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ARD: Sparanstrengungen und Personalabbau sind längst Realität

Geschrieben am 10-02-2010

Saarbrücken (ots) - Im Zusammenhang mit der öffentlichen
Diskussion zum KEF-Bericht weist die ARD die zum Teil verzerrenden
Darstellungen in der Öffentlichkeit ausdrücklich zurück. Bei ihrer
Sitzung in Saarbrücken bekräftigten die Intendantinnen und
Intendanten den eingeschlagenen Kurs, der gekennzeichnet ist von
Einsparungen auch durch Personalabbau und Kooperationen. Trotz
Einnahmeverlusten in dreistelliger Millionenhöhe gibt es aber anders
als fälschlicherweise dargestellt weder die Forderung nach einer
Gebührenerhöhung noch führen die Telemedienangebote der ARD zu
Kostensteigerungen für die Nutzer.

Der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust betont: "Wer den KEF-Bericht
aufmerksam und ohne vorgefertigte Meinung liest, kommt zu dem
Ergebnis, dass Sparanstrengungen in der ARD längst Realität sind und
die KEF diese auch anerkennt. Die interessengesteuerte
Skandalisierung einzeln herausgegriffener Punkte zeigt jedoch, dass
ein Teil der Presse jeden Anschein eines fairen Umgangs mit dem
öffentlich-rechtlichen Rundfunk endgültig aufgegeben hat."

Die ARD spart

Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat auch bei der ARD zu deutlich
weniger Einnahmen geführt. Dies betrifft nicht nur die Erträge für
Werbung und Sponsoring. Zu Buche schlägt vor allem die steigende Zahl
derer, die von den Gebühren aus sozialen Gründen befreit werden.
Durch verstärkte Sparanstrengungen und vermehrte Kooperationen
innerhalb des Senderverbundes bemüht sich die ARD, diese
Ertragseinbußen auszugleichen. Dies erkennt die KEF ausdrücklich an.
Finanzierungslücken kleinerer Sender wurden durch eine
Weiterentwicklung der internen Ausgleichsmechanismen geschlossen.

Die ARD geht mit den Gebührengeldern wirtschaftlich um

Seit Jahren liegen die Gebührenanpassungen unterhalb der
Inflationsrate. Schon deshalb baut die ARD kontinuierlich feste
Stellen ab. 2012 wird es 4.000 weniger Festangestellte geben als noch
1993. Die Anstalten prüfen, wie der von der KEF angemahnte weitere
Abbau von 300 Stellen in einer Größenordnung von 50 Mio. Euro
sinnvoll umgesetzt werden kann. Stellenabbau allein ist kein Maß für
Wirtschaftlichkeit. Es besteht jedoch kein Zweifel, dass die ARD die
geforderten Einsparungen erbringen wird.

Die ARD liefert Qualität zu angemessenen Preisen

Im KEF-Bericht werden verschiedene Sendungen und ihre
Minutenpreise angegeben. Ein direkter Vergleich ist allein deshalb
nicht möglich, weil sich die Sendungen in ihrer Länge,
Programmkonzepten und Formaten (Einspieler, Zuschauerbeteiligung,
Anzahl der Gäste) und Produktionsbedingungen
(Eigenproduktionen/Fremdproduktionen) unterscheiden. Niemand käme auf
die Idee, ein Ranking der Zeilen- oder Produktionskosten bei
Zeitungs- und Zeitschriftentiteln aufzustellen.

Die KEF leitet aus ihrem Vergleich auch nicht Unwirtschaftlichkeit
ab, sondern fordert die ARD zur Analyse und Prüfung auf. Wer
allerdings in einen Wettstreit um die günstigste Sendung eintritt,
gefährdet den Qualitätsjournalismus, der ohne zeit- und damit
kostenintensive Recherche nicht zu haben ist.
Die ARD ist der Auffassung, dass alle ihre Sendungen wirtschaftlich
produziert werden und den Marktpreisen entsprechen. Ein
Kostenvergleich mit Politikmagazinen bei Kommerzsendern ist
allerdings nicht möglich. Denn solche Formate gibt es dort nicht. Es
kommt hinzu, dass lediglich die Produktionskosten der
öffentlich-rechtlichen Rundfunkanbieter offengelegt und der
Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.

Die ARD stellt sich mit ihren Telemedien den Herausforderungen der
digitalen Welt

Die ARD wird mit ihren Online-Angeboten den Bedürfnissen einer
modernen Mediengesellschaft gerecht. Dies wird von der KEF bestätigt.
Die diesmal festgestellten Kostensteigerungen sind zu einem
erheblichen Teil auf eine neue Art der Erhebung zurückzuführen.
Anders als in der Vergangenheit werden jetzt indirekte Kosten wie
Raum- oder Hardwarekosten berücksichtigt. Die zunehmende Nutzung der
Online-Angebote der ARD hat zudem die Verbreitungskosten erhöht.
Entscheidend ist: Jeder Euro, den die ARD fürs Internet ausgibt, wird
an anderer Stelle eingespart. Der Gebührenzahler wird somit nicht
zusätzlich belastet.

Originaltext: ARD Radio & TV
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/29876
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_29876.rss2

Pressekontakt:
Rückfragen an:
ARD-Pressestelle (SWR)
Tel: 0711/ 929 - 1022/ 1023
E-Mail: pressestelle@ard.de


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