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Prädikat besonders wertvoll für Lars von Triers umstrittenes Meisterwerk ANTICHRIST

Geschrieben am 01-09-2009

Wiesbaden (ots) - Mitte September startet der lang erwartete
ANTICHRIST in den deutschen Kinos, den die Filmbewertungsstelle (FBW)
als ein "mutiges Werk über die Abgründe der menschlichen Natur" mit
dem höchsten Prädikat auszeichnete. Regisseur Lars von Trier habe mit
seiner eigenwilligen, symbolischen Bildsprache einen filmischen
Albtraum inszeniert, der zwar nichts für zarte Gemüter sei, aber ein
beeindruckendes Filmwerk. "Innovativ, überwältigend, verstörend", so
die FBW zur Begründung.

Zeitgleich laufen in den deutschen Kinos an: der hochaktuelle und
packende Politthriller STURM - Prädikat besonders wertvoll - und das
historische Drama BERLIN '36 - Prädikat wertvoll. Die FBW vergab die
höchste Auszeichnung für die internationale Koproduktion von
Regisseur Hans-Christian Schmid: "STURM ist ein gefühlvoller und
wachrüttelnder Film, den man sich nicht entgehen lassen sollte."
BERLIN '36 sei neben den aufschlussreichen Einblicken in die
NS-Kriegspropaganda auch wegen der deutschen Nachwuchstalente
Karoline Herfurth und Sebastian Urzendowsky besonders sehenswert.

Außerdem zu sehen ist ab dieser Woche das außergewöhnliche Drama
TEARS OF APRIL - DIE UNBEUGSAME, das von der Filmbewertungsstelle das
begehrte Prädikat besonders wertvoll erhielt. Diese spannend
inszenierte Geschichte um den finnischen Bürgerkrieg 1918 erhielt die
Annerkennung der FBW durch die "Tiefe und Vielschichtigkeit der
Charaktere und ihre beinahe nüchterne Inszenierung, das perfekt
aufgebaute Drehbuch ohne Sentimentalität und die zum Teil fast
dokumentarisch wirkenden Bilder".

Prädikatsfilme vom 03.09. - 10.09.2009

TEARS OF APRIL - DIE UNBEUGSAME (03.09.2009 / Venus Film)

Die willensstarke Anführerin eines Roten Frauenbataillons überlebt
den Angriff und die sexuellen Misshandlungen durch bürgerliche
Weißgardisten mit Hilfe eines jungen Soldaten, der sie vor ein
ordentliches Gericht bringen möchte. Doch der Richter entpuppt sich
als gefährlicher Zyniker. Basierend auf historischen Ereignissen um
das Jahr 1919 schildert diese eindrucksvolle Geschichte das
menschliche Verhalten in Ausnahmesituationen. Die Tiefe und
Vielschichtigkeit der Charaktere und ihre beinahe nüchterne
Inszenierung, das perfekt aufgebaute Drehbuch ohne Sentimentalität
und die zum Teil fast dokumentarisch wirkenden Bilder erzeugen eine
besondere Wirkung, die noch lange nachhallt. Ohne Einschränkung
besonders empfehlenswert!

ANTICHRIST (10.09.2009 / MFA+ FilmDistribution)

ANTICHRIST ist ein mutiges Werk über die Abgründe der menschlichen
Natur. Nach dem Unfalltod ihres Sohnes ziehen sich die Eltern in eine
Waldhütte zurück, wo der Mann als Therapeut seine Frau von ihren
Schmerzen befreien und durch ihre Angstzustände hindurch führen will.
Von Beginn an wird der Betrachter von einem unheilvollen Sog in die
Geschichte gezogen, der das unvermeidliche Drama vorwegnimmt: einen
existentiellen Kampf, der sich bis zum Äußersten steigert. Regisseur
Lars von Trier konstruiert mit eigenwilliger symbolischer Bildsprache
und einer Untermalung von bedrohlichen Klängen einen filmischen
Albtraum, aus dem der Zuschauer mit großem Schrecken erwacht. Nichts
für zarte Gemüter, aber ein beeindruckendes Filmwerk: innovativ,
überwältigend, verstörend.

BERLIN '36 (10.09.2009 / X Verleih)

Das politische Klima zur Olympiade 1936 in Berlin brodelt.
Sportler wie Gretel Bergmann, die jüdische Favoritin im Hochsprung,
und Marie, ihre Konkurrentin mit bitterem Geheimnis, werden von den
NS-Mächten bereits für ganz andere Zwecke instrumentalisiert.
Regisseur Kaspar Heidelbach fügt die unbegreiflichen und doch wahren
Begebenheiten um zwei Außenseiter, die unabhängig sein und ihre
sportlichen Leistungen unter Beweis stellen möchten, zu einem ebenso
berührenden wie aufschlussreichen Einblick auf eine etwas andere
Facette der Kriegspropaganda zusammen. In diesem auf Tatsachen
basierenden Spielfilm beweisen die beiden deutschen Nachwuchstalente
Karoline Herfurth und Sebastian Urzendowsky darüber hinaus ihr großes
Können in ihren komplexen Rollen.

STURM (10.09.2009 / Piffl Medien)

Der packende Politthriller erzählt die authentische Geschichte
einer ambitionierten Staatsanwältin, die einem jugoslawischen
Kriegsverbrecher, der zahllose Frauen auf dem Gewissen hat, am
internationalen Gerichtshof in Den Haag den Prozess machen will.
Trotz dessen unbestrittener Schuld bauen sich extreme Widerstände
gegen eine Anklage auf. Dieser aufwühlende Film zeigt die politischen
Verstrickungen und die Machtlosigkeit der Menschen, die Gerechtigkeit
fordern. Durch seinen starken dokumentarischen Ansatz, unterstreicht
er noch die beklemmend aktuelle Brisanz. Fröstelnd blasse und kühle
Bilder illustrieren die Gleichgültigkeit der politischen Maschinerie
und die düstere Stimmung vermittelt eine passende, beunruhigende
Atmosphäre. STURM ist ein gefühlvoller und wachrüttelnder Film, den
man sich nicht entgehen lassen sollte.

Originaltext: Filmbewertungsstelle Wiesbaden
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/9113
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_9113.rss2

Pressekontakt:
Filmbewertungsstelle (FBW)
Rheingaustraße 140, 65203 Wiesbaden
Telefon: 0611-966004-0
Telefax: 0611-966004-11
e-mail: film@fbw-filme.de
http://www.fbw-filme.de


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