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ARAG Trend: Deutsche verabschieden sich von der Krise

Geschrieben am 20-04-2010

Düsseldorf (ots) -

- Querverweis: Grafiken zur Umfrage liegen in der digitalen
Pressemappe zum Download vor und sind unter
http://www.presseportal.de/dokumente abrufbar -


- Stimmung hat sich gegenüber den Vorjahren weiter verbessert

- Auch in den neuen Bundesländern wächst das Vertrauen in die Zukunft

- Neues Sorgenkind der Deutschen ist das Gesundheitssystem


Das vierte Jahr in Folge befragte die ARAG gemeinsam mit dem
Meinungsforschungsinstitut Emnid mehr als 1.000 Deutsche zu ihren
Zukunftserwartungen. Die Auswertung des repräsentativen
Stimmungsbarometers belegt aktuell: Die Deutschen verabschieden sich
von der Krisenstimmung! Dafür gibt es gute Gründe; wichtige
Indikatoren deuten auf eine konjunkturelle Erholung hin: Im März sank
die Arbeitslosenquote erstmals seit Beginn der Weltwirtschaftskrise
wieder unter Vorjahresniveau und laut der Organisation für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wird das
Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik im zweiten Quartal um knapp
drei Prozent wachsen. Auch wenn Wirtschaftsexperten unverändert zur
Vorsicht mahnen, zeigen die Bundesbürger wieder mehr Vertrauen in die
wirtschaftliche Entwicklung.

Neue Bundesländer im Aufwärtstrend

In Bezug auf die zukünftige persönliche wirtschaftliche Situation
ist seit dem ersten ARAG Trend in 2007 die Sorge vor dem sozialen
Abstieg unverändert das Kernthema der Deutschen. Auch im Jahr 2010
war dies eine der größten Befürchtungen der Bundesbürger. Allerdings
gaben nur noch 62,4 Prozent der Befragten entsprechende Sorgen zu
Protokoll. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert zwar leicht
angestiegen (Vorjahr: 61,0 Prozent), aber immer noch sehr weit vom
dramatischen Stimmungstief des Jahres 2007 entfernt. Damals gaben
89,7 Prozent der Befragten an, sich vor einem sozialen Abstieg zu
sorgen. Bemerkenswert ist, dass sich auch die Stimmung in
Ostdeutschland aufhellte; zwar fürchten sich in den neuen
Bundesländern immer noch mehr Menschen vor dem sozialen Abstieg als
im Westen. Der Unterschied schrumpft aber. Lag die Differenz zwischen
West- und Ostdeutschen im vergangenen Jahr zum Höhepunkt der
Finanzkrise bei 14,8 Prozentpunkten, so ist die Diskrepanz mit jetzt
noch 7,8 Prozentpunkten deutlich geschrumpft.

Bundesbürger zeigen sich konsumbereit

Auch die Konsumabsichten der Bundesbürger zeigen einen leichten
Aufwärtstrend. Zwar befürchten noch 36,6 Prozent der Bevölkerung,
dass sie in Zukunft auf größere Anschaffungen oder gar den Urlaub
verzichten müssen. Das sind aber immerhin 2,2 Prozentpunkte weniger
als im Vorjahr. Was größere Anschaffungen und die schönsten Wochen
des Jahres angeht, sehen besonders die Bürger der neuen Bundesländer
2010 optimistischer in die nahe Zukunft als noch im Frühling des
Vorjahres. Befürchteten 2009 noch 48,7 Prozent der befragten
Ostdeutschen auf Urlaub und größere Anschaffungen verzichten zu
müssen, waren es bei der aktuellen Umfrage noch 41,6 Prozent.

