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München top, Dublin hopp - Immobilienexperten sehen europaweit leichte Erholung

Geschrieben am 01.02.2010

Frankfurt am Main (ots) - PwC-Studie: Deutsche Städte etablieren
sich in Europas Top-10-Immobilienranking / München wieder unter den
Top-Städten / Wien steigt auf, Moskau stürzt ab

Die Immobilienmärkte in München und Hamburg bieten auch im Jahr
zwei nach Beginn der Finanzkrise im europäischen Vergleich sehr gute
Perspektiven für Immobilieninvestoren. Nach Einschätzung von über 640
befragten Immobilienexperten liegen die beiden Städte gemessen an den
Ertragschancen in 27 europäischen Metropolen auf den Plätzen eins und
drei. Hinter die bayerische Landeshauptstadt schiebt sich London auf
den zweiten Rang, wie aus der Studie "Emerging Trends in Real Estate
Europe 2010" von PricewaterhouseCoopers (PwC) und dem Urban Land
Institute (ULI) hervor geht. Auch Berlin und Frankfurt konnten ihre
Vorjahresplatzierungen unter den Top-Ten-Märkten verteidigen.

"Die Immobilienmärkte in den vier deutschen Städten zeichnen sich
nach wie vor durch eine überdurchschnittliche Stabilität aus.
Allerdings müssen die Spitzenplatzierungen vor dem Hintergrund einer
insgesamt weiterhin schwachen Immobilienkonjunktur in Europa gesehen
werden", kommentiert Jochen Brücken, verantwortlicher Partner für den
Bereich Real Estate bei PricewaterhouseCoopers in Deutschland.

So bewerten die Experten die Rendite von Immobilieninvestitionen
(bestehende Portfolios und Zukäufe) auf einer Skala von neun
("hervorragend") bis eins ("katastrophal") im gesamteuropäischen
Durchschnitt nur mit 4,74 und damit nur etwas besser als 2009 (4,71).

Allerdings gibt es Anzeichen für eine Erholung des europäischen
Immobilienmarktes. So liegt die Durchschnittsnote für die Rendite von
Immobilienakquisitionen bei 4,94 und damit über der Bewertung für
Bestandsimmobilien von 4,54. Attraktivster Markt für Käufer ist
derzeit London (5,98). München (5,66) und Hamburg (5,56) folgen in
diesem Ranking auf den Plätzen zwei und drei.

Schlechte Noten für Moskau

Während die deutschen Städte ihre Platzierungen im
Immobilienranking zumeist halten oder leicht verbessern konnten, gab
es auf den übrigen Positionen zum Teil starke Verschiebungen. Zu den
Gewinnern zählen London und Paris, die 2010 wieder deutlich positive
Ertragsperspektiven bieten. Besonders bemerkenswert ist der Aufstieg
Wiens. Die österreichische Hauptstadt kletterte im Ranking um elf
Positionen auf den sechsten Rang.

Absteiger des Jahres ist Moskau. Nach Einschätzung der befragten
Immobilienexperten leidet die Metropole unter einem hohen Leerstand,
der vor allem auf das Abflauen des Ölbooms und die verbundenen
volkswirtschaftlichen Probleme Russlands zurückzuführen ist. Die
Benotung für die Ertragsperspektiven fiel im Jahresvergleich von 5,02
auf 4,17, im Ranking fiel Moskau damit um 17 Plätze auf Rang 23.

Kredite bleiben knapp

Wie bereits im Krisenjahr 2009 ist Kapital nach Einschätzung der
Immobilienexperten knapp. Für 2010 erwarten rund 85 Prozent der
Befragten eine nicht ausreichende Versorgung mit Fremdkapital, fast
die Hälfte sieht die Branche sogar in einer Kreditklemme. Etwas
besser sind die Perspektiven bei der Eigenkapitalfinanzierung.
Immerhin jeder vierte sieht Kapitalangebot und -nachfrage im
Gleichgewicht, knapp 14 Prozent registrieren sogar ein Überangebot an
verfügbarem Kapital.

"Nachdem sich viele institutionelle Investoren im vergangenen Jahr
kaum am Markt engagiert haben, suchen sie 2010 intensiv nach neuen
Anlagemöglichkeiten für die aufgestaute Liquidität. Insbesondere für
so genannte opportunistische Investoren, die auf die Übernahme
notleidender Investments spezialisiert sind, haben sich im
vergangenen Jahr nicht die von vielen Marktteilnehmern erwarteten
Investitions-möglichkeiten ergeben", erläutert Brücken.

