Rheinische Post: Anlegerschutz nötig
Geschrieben am 03072009 |
Düsseldorf (ots) - von Georg Winters
Nicht jeder Bankberater in Deutschland macht schlechte Arbeit. Wer das behauptet, betreibt die ebenso beliebte wie unzulässige Pauschalschelte. Auch die Geldbranche leidet unter schwarzen Schafen in ihren Reihen - in Privatbanken, in Sparkassen, in Volksbanken. Aber allein, um diesen schwarzen Schafen genauer auf die Finger zu schauen, war das Gesetz zum besseren Anlegerschutz sinnvoll. Wenn es bei den Anbietern den Sinn dafür schärft, was für ihre Kunden gut ist, dann ist schon einiges gewonnen - auch aus Sicht der Bank. Kunden, die mit dem Produkt zufrieden sind, kommen häufig wieder. Das ist eine Binsenweisheit, aber von einigen in der Branche sträflich vernachlässigt worden. Rückbesinnung auf solch alte Kaufmanns-Prinzipien ist nicht altmodisch, sondern geschäftsfördernd. Die Qualität des Beraters ist wichtig. Deswegen wird aber umgekehrt die Pflicht zum Beratungsprotokoll die Diskussion um Falschberatung nicht verstummen lassen. Denn die Erfahrung lehrt, dass viele Kunden bei der Vielzahl zu leistender Unterschriften nicht mehr genau hinschauen, was sie da eigentlich abzeichnen sollen. Sie wollen eben nicht kontrollieren, sondern ihrem Berater vertrauen können.
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