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Deutsche Marine - Pressemeldung: Franke bricht Tauchrekord - Minentaucher spendet Erlös für Minenopfer

Geschrieben am 11-09-2009

Glücksburg (ots) -

- Querverweis: Bildmaterial ist abrufbar unter
http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs -

Dahab - Die Arbeit von Andreas Güldner ist eigentlich schon
spannend genug: Als Minentaucher der Deutschen Marine beseitigt der
Bootsmann unter Wasser Minen und Munition. Doch auch in seiner
Freizeit springt der 23-jährige Nürnberger gerne ins kühle Nass.
Güldner ist Freitaucher. In dieser Disziplin sind weder Atemgeräte
noch Gewichte zugelassen. Güldner taucht mit eigener Kraft und einer
Monoflosse an den Füßen. Im ägyptischen Dahab hat der sportliche
Franke Anfang August seinen eigenen deutschen Rekord im Tieftauchen
eingestellt: Er verbesserte diesen von 71 auf 72 Meter.

Für einen guten Zweck

Andreas Güldner ist stolz auf seinen neuen deutschen Rekord. Er
wird in Taucherkreisen auch "der tiefste Deutsche" genannt. Für ihn
steht aber nicht die Jagd nach neuen Bestmarken im Vordergrund: "Man
kann im Leben nicht nur nehmen, man muss auch geben können". Er wolle
helfen - gerade weil er 2006 in Ägypten einen Bombenanschlag
miterlebt hatte. Damals wurden zwei seiner Freunde schwer verletzt.
Es war der wohltätige Zweck, der Anlass dieses neuen Tiefenrekords
war. "Ich habe gesehen, was Sprengstoff anrichten kann", so Güldner.
Deshalb spendete seine Sponsorengelder von über 2000 Euro der
Minenopferstiftung Sankt Barbara. Die Stiftung - benannt nach der
Schutzheiligen der Feuerwerker und Kampfmittelräumer - unterstützt
Krankhäuser und betreut die Ausbildung von Minenräumern weltweit.

Training und Gelassenheit

Wie hat sich Güldner auf seinen Rekord vorbereitet? "Um solche
enormen Tiefen erreichen zu können, muss sich die Lunge im Training
erst an den Druck gewöhnen", so der Bootsmann. Wochen vorher hatte
der junge Minentaucher angefangen, sich auf den Rekordversuch
vorzubereiten. Immer wieder drei Tage Training, einen Tag Pause.
Zunächst nahm er in Angriff, 65 Meter tief zu tauchen und legte jedes
mal zwei bis drei Meter drauf. Doch nur einmal am Tag durfte er einen
Maximalversuch unternehmen, um die Belastung für die Lunge in Grenzen
zu halten und die Taucherkrankheit zu vermeiden. "Vor einem
Tauchversuch, muss ich zuerst meine Herzfrequenz auf 12 bis 14
Schläge pro Minute senken", sagt Güldner. Diesen Zustand erreicht er
nur durch yogaähnliche Übungen. Fast wäre der Rekordversuch geplatzt:
In der Nacht vor dem Tauchgang hatte er einen Motorradunfall. "Am
nächsten Tag haben die Beine geschmerzt, weil die Haut aufgeschürft
war. Zudem war ich nervös, aber es hat geklappt", sagt der junge
Taucher erleichtert.
Kurz vor dem Tauchgang ereilte Güldner noch eine gute Nachricht aus
Deutschland, die ihn zusätzlich motivierte: Am Telefon war sein
Vorgesetzter, der ihn ad hoc ins Stillgestanden stellte und zum
Bootsmann beförderte.

Die Ausbildung zum Minentaucher

Was fasziniert Güldner an seinem Beruf? "Für mich ist es etwas
Besonderes, Minentaucher zu sein", erwähnt Güldner nicht ohne Stolz.
Er ist einer von Wenigen, die es geschafft haben, die harte, fast
vierjährige Ausbildung zum Minentaucher erfolgreich zu bestehen.
Zurzeit besucht Bootsmann Güldner einen Zusatzlehrgang, in dem er zum
Meister seines Faches ausgebildet wird. Er ist dann "Fachkundiger für
Munition", wie es im Marinejargon heißt. Die Ausbildung in Aachen
dauert elf Monate und umfasst Fächer wie der Chemie, Physik und
Mathematik oder Ballistik. Neben den Grundlagen werden einzelne
Minentypen behandelt. Danach geht es für den jungen Unteroffizier
wieder nach Eckernförde, dem Heimatstützpunkt der Spezialisierten
Einsatzkräfte Marine. Dort wird er im Rahmen der
Tauchereinsatzausbildung seine Kenntnisse als Meister erweitern. "Man
muss aber kein Rekordhalter sein, um bei den Minentauchern
anzufangen", sagt Güldner schmunzelnd. "Aber man sollte sportlich und
geistig fit sein und das Tauchen mögen."

Leidenschaft färbt auch auf andere ab

Güldners Berufung färbt ab: "Als ich die Ausbildung zum
Minentaucher begann, hatte meine Mutter ein wenig Angst um mich. Doch
mittlerweile habe ich sie mit der Faszination der Taucherei
angesteckt und sie hat selbst mit dem Tauchen angefangen", grinst
Andreas Güldner. Unter seinen Freunden genießt "Andy", wie er genannt
wird, hohes Ansehen. Einige von ihnen spielen schon mit dem Gedanken,
selbst einmal das Tauchen auszuprobieren.
Autor: Florian Schmidt

Weitere Informationen unter www.presseportal.de, www.marine.de und
www.Minentaucher.net

Hinweis für Journalisten: Bewegte Bilder zum Rekordtauchgang
finden Sie auf der Homepage von Andreas Güldner unter:
www.andreasgueldner.de oder unter:
http://www.youtube.com/watch?v=b1qKzr5ahBo

Sie wollen mit Bootsmann Güldner reden? Wir stellen den Kontakt
her.

Originaltext: Presse- und Informationszentrum Marine
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/67428
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_67428.rss2

Pressekontakt:
Presse- und Informationszentrum Marine
Telefon: 04631 - 666 - 4413
piz@marine.de


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