Sorge um das Gesundheitssystem

Subjektiv hellt sich die Stimmung nach dem wirtschaftlichen
Extremjahr demnach weiter auf. Allerdings haben die Deutschen ein
neues Sorgenkind ausgemacht. Das Gesundheitssystem! Mehr als 250.000
Menschen haben laut aktueller Nachrichten seit Jahresbeginn ihre
Krankenkasse gewechselt oder einen Wechsel beantragt, um
Zusatzbeiträgen zu entgehen. Vor diesem Hintergrund fragte die ARAG
eingehend nach dem Vertrauen der Deutschen in die Sicherstellung der
medizinischen Versorgung. Demnach glaubt gut jeder Zweite, dass die
derzeitigen Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherungen nicht
ausreichen (54,2 Prozent) und das derzeitige Leistungsspektrum
zukünftig noch abnehmen werde (56,4 Prozent). Die von den Kassen
erhobenen Zusatzzahlungen belaufen sich in den meisten Fällen auf
acht Euro monatlich. Die Hälfte der Befragten (50,2 Prozent) hält
dies nur für den Anfang einer Entwicklung und meint, dass zukünftig
nur noch gut betuchte Patienten in den vollen Genuss einer
Erste-Klasse-Medizin kommen.

24,7 Prozent der Befragten sagten aus, schon jetzt mit den
Zuzahlungen an ihre finanziellen Grenzen zu stoßen. Bei den privaten
Krankenkassen befürchten nur 13,8 Prozent der Befragten Einschnitte
im Leistungsspektrum; trotzdem geht die aktuelle Sorge um die
medizinische Versorgung durch alle Schichten der Bevölkerung und die
Entwicklung ist eindeutig. Bekundeten 2007 noch 64,7 Prozent der
Befragten ihre Furcht vor einer medizinischen Unterversorgung, so
sind es derzeit erschreckende 93,7 Prozent.

Fazit

Insgesamt zeigt sich, dass sich die Deutschen von den
Krisenszenarien der Vergangenheit nicht haben aus der Fassung bringen
lassen. Das Stimmungsbild der Bundesbürger zur wirtschaftlichen
Entwicklung des Landes zeigt sich recht robust. Dazu hat sicherlich
das bisherige Ausbleiben der erwarteten Massenarbeitslosigkeit ganz
wesentlich beigetragen. Der aktuelle ARAG Trend zeigt jedoch auch,
dass sie neue Ängste umtreiben. Das Gesundheitssystem ist dabei das
neue Sorgenkind vieler Bundesbürger.

ARAG Deutschland Trend

Im Rahmen ihrer allgemeinen Markt- und Gesellschaftsforschung
führt die ARAG Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG seit
vergangenem Jahr in Zusammenarbeit mit TNS Emnid Befragungen zur
Einschätzung der bürgerlichen Mitte in Deutschland durch. Der
politische Wunsch nach Eigenverantwortung an das bürgerliche Lager
löst eine umfassende Neuorientierung jedes Einzelnen aus. Das führt
auch zu einem wachsenden Bedarf an rechtlicher Orientierung und
Beratung. Die ARAG, als eines der führenden
Rechtschutz-Versicherungs-Unternehmen, bietet mit ihren Produkten
wichtige Unterstützung zur individuellen Absicherung und
Risikominimierung. Die Umfrage "ARAG Deutschland Trend" findet
jeweils im Frühjahr und im Herbst statt. Dabei werden mehr als 1.000
Menschen befragt.

Der ARAG Konzern ist der international anerkannte unabhängige
Partner für Recht und Schutz. Die ARAG ist das größte
Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz. Mit knapp 3.500
Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und
Beitragsvolumen von mehr als 1,4 Milliarden EUR. Außerhalb
Deutschlands ist die ARAG in weiteren zwölf europäischen Ländern und
den USA für ihre Kunden aktiv. Auf dem US-amerikanischen
Rechtsschutzmarkt nimmt die ARAG heute eine Spitzenposition ein.
Darüber hinaus ist der Konzern in Spanien und Italien mit seinen
Rechtsschutzprodukten Marktführer.

Originaltext: ARAG
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/29811
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_29811.rss2

Pressekontakt:
ARAG Allgemeine Rechtsschutz-Versicherung-AG
ARAG Platz 1
40472 Düsseldorf
Klaus Heiermann
Leiter Hauptabteilung
Konzernkommunikation/Marketing
Telefon: 0211/963-2219
Fax: 0211/963-2220
klaus.heiermann@ARAG.de
www.ARAG.de


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