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"Report Mainz", heute, 21.45 Uhr im Ersten: Pelikan vertreibt Pinsel aus geschütztem Tropenholz / Zollkriminalamt leitet Ermittlungsverfahren ein

Geschrieben am 08-06-2009

Mainz (ots) - Die Firma Pelikan vertreibt Pinsel aus geschütztem
Tropenholz. Das berichtet das ARD-Politikmagazin "Report Mainz" in
seiner kommenden Sendung. Die Pinselstiele seien aus
südostasiatischem Ramin. Das hat das Bundesforschungsinstitut für
ländliche Räume, Wald und Fischerei im Auftrag des Magazins
zweifelsfrei festgestellt. Ramin wird durch das Washingtoner
Artenschutzabkommen international geschützt. Der Import ohne
Genehmigung ist strafbar.

Die Umweltstiftung WWF hat vor neun Wochen die zuständigen Umwelt-
und Naturschutzämter eingeschaltet. Seither gehen Behörden in
Niedersachsen, Berlin, Hamburg und Rheinland-Pfalz dem Fall nach.
Auch das Zollkriminalamt (ZKA) will nun aufgrund der Recherchen von
"Report Mainz" die entsprechenden Einfuhrdokumente überprüfen.
Wolfgang Schmitz vom ZKA erklärte: "Die Hinweise sind so konkret,
dass wir Ermittlungen aufnehmen werden." In einer Stellungnahme
erklärt Pelikan, das Ramin-Holz stamme "ausschließlich aus Malaysia"
und werde begleitet durch Zertifikate, die angeblich belegen, dass
das fragliche Holz "problem- und bedenkenlos" verwendet werden dürfe.

Professor Dietrich Jelden, Direktor im Bundesamt für Naturschutz
hält dies für "eine Falschaussage". "Rein aus
Umweltschutzgesichtspunkten müsste man auf den Erwerb von solchen
Produkten verzichten", so Jelden und weiter: "Es ist eigentlich nicht
vertretbar, solche Produkte anzubieten, die aus gefährdeten Beständen
stammen, wo eine Nachhaltigkeit in keinster Weise gegeben ist." In
einer weiteren Stellungnahme räumt Pelikan inzwischen ein: "Bei der
Einfuhr wurde allerdings versäumt, die (...) Einfuhrgenehmigung nach
der EG-Artenschutzverordnung einzuholen." Das Unternehmen bemühe sich
nun um eine nachträgliche Genehmigung. Zudem kündigte Pelikan an,
künftig "ausschließlich auf artenschutzrechtlich unbedenkliche
Holzsorten" zurückzugreifen.

Nach Informationen von "Report Mainz" wurde auf Initiative des
Bundesamtes für Naturschutz (BfN) vor zwei Jahren eine Bund-Länder
Arbeitsgruppe "Ramin" eingerichtet. Dieser Gruppe gehören, wie
"Report Mainz" von Mitgliedern der Arbeitsgruppe erfahren hat, außer
dem BfN u. a. auch das Bundeskriminalamt sowie das Zollkriminalamt
an. Derzeit ermitteln - unabhängig vom Fall Pelikan - zwei
Staatsanwaltschaften strafrechtlich wegen illegalem Ramin-Handel. Der
Wert der gehandelten Waren liege weit im sechsstelligen Euro Bereich.
Die Ermittlungen erstrecken sich auch auf das benachbarte Ausland.
Mehrere europäische Behörden seien an den Ermittlungen beteiligt.

Holzexperte Gerald Koch vom Bundesforschungsinstitut für ländliche
Räume, Wald und Fischerei stellt in "Report Mainz" fest, dass "mehr
Tropenhölzer auf den Markt kommen, was damit zusammenhängt, dass die
Verarbeitung solcher Produkte in diesen Tropenländern
weiterentwickelt worden ist." Johannes Zahnen von der Umweltstiftung
WWF erklärte: "Die Unternehmen hier in Deutschland wissen, wie die
Situation in den Ländern dort ist. Sie tragen mit die Verantwortung
für die Vernichtung dieser Urwälder."

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an "Report Mainz", Tel.:
06131/929-3351.

Originaltext: SWR - Südwestrundfunk
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/7169
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_7169.rss2


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