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Neue OZ: Kommentar zu öffentlicher Dienst

Geschrieben am 01032009

Osnabrück (ots) - Schnell zustimmen

Die Angestellten der Länder können mit dem vereinbarten
Gehaltsplus zufrieden sein. Zwar sind 5,8 Prozent, verteilt auf zwei
Jahre, deutlich weniger als die acht Prozent innerhalb eines Jahres,
welche zunächst verlangt worden waren. Doch stammt die
Ausgangsforderung auch noch aus einer anderen, einer besseren Zeit.
Inzwischen hat die Wirtschaftskrise die Maßstäbe verschoben. Nicht
Wachstums-, sondern Rezessionsraten machen Schlagzeilen. Und so muss
man nun sagen: 5,8 Prozent mehr Geld sind ein bemerkenswert gutes
Ergebnis.

Abgesehen davon, dass viele andere Arbeitnehmer von besseren
Einkommen nur träumen können, zählt vor allem eines: Angesichts der
geringen Inflationsrate von aktuell einem Prozent steigen die
Reallöhne spürbar an. Das ist erstens gut für die Beschäftigten und
zweitens ein Impuls für die Binnennachfrage, die bei nachlassenden
Exporten immer wichtiger wird.

Auch die psychologische Wirkung der Einigung ist nicht zu
unterschätzen, zeigt sich doch: Selbst in der Krise geht es nicht
immer nur bergab. Die Länder, die hohe zusätzliche Kosten tragen
müssen, legen dieses Geld mithin gut an.

Fest steht aber auch: Mehr ist angesichts der gewaltigen
Herausforderungen, denen sich der Staat in der Finanz- und
Wirtschaftskrise stellen muss, nicht drin. Der faire Kompromiss
sollte deshalb schnell gebilligt werden.

Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung
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Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207


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