Wissenschaftlich bewiesen: Rabenattrappe vertreibt Tauben vom Balkon / Studie: Untersuchung zur Wirkung von Rabenattrappen auf Stadttauben
Geschrieben am 12072006 |
Hamburg (ots) - Bisher angewandte Methoden zur Abwehr von Stadttauben haben nicht zum gewünschten Erfolg geführt. Tauben werden vergiftet oder mit empfängnisverhütenden Mitteln sterilisiert und das Taubenfüttern wurde verboten. Aber keine Maßnahme gegen die allgemeine Taubenplage hilft wirklich. Elektrodrähte, Spikes, Vernetzung öffentlicher Gebäude hilft punktuell gegen das Niederlassen von Tauben, aber wie schützt man seinen eigenen Balkon?
Not macht erfinderisch. Marc Lenzen hatte in den 80er Jahren zufällig beobachtet, wie ein Taubenschwarm von Touristen gefüttert wurde. Mitten in diesem Schwarm saß auf einem Stein eine Rabenkrähe. Um diese herum war ein taubenfreier Kreis von etwa 2 Metern. Als sie vom Stein hüpfte, öffnete sich der Taubenschwarm vor ihr und schloss sich hinter ihr wieder. Dann vergaß er diese Begebenheit wieder. Als er aber Jahre später auf seinem eigenen Balkon Tauben hatte, fiel sie ihm spontan wieder ein. Er besorgte sich eine ausgestopfte Rabenkrähe und er konnte feststellen, dass die Tauben das Weite suchten und nie mehr zurückkamen.
Vor einigen Jahren trat er an das Zoologische Institut der Universität Hamburg heran, mit der Frage, ob nicht Interesse an einer wissenschaftlichen Untersuchung der Wirkung der Rabenkrähenattrappe bestünde. Diese Rabenkrähenattrappe ist eine farb- und maßstabsgetreue Nachbildung der Rabenkrähe (Corvus corone corone) aus Polyäthylen und Herr Lenzen vertreibt diese inzwischen in Deutschland und im Ausland. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden in Hamburg neun Wohnblocks mit Balkonen ausgewählt. Bei diesen Objekten handelte es sich ausschließlich um Bauten, die in Kerngebieten der Hamburger Stadttaubenbestände lagen.
Im Zentrum des jeweiligen Untersuchungsgebietes lag ein Beobachtungsbalkon mit einem Aufstellungsort für die Rabenkrähenattrappe. Die Inhaber der Wohnungen mit dem Beobachtungsbalkon beschwerten sich einheitlich über Belästigungen durch Stadttauben. Die Untersuchungsgebiete befanden sich in einem 16m, 12m, 8m und 4m sichtbaren Umfeld um den jeweiligen Aufstellungsort der Rabenkrähenattrappe herum. Durch die Darbietung einer Rabenkrähenattrappe vergrößerten die Stadttauben ihren Abstand zum Aufstellungsort um durchschnittlich 2,47 m. Eine Verringerung der Anzahl der Stadttauben zeigt sich vor allem im Radius von 4 m. Diese Verhaltensveränderung zeigte sich ausschließlich unmittelbar nach dem Aufstellen der Rabenkrähenattrappe. Das abweichende Verhalten der Stadttauben unmittelbar nach dem Aufstellen wurde über die gesamte Beobachtungszeit beibehalten. Die Rabenkrähe ist für die Stadttaube ein Feind, dem sie gegenüber ein Schutzverhalten in Form von Meideverhalten zeigen.
Die Balkone wurden 32 Wochen lang beobachtet und in dieser Zeit waren sie taubenfrei.
Fazit der Studie: Grundsätzlich wurden nach dem Aufstellen der Rabenkrähenattrappe keine Stadttauben mehr auf den Balkonen gesichtet.
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Originaltext: Kräuterhaus Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=38627 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_38627.rss2
Pressekontakt: Marc Lenzen - Vater aller Raben" Sabine Ridder - Mutter aller Raben" Tel.: +49-40-24 0000 www.taubenabwehr.netwww.kraeuterhaus.net
UHH > Dept.Biologie > Biozentrum Grindel u. Zoologisches Museum > Ethologie > Dr.Wanker
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