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EnBW legt Konzernjahresabschluss für das Geschäftsjahr 2005 vor

Geschrieben am 07.03.2006 - [Nächster Artikel]

Karlsruhe (ots) -

- EnBW-Dividende soll um 25 Prozent steigen
- Vor-Steuer-Ergebnis überspringt erstmals in der
Konzerngeschichte eine Milliarde Euro
- Konzernüberschuss steigt um 64 %
- Nach Rekordergebnis soll höchste Dividende in der
Konzerngeschichte folgen

Das nach einem ersten Ergebnisüberblick vom 19. Januar 2006
erwartete Rekordergebnis der EnBW Energie Baden-Württemberg AG für
das Geschäftsjahr 2005 hat sich bestätigt. Der Aufsichtsrat hat am
20. Februar 2006 den vom EnBW-Vorstand aufgestellten Konzernabschluss
gebilligt, der damit festgestellt ist. Danach konnte die EnBW ihren
Konzernüberschuss im Vergleich zum Vorjahreswert* um 64,1 Prozent auf
521,6 Millionen Euro steigern. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erhöhte
sich im Jahr 2005 um 42,4 Prozent auf 1,081 Milliarden Euro. Der
Gewinn vor Steuern stieg damit erstmals in der Konzerngeschichte der
EnBW über die Milliardengrenze.

„Aufgrund unserer konsequenten Umsetzung des
Kostensenkungsprogramms TOP FIT, geringerer Abschreibungen und eines
stark verbesserten Finanzergebnisses ist es gelungen, das Ergebnis
vor Steuern von 2003 bis 2005 innerhalb von nur zwei Jahren von einem
Verlust von knapp 1,1 Milliarden Euro in einen Gewinn annähernd
gleicher Höhe zu verwandeln. Aufgrund der positiven Entwicklung des
Konzerns werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine
Dividendenerhöhung vorschlagen: Wir wollen für das Jahr 2005 dabei
0,88 Euro je berechtigter Aktie ausschütten. Dies wäre zum zweiten
Mal in Folge die höchste Dividende in der Geschichte des Konzerns und
entspricht einer Dividendenerhöhung um 25 Prozent", so Prof. Dr. Utz
Claassen, Vorsitzender des EnBW-Vorstands.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) verbesserte sich von
1,243 Milliarden Euro um 6,1 Prozent auf 1,319 Milliarden Euro. Das
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte
mit einem Wert von 2,054 Milliarden Euro einen historischen
Höchststand im Bereich der fortzuführenden Aktivitäten.


* Zahlen der Vergleichsperiode u. a. aufgrund rückwirkender
Änderungen bilanzieller Sachverhalte gemäß IFRS angepasst.

Gleichzeitig zur deutlichen Ergebnisverbesserung konnte die EnBW
ihre Konzernverschuldung reduzieren und die Eigenkapitalquote weiter
verbessern. „In Folge des positiven Ergebnisses sowie in Folge des
Verkaufs eigener Aktien erhöhte sich die bilanzielle
Eigenkapitalquote des EnBW-Konzerns von 10 Prozent Stand 31.12.2004
auf 13,2 Prozent. Die Nettofinanzschulden konnten abermals gesenkt
werden. Betrugen sie Ende 2004 noch 3,94 Milliarden Euro, lagen sie
Ende 2005 nur noch bei 3,28 Milliarden Euro und damit um 16,6 Prozent
unterhalb des Vorjahreswertes", erläutert Dr. Christian Holzherr,
Finanzvorstand der EnBW.

Deutlich zulegen konnte die EnBW auch beim Umsatz. Im Jahr 2005
stieg der Konzernumsatz um 18 Prozent auf insgesamt 10,77 Milliarden
Euro. Die Umsatzerlöse im Geschäftsfeld Strom stiegen um 15 Prozent
auf 8,15 Milliarden Euro. Dieser Anstieg ist unter anderem auf
gestiegene Umsätze der EnBW-Tradinggesellschaft zurückzuführen. In
nur sehr geringem Umfang tragen die aufgrund erhöhter
Kostenbelastungen gestiegenen Strompreise zur Ergebnisverbesserung
bei. Der Gasumsatz erhöhte sich um 36,4 Prozent auf 2,1 Milliarden
Euro. Bereinigt um Konsolidierungseffekte aus dem Erwerb der ENSO
Erdgas GmbH erhöhte sich der Gasumsatz um 25,4 Prozent. Neben in
Folge von erhöhten Vorlieferantenpreisen gestiegenen
Gasbezugspreisen, die von der EnBW an Ihre Endkunden weitergegeben
wurden, trugen auch deutlich erhöhte Umsatzerlöse der EnBW-
Tradinggesellschaft zum Anstieg des gesamten Gasumsatzes erheblich
bei. Die Umsatzerlöse im Geschäftsfeld Energie- und
Umweltdienstleistungen erhöhten sich um 4,6 Prozent auf 517,4
Millionen Euro.

