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Presseerklärung zu den Dopingvorwürfen gegen Claudia Pechstein

Geschrieben am 03072009

Berlin (ots) - Durch ein nicht rechtskräftiges Urteil eines
Schiedsgerichts der International Skating Union (ISU) ist
Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin Claudia Pechstein ohne
Nachweis eines positiven Dopingbefundes zu einer zweijährigen Sperre
verurteilt worden.

Um möglichen Fehlinterpretationen zu diesem Urteilsspruch entgegen
zu treten, haben sich Claudia Pechstein und die Deutsche
Eisschnelllauf Gemeinschaft (DESG) dazu entschlossen, die
Hintergründe öffentlich zu machen.

Der Dopingvorwurf beruht auf angeblich überhöhten
Retikulozytenwerten (Vorläufer der roten Blutkörperchen), die die ISU
im Blutbild der Athletin festgestellt haben will. Damit wird die
ausgesprochene Sperre ausschließlich auf Indizien gestützt. Sämtliche
bei Claudia Pechstein bislang entnommenen Dopingproben hatten einen
negativen Befund. Dadurch unterscheidet sich der Fall maßgeblich von
den aktuellen Dopingfällen insbesondere im Radsport.

In dem Verfahren wurden mehrere Sachverständige zu den
wissenschaftlich noch nicht verlässlich abgesicherten Zusammenhängen
zwischen überhöhten Retikulozytenwerten und Dopingmethoden gehört.
Hierbei stellte sich heraus, dass die erhöhten Werte auf mehrere
Ursachen zurückgeführt werden können, beispielsweise auf eine
genetische Blutkrankheit. Dennoch folgte das rein aus ISU-Mitgliedern
besetzte Schiedsgericht ausschließlich der Anklage.

Claudia Pechstein wird gemeinsam mit der DESG gegen das Urteil
Berufung beim internationalen Sportgerichtshof CAS einlegen. Der
Rechtsanwalt der fünffachen Olympiasiegerin, Simon Bergmann, geht
fest davon aus, dass der Berufung stattgeben wird: "Ein neutrales
Gericht wie der CAS wird auf dieser Tatsachenbasis mit Sicherheit
anders entscheiden müssen und die Sperre aufheben."

Originaltext: Schertz Bergmann Rechtsanwälte
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/62754
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_62754.rss2

Kontakt:
Rechtsanwalt Simon Bergmann Telefon: 030 / 880 01 50 Mobil: 0173 /
205 30 99


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