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NABU nimmt bei CO2-Speicherung Energiekonzerne in die Pflicht Tschimpke: CCS-Technologie muss Klimaschutz dienen und absolut sicher sein

Geschrieben am 27-02-2009

Berlin (ots) - Der NABU kritisiert, dass die Bundesregierung die
Risiken aus der Abtrennung und unterirdischen Speicherung von CO2 von
den Kraftwerksbetreibern auf die Gesellschaft abwälzen will. "Die
großen Energiekonzerne wollen weiter Kohle verbrennen, das dabei
entstehende CO2 unter die Erde pumpen - und sich dann einen schlanken
Fuß machen", bemängelte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Es dürfe nicht
sein, dass die Verantwortung für alle potenziellen Folgeschäden der
so genannten CCS-Technologie schon nach wenigen Jahren auf die
Allgemeinheit übergehe. Der heute bei einer Anhörung zur Diskussion
gestellte Gesetzentwurf sehe für die Energiekonzerne weder eine
langfristige Verantwortung noch einen Haftungsfonds für später
entdeckte Folgeschäden vor.

Daneben kritisiert der NABU die unzureichende Berücksichtigung
anderer öffentlicher Belange im Gesetzentwurf. "Wenn über die
Genehmigung von CO2-Speichern entschieden wird, dürfen konkurrierende
Nutzungen wie Erdwärme oder der Grundwasserschutz nicht
zurückstehen", forderte Tschimpke. Keinesfalls dürfe es einen
automatischen Genehmigungsanspruch für unterirdische CO2-Deponien
geben, nur weil der Investor alle Unterlagen vorgelegt habe.

Unbefriedigend sei, dass durchweg klare Grenzwerte wie z. