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Die Frauenzeitschrift WOMAN berichtet über aktuellen Trend in Deutschlands Beziehungen: Frisch getrennte Paare leben weiter zusammen
Geschrieben am 06.08.2006 - [Nächster Artikel] |
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Hamburg (ots) - Immer mehr Paare, die sich gerade getrennt haben, leben dennoch weiter unter dem gemeinsamen Dach - aus Kostengründen. Über diesen Trend berichtet die Frauenzeitschrift WOMAN in ihrer neuen Ausgabe (Erscheinungstermin 8. August 2006).
Aktuelle Statistiken belegen, dass rund 10 000 Paare unter den Scheidungswilligen im Trennungsjahr noch in der gemeinsamen Ehewohnung ausharren, Tendenz steigend. Verlässliche Zahlen darüber, wie viele der insgesamt 2,4 Millionen deutschen Paare ohne Trauschein getrennt sind und doch zusammenwohnen, gibt es noch nicht.
Aber Britta Siegmund, Scheidungsanwältin in Berlin und Sprecherin des Vereins Humane Trennung und Scheidung, bestätigt gegenüber WOMAN, dass immer mehr solcher Paare ihre Kanzlei aufsuchen: "Viele haben Immobilien im Umland erworben und wollen sich aus Kostengründen nicht endgültig trennen. Die Immobilie ist erst in zehn, zwanzig Jahren abbezahlt, und die finanzielle Belastung wurde so kalkuliert, dass beide zusammenleben."
Schuld sei auch die unsichere Arbeitsmarktsituation. Frauen arbeiten wegen kleiner Kinder gar nicht oder Teilzeit, können sich das Haus oder die Eigentumswohnung allein nicht leisten. Britta Siegmund: "Und der Partner kann nicht vorhersehen, ob er auch in einem Jahr noch über sein jetziges festes Einkommen verfügt."
In Internetforen tauschen sich Betroffene anonym über ihr Leben getrennt zu zweit aus. "Zwei Jahre mit dem Ex in derselben Wohnung", gesteht zum Beispiel eine Frau im Netz, "und ich bin nervlich fertig. Ich habe kein Privatleben, kann keinen Besuch empfangen, schon gar nicht von Männern. Klar, ich hätte das per Anwalt durchsetzen können - aber das hätte noch mehr Ärger gegeben."
Diese Meldung ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.
Originaltext: Gruner+Jahr, WOMAN Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=50528 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_50528.rss2
Rückfragen:
Sabine Franz, Redaktion WOMAN, Tel. 040/3703-7579, Fax 040/3703-5829
MPR, Frauke Annuß, Tel: 040-36 98 63-14, E-Mail: annuss@m-pr.de
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