Büroraum in München, Wohnungen in Berlin

Während sich alle analysierten deutschen Städte durch eine
vergleichsweise stabile Renditeentwicklung auszeichnen, unterscheiden
sich die Immobilienmärkte im Detail zum Teil erheblich von einander.
München ist nicht nur der europaweit attraktivste Immobilienstandort,
die Ertragsperspektiven für die Stadt haben sich gegenüber 2009 auch
weiter verbessert (Note 5,61 gegenüber 5,51 im Vorjahr). Die
befragten Investoren bevorzugen in München Büroobjekte. Gut jeder
Dritte (33,8 Prozent) würde vor allem in diesem Segment aktiv werden.
Auch Einzelhandelsimmobilien (29,6 Prozent) und Wohnraum (21,8
Prozent) gelten als attraktiv.

In Hamburg haben sich die Renditeaussichten gegenüber 2009 leicht
von 5,41 auf 5,38 verschlechtert, dennoch bleibt die Stadt im
europäischen Vergleich ein Top-Standort. Bevorzugte Investments sind
neben Logistikimmobilien Einzelhandelsobjekte (29,9 Prozent), zu
Büro- und Wohnimmobilien würden jeweils gut 22 Prozent der Befragten
raten.

Berlin profitiert nach Ansicht der Immobilienexperten von seinem
Image als Kultur-metropole und der hohen Anziehungskraft für private
Investoren. Eine Investition in Wohnraum empfehlen 30,6 Prozent der
Befragten. Dies ist der höchste Wert für diese Immobilienkategorie im
Vergleich aller europäischen Städte. In Büros würden demgegenüber nur
knapp 16 Prozent bevorzugt investieren.

Frankfurt konnte sich im Vorjahresvergleich zwar in den Top-Ten
halten, leidet aber nach Einschätzung vieler Befragter unter der
starken Abhängigkeit vom Finanzsektor. Die Folgen sind fallende
Mieten und steigende Leerstände. Auf der anderen Seite eröffnen sich
längerfristig orientierten Anlegern Kaufgelegenheiten. Insgesamt
bleiben Büroflächen für die relativ meisten Befragten (35,4 Prozent)
die bevorzugten Investitionsobjekte in der Main-Metropole, während
gut 30 Prozent eher im Einzelhandelssegment investieren würden.

Europas Top-Ten-Märkte

Rang 2010* Stadt Bewertung der Ertragsperpektiven**
1 (1) München 5,61

2 (5) London 5,52

3 (2) Hamburg 5,38

4 (8) Paris 5,32

5 (3) Istanbul 5,14

6 (17) Wien 5,09

7 (9) Berlin 5,05

8 (18) Mailand 4,98

9 (10) Frankfurt 4,93

10 (13) Warschau 4,89

*Rang 2009 in Klammern ** Durchschnittsnote auf einer Skala von 1
("katastrophal") bis 9 ("hervorragend")

Alexander Otto, Vorsitzender von ULI Europe und CEO der ECE
Projektmanagement kommentiert: "Die Studie von ULI und PwC spiegelt
den allgemeinen Trend wider. Die europäische Wirtschaft ist dabei,
sich zu erholen, doch der Prozess wird langsam und uneben sein. Wie
sich die Werte dabei entwickeln ist abhängig davon, wie sich Europa
wirtschaftlich im weltweiten Wettbewerb schlägt."

Redaktionshinweis:

Die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist
in Deutschland mit rund 9.000 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen
von rund 1,37 Milliarden Euro eine der führenden Wirtschaftsprüfungs-
und Beratungsgesellschaften. An 28 Standorten arbeiten Experten für
nationale und internationale Mandanten jeder Größe.
PricewaterhouseCoopers bietet Dienstleistungen an in den Bereichen
Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahe Dienstleistungen (Assurance),
Steuerberatung (Tax) sowie Deals und Consulting (Advisory).

The Urban Land Institute ( www.uli.org ) is a global nonprofit
education and research institute supported by its members. Its
mission is to provide leadership in the responsible use of land and
in creating and sustaining thriving communities worldwide.
Established in 1936, the Institute has nearly 33,000 members
representing all aspects of land use and development disciplines.

Originaltext: PwC PriceWaterhouseCoopers
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/8664
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_8664.rss2

Pressekontakt:
Karim Schäfer
PricewaterhouseCoopers AG WPG
Presseabteilung
Tel.: (069) 95 85 - 5435
E-Mail: karim.schaefer@de.pwc.com
www.pwc.de




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