„Zu Beginn unseres Sanierungs- und Neuausrichtungsprozesses hätte
man diese - auch im Wettbewerbsvergleich - ungewöhnlich erfreuliche
Entwicklung nicht für möglich zu halten gewagt. Sie ist untermauert
von inhaltlicher Substanz und klaren Werten und Wertorientierungen,
das heißt, es gibt eine nachvollziehbare Konsistenz zwischen unserer
Vision, unserem Unternehmensleitbild, unserem Markenleitbild, unseren
strategischen und finanziellen Planungen bis hin zu unseren
operativen Maßnahmenplänen. Aufbauend auf unserer Ergebnisstärke und
in Verbindung mit unserer Innovationsstärke wollen wir nun mit
organischem und akquisitorischem Wachstum unsere Position im Markt
weiter verbessern", so Claassen.

Bereits im Geschäftsjahr 2005 erhöhte die EnBW ihre Investitionen
um 31 Prozent auf insgesamt 547 Millionen Euro. Rund 65 Prozent der
Investitionen wurde im Geschäftsfeld Strom getätigt, insbesondere im
Ausbau der Kraftwerke und der Verteilungsanlagen. In 2005 erhöhte die
EnBW zudem ihren Aktienanteil an der Energieversorgung
Niederösterreich (EVN) von rund 13 auf knapp 30 Prozent. Durch den
Erwerb des 15-prozentigen Anteils der RWE Energy AG an der
tschechischen Prazska energetika Holding a.s. erhöhte die EnBW ihren
Anteil an der Prazska energetika Holding a.s. von 34 Prozent auf
nunmehr 49 Prozent. Die Prazska energetika Holding a.s. ist mit 51
Prozent Mehrheitsaktionär am Prager Energieunternehmen Prazska
Energetika a.s..

Neben einer finanzorientierten Rechnungslegung betrachtet die EnBW
ein stringentes Wissensmanagement als einen wichtigen Faktor des
unternehmerischen Erfolgs. Für das Jahr 2005 hat die EnBW daher
erstmals eine Wissensbilanz für den Konzern erstellt. Erstmals wurde
dieses Thema auch in den Geschäftsbericht aufgenommen.


Eine weitere Vorreiterrolle hat die EnBW bei der Einführung eines
Umweltmanagementsystems inne. Als erstes unter den großen
Energieversorgungsunternehmen hat die EnBW ein konzernweites
Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 eingeführt.



EnBW-Konzern Januar bis Dezember 2005 im Überblick:


In 2005 2004* Veränderungen in %

Umsatz

Strom Mio. EUR 8.150,2 7.088,9 + 15,0
Gas Mio. EUR 2.101,7 1.540,6 + 36,4
Energie- und Umwelt-
Dienstleistungen Mio. EUR 517,4 494,8 + 4,6

Außenumsatz gesamt Mio. EUR 10.769,3 9.124,3 + 18,0
EBITDA Mio. EUR 2.054,3 2.044,5 + 0,5
EBIT Mio. EUR 1.318,5 1.242,5 + 6,1
EBT Mio. EUR 1.080,8 759,1 + 42,4
Ergebnis aus
fortzuführenden
Aktivitäten Mio. EUR 522,5 357,7 + 46,1
Konzernüberschuss Mio. EUR 521,6 317,8 + 64,1
Ergebnis je Aktie (1) EUR 2,17 1,57 + 38,2
Operating Cashflow Mio. EUR 1.329,9 1.545,7 - 14,0
Free Cashflow Mio. EUR 1.070,6 1.330,8 - 19,6
Investitionen in
immaterielle
Vermögensgegenstände
und Sachanlagen Mio. EUR 547,0 417,7 + 31,0
Return on Capital
Employed (ROCE) % 13,4 11,7 + 14,5
Kapitalkostensatz
(WACC) vor Steuern % 9,0 9,0 --
Durchschnittliches
Capital Employed Mio. EUR 9.353,7 9.400,8 - 0,5
Wertbeitrag Mio. EUR 407,5 251,9 + 61,8


* Zahlen der Vergleichsperiode u. a. aufgrund rückwirkender
Änderungen bilanzieller Sachverhalte gemäß IFRS angepasst.

(1) aus Konzernüberschuss

EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Unternehmenskommunikation

Originaltext: EnBW Energie Baden Württemberg AG
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=12866
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_12866.rss2
ISIN: DE0005220008


EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Unternehmenskommunikation
Durlacher Allee 93
76131 Karlsruhe
Telefon: +49 (07 21) 63-1 43 20
Telefax: +49 (07 21) 63-1 26 72
Presse@enbw.com
www.enbw.com
 
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