Dortmund (ots) - Bevor der Einzug in das Halbfinale der Handball-Europameisterschaft der Junioren in Innsbruck/Österreich feststand, durchlebten die deutschen Nationalspieler ein Wechselbad der Gefühle. Nach glatten Siegen über Polen und Norwegen und einem Unentschieden gegen Vize-Weltmeister Kroatien in der Vorrunde setzte es in der Hauptrunde eine 28:29-Niederlage gegen Jugend-Europameister Serbien & Montenegro. Es war die erste Niederlage nach 23 Länderspielen für das Team von DHB-Trainer Martin Heuberger. Der Sieg gegen Weißrussland öffnete noch nicht das Tor ins Halbfinale. Dazu mussten zunächst die Serben & Montenegriner ihre Erzrivalen aus Kroatien besiegen. Zur Halbzeit jedoch lag das Team, vor den Augen aller deutscher Spieler, mit 9:16 zurück. Der Traum von einer Medaille schien beendet. Doch im zweiten Durchgang drehte Serbien & Montenegro den Spieß noch um und siegte. Deutschland war - wenn auch verspätet - ins Halbfinale der EM eingezogen.
Dort trifft das deutsche Team morgen auf Weltmeister Dänemark. Ausgerechnet Dänemark, der Angstgegner. Nur drei aller 65 Länderspiele dieses Jahrgangs vor der EM gingen verloren - alle gegen Dänemark. "Doch beim letzten Spiel vor elf Tagen haben wir mit 27:21 gewonnen", weiß Trainer Heuberger. "Jetzt ist wieder alles drin. Ich glaube, die Spieler haben durch den verspäteten Einzug ins Halbfinale neuen Auftrieb bekommen." Und Bundestrainer Heiner Brand, interessierter Beobachter des Geschehens vor Ort, sagt: "Das hat sich die Mannschaft redlich verdient. Jetzt öffnen sich ihr alle Möglichkeiten." Das zweite Halbfinale bestreiten Schweden und Serbien & Montenegro.
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