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WAZ: Starkes Signal von der Insel - Kommentar von Stefan Schulte

Geschrieben am 09-12-2009

Essen (ots) - Aus vollem Herzen und mit einigem Recht haben wir
Kontinentaleuropäer auf die angelsächsischen Finanzjongleure
geschimpft, die den Rest der Welt mit in die Krise gerissen haben.
Der von Immobilienhaien in den USA ausgelöste Crash traf die Briten
besonders hart, weil auch dort ein traditionell wirtschaftsliberaler
Staat die Märkte sich selbst überlassen hatte. Das Ergebnis ist
bekannt.
Doch so sehr die Briten bis dahin auf die Selbstheilungskräfte der
Märkte vertraut haben, so entschieden wollen sie nun die alten
Mechanismen durchbrechen. Die virtuelle Geldvermehrung durch dubiose
Wettgeschäfte war ja System. Wer Händler zum Großteil über Boni für
möglichst schnelle und hohe Gewinne bezahlt, bekommt die Blasen, die
er verdient. Anlagen in reale Wirtschaftsgüter werfen derlei Renditen
nicht ab. Künstlich aufpumpen lassen sich Papiere am besten, wenn
ihre Käufer möglichst wenig über sie wissen - siehe
Lehman-Zertifikate. Dass die Briten nun Banker-Boni zur Hälfte
einkassieren wollen, ist ein starkes Signal von der Insel. Der
Kontinent sollte genau hin- und vielleicht auch abschauen.

Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/55903
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Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de


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