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art 8/09: Subversive Kunst - Kassenschlager der Kunstgeschichte

Geschrieben am 24-07-2009

Hamburg (ots) - Subversive Kunst steht für Überraschungseffekte,
Täuschungsmanöver und Desinformation, Sabotage, Zweckentfremdung und
Überidentifikation. Das Kunstmagazin art stellt in seiner aktuellen
Ausgabe die neue Politkunst und einige ihrer Vertreter vor.

Die Schöpfungsgeschichte der Moderne ist eine Geschichte radikaler
Kulturkämpfer und kriegerischer Rhetorik, so hat sich die subversive
Kunst ihre Taktik von Guerillakriegen abgeschaut. Als aktuelles
Zeitgeistphänomen ist die Subversion zu einer einfachen
Kommunikationsmethode geworden, dessen Hauptanliegen die
Selbstinszenierung darstellt. Selbst die Industrie betreibt
Guerillamarketing, indem sie Street-Artists engagiert, die ihre
Slogans illegal sprühen. Subversion ist der Kassenschlager der
Kunstgeschichte.

Die Grenzen zwischen der politisch-revolutionären und
künstlerisch-aventgardistischen Subversion sind fließend. So wird zum
Beispiel nationalsozialistische Ästhetik parodiert, um die
Identifikationsmerkmale der rechten Szene zu zerstören. Die Künstler
verhalten sich wie Parasiten, indem sie den Organismus mit
Leidenschaft attackieren, um ein wenig Chaos in die Ordnung zu
bringen. Durch den ungebrochenen Wunsch nach mehr Authentizität und
Intensität zeigt sich, dass der Kapitalismus die Sehnsucht nach
Rebellion nicht auszulöschen vermag.

Laut Ruppe Koselleck, einem Subversions-Künstler, stellt diese
eine andere, mögliche Version oder Vision der Wirklichkeit dar.
Subversions-Künstler sind Künstler, die nicht nur die Gegenwart
reflektieren, sondern auch für eine andere Zukunft kämpfen.

Originaltext: Gruner+Jahr, art
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/7370
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_7370.rss2

Pressekontakt:
Kurt Otto
Leiter Marktkommunikation stern/GEO/art
20444 Hamburg
Telefon +49 (0) 40 / 37 03 - 38 10
Telefax +49 (0) 40 / 37 03 - 56 17
E-Mail otto.kurt@guj.de
Internet www.art-magazin.de


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