 (0) 30 / 209 16 98 - 0
Fax: + 49 (0) 30 / 209 16 98 - 11
E-Mail: info@izmf.de
Internet: www.izmf.de


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