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Innovationszentrum Kohle: Wirtschaftsministerin Thoben nimmt Versuchsanlage zur optimierten Rauchgasreinigung in Betrieb

Geschrieben am 10-07-2009

Essen/Köln (ots) -

- Innovative REAplus-Anlage mindert Emissionen und verbessert die
Luftqualität

- RWE Power und AE&E Gruppe investieren 5,5 Millionen
Euro in neue Technologie

RWE Power und die österreichische AE&E Gruppe haben heute die
REAplus, eine Versuchsanlage zur optimierten Rauchgasreinigung, in
Betrieb genommen. Im Innovationszentrum Kohle der RWE Power drückte
die nordrhein-westfälische Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und
Energie, Christa Thoben, gemeinsam mit RWE Power-Vorstand Matthias
Hartung, Dr. Georg Gasteiger, CEO der AE&E Gruppe, und der Bergheimer
Bürgermeisterin Maria Pfordt den "grünen Knopf". Die
Investitionskosten für die
Hochleistungs-Rauchgasentschwefelungsanlage, die in zehn Monaten
errichtet wurde, liegen bei 5,5 Millionen Euro.

"Diese einzigartige Versuchsanlage zur optimierten
Rauchgasreinigung ist richtungsweisende Kraftwerkstechnik. In einer
späteren großtechnischen Umsetzung kann diese Entwicklung dazu
beitragen, die Umwelt bei der Verstromung von Kohle maßgeblich zu
entlasten", sagte Wirtschaftsministerin Christa Thoben.

"Die REAplus ist ein Beleg dafür, dass Forschergeist und
Ideenreichtum gepaart mit dem Willen zur Umsetzung zu Ergebnissen
führen, die vor wenigen Jahren noch unmöglich erschienen", betonte
Matthias Hartung, Vorstandsmitglied der RWE Power. Und weiter: "Wir
wollen mit dieser innovativen Technologie die Belastungen gerade für
die Menschen in unmittelbarer Nähe von Kraftwerken erheblich
mindern." In der Versuchsanlage werden pro Stunde 50.000 Kubikmeter
Rauchgas aus dem BoA-Kraftwerk gereinigt. Dabei kommt ein neuartiges
Wäscherkonzept zum Einsatz, das zudem über die Option einer
integrierten Staubabscheidung verfügt. Ziel ist, sowohl die
Schwefeldioxid-Konzentration als auch die Staubkonzentration deutlich
zu senken, und zwar auf rund ein Zehntel der heutigen
durchschnittlichen Emissionen. Diese Entwicklung hätte positive
Effekte vor allem auf die Umgebung von Kraftwerksstandorten, da sich
hierdurch die Luftqualität verbessern ließe. In einem ersten
Versuchszeitraum bis Mitte 2011 werden die zu erreichenden
Abscheideziele untersucht und die Tauglichkeit für den Dauerbetrieb
erprobt.

Das Vorhaben untermauert die Bedeutung des Innovationszentrums
Kohle. Dort treibt RWE Power insgesamt vier wichtige Projekte voran:
Das von eigenen Ingenieuren entwickelte
Wirbelschicht-Trocknungsverfahren (WTA) für Braunkohle wird in einer
Demonstrationsanlage getestet, in einer Algenkonversionsanlage suchen
Forscher nach neuen Lösungen für die Verwendung von CO2 und die
Pilotanlage einer CO2-Wäsche wird in diesem Sommer in Betrieb
genommen. Für diese Vorhaben investiert RWE Power 90 Millionen Euro.
Matthias Hartung: "Wir gehen vorweg, um die Kohleverstromung
effizienter und klimaverträglicher zu machen." In den
Kohlenkraftwerken der nächsten Generation sollen neue Technologien
wie Carbon Capture and Storage (CCS), also die Abscheidung und
sichere Speicherung von CO2, zur Anwendung kommen. Hartung: "Wir
bedauern sehr, dass es in dieser Legislaturperiode kein CCS-Gesetz
mehr gibt. Eine geeignete Rechtsgrundlage ist jedoch notwendig für
die Entwicklung dieser Klimaschutz-Technologie." Mit der
eingetretenen Verzögerung wird der Zeitplan für das von RWE Power in
Hürth geplante IGCC-Kraftwerk kaum noch einzuhalten sein. Der
Power-Vorstand: "Fördermittel, wie sie die EU-Richtlinie ausdrücklich
vorsieht, sind für die Realisierung der ersten CCS-Demoprojekte aber
zwingend erforderlich."

"Wir sind stolz, mit diesem innovativen Projekt gemeinsam mit RWE
einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz sowie für die Entwicklung
der Kohlendioxid-Abtrennung leisten zu können", freute sich Dr. Georg
Gasteiger, CEO der AE&E Gruppe. Er ergänzte: "Optimierte
Abscheidegrade bei gleichzeitigem effizienten Energieeinsatz haben
bei unseren Anlagen höchste Priorität." Denn ein weiteres wichtiges
Forschungsziel ist es, die CO2-Wäsche, mit der Kohlendioxid aus dem
Rauchgas getrennt und abgeschieden wird, effizienter zu machen und
damit Wirkungsgradverluste des Kraftwerks zu mindern. Gasteiger: "Die
REAplus weist uns den Weg zu einer neuen Technologie, die das
Rauchgas effizienter reinigt und den ersten Prozessschritt für die
zukünftige CO2-Wäsche realisiert. Aktuelle Forschungsaktivitäten der
AE&E Gruppe sind deshalb auch auf die CO2-Wäsche mit innovativen
Waschmedien ausgerichtet. Diese Aktivitäten zeigen, dass wir als
Hersteller energietechnischer Anlagen unsere Verantwortung zur
Reduktion der Emissionen aus fossil gefeuerten Kraftwerken ernst
nehmen."

Originaltext: RWE Power AG
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/25081
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_25081.rss2

Pressekontakt:
Lothar Lambertz
Presse RWE Power
T +49 201-12 23984

Claudia Müller
Pleon Publico (PR-Agentur AE&E)
T +43-1-71786-107


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