Bei Blitzschlag vorsorglich ins Krankenhaus / Die Gefahr lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen ist in den ersten 24 Stunden stark erhöht
Geschrieben am 01.07.2009
Baierbrunn (ots) - Wenn der Blitz einschlägt und einen Menschen trifft, ist schnelles Handeln lebensrettend. Auch Laienhelfer sollen nicht zögern, Herz-Lungen-Wiederbelebung zu beginnen. Blitzopfer haben nämlich gute Chancen, das dramatische Geschehen zu überleben. Aber: "Jeder Mensch, den ein Blitz auch nur streift, muss in die Klinik und 24 Stunden überwacht werden", mahnt Dr. Andreas Koeppel, hausärztlicher Internist und in der Bergwachtbereitschaft München aktiv, im "HausArzt-PatientenMagazin". So lange bestehe die Gefahr lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen, selbst wenn sich der Betroffene zunächst wohlfühle. Wer draußen von einem Gewitter überrascht wird, sollte rasch einen Ort finden, an dem er nicht den höchsten Punkt bildet. Das bedeutet: im Gebirge bis unter die Baumgrenze absteigen und im Flachland am besten zwischen Bäumen oder Gebäuden Zuflucht suchen. Wichtig ist, zu Baumstämmen, Felsen oder Hauswänden drei bis fünf Meter Abstand zu halten und niemals flach auf den Boden legen, denn selbst das Erdreich leitet Strom. "Am sichersten ist es, sich in die Hocke zu kauern, die Knie zu umfassen und die Füße möglichst eng zusammenzustellen", empfiehlt der Experte.
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Das "HausArzt-PatientenMagazin" gibt der Deutsche Hausärzteverband in Kooperation mit dem Wort & Bild Verlag heraus. Die Ausgabe 3/2009 wird bundesweit in Hausarztpraxen an Patienten abgegeben.
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