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Rund 1,4% aller Haushalte erhielten Ende 2008 Wohngeld

Geschrieben am 03-12-2009

Wiesbaden (ots) - Am Jahresende 2008 erhielten nach Angaben des
Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Deutschland rund 569 000
Haushalte Wohngeld. Das entsprach 1,4% aller privaten Haushalte
(2007: 1,5%). Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der
Empfängerhaushalte um 1,9% zurück.

Wohngeld ist ein von Bund und Ländern je zur Hälfte getragener
Zuschuss zu den Wohnkosten. Dieser wird - gemäß den Vorschriften des
Wohngeldgesetzes - einkommensschwächeren Haushalten gewährt, damit
diese die Wohnkosten für angemessenen und familiengerechten Wohnraum
tragen können.

In den neuen Ländern (ohne Berlin) wird Wohngeld rund doppelt so
häufig in Anspruch genommen wie im früheren Bundesgebiet (mit
Berlin): Am Jahresende 2008 bezogen 2,5% aller ostdeutschen
Privathaushalte und 1,2% aller westdeutschen Privathaushalte
Wohngeld. Am häufigsten waren die privaten Haushalte in
Mecklenburg-Vorpommern (3,3%) sowie Sachsen (2,9%) auf Wohngeld
angewiesen. Am seltensten nahmen die Privathaushalte in Bayern (0,9%)
sowie in Baden-Württemberg und Hessen (je 1,0%) entsprechende
Leistungen in Anspruch.

Gut die Hälfte (54%) aller Wohngeldempfänger führte einen
Einpersonenhaushalt. 14% der Wohngeldempfänger lebten in einem
Zwei-Personen-Haushalt, 8% in einem Drei-Personen-Haushalt. In 24%
der Empfängerhaushalte wohnten vier oder mehr Personen.

90% der Empfängerhaushalte erhielten 2008 ihr Wohngeld als
Mietzuschuss, die restlichen 10% als Lastenzuschuss, das heißt als
Zuschuss zu den Aufwendungen für Kapitaldienst und Bewirtschaftung
ihres Eigentums. Der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch
lag bei 88 Euro: Den Empfängerhaushalten von Mietzuschuss wurden
durchschnittlich 85 Euro im Monat an Wohngeld ausgezahlt, den
Empfängerhaushalten von Lastenzuschuss durchschnittlich 113 Euro. Die
monatliche Bruttokaltmiete der Empfänger von Mietzuschuss betrug Ende
2008 durchschnittlich 6,10 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, die
monatliche Belastung der Lastenzuschussempfänger lag mit
durchschnittlich 4,31 Euro je Quadratmeter Wohnfläche niedriger.

Neben den rund 569 000 "reinen" Wohngeldhaushalten gab es Ende
2008 in Deutschland noch rund 52 000 wohngeldrechtliche Teilhaushalte
in so genannten "Mischhaushalten". Dies entspricht einer Verdoppelung
der "Mischhaushalte" gegenüber dem Vorjahr (2007: 26 122). Dabei
handelt es sich um Haushalte, in denen Empfänger von staatlichen
Transferleistungen, die nicht selbst wohngeldberechtigt sind, mit
Personen zusammen leben, die wohngeldberechtigt sind.

Die Gesamtausgaben für das Wohngeld - also für "reine"
Wohngeldhaushalte und "Mischhaushalte" zusammen - betrugen im Jahr
2008 bundesweit rund 750 Millionen Euro. Dies entspricht einem
Rückgang um knapp ein Fünftel (18,8%) gegenüber dem Vorjahr.

Im Jahr 2004, dem Jahr vor Inkrafttreten des Vierten Gesetzes für
moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt ("Hartz IV") und den damit
verbundenen Änderungen wohngeldrechtlicher Bestimmungen zum 1. Januar
2005, beliefen sich die Ausgaben für das Wohngeld auf 5,18 Milliarden
Euro; damals bezogen noch 3,5 Millionen Haushalte Wohngeld. Durch die
Reform entfällt für Empfänger staatlicher Transferleistungen (zum
Beispiel Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Hilfe zum Lebensunterhalt,
Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung,
Asylbewerberleistungen) sowie Mitglieder ihrer Bedarfsgemeinschaft
das Wohngeld. Die angemessenen Unterkunftskosten der Empfänger dieser
Transferleistungen werden seitdem im Rahmen der jeweiligen
Sozialleistungen berücksichtigt. Mit der von Bundestag und Bundesrat
zum 1. Januar 2009 beschlossenen Wohngeldreform sind
Leistungsverbesserungen für die Wohngeldbezieher verbunden; auch wird
sich die Zahl der wohngeldberechtigten Haushalte wieder erhöhen.

Eine Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung
unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Carola Müller,
Telefon: (0611) 75-8149,
E-Mail: sozialhilfe@destatis.de

Originaltext: Statistisches Bundesamt
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/32102
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_32102.rss2

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Telefon: (0611) 75-3444
E-Mail: presse@destatis.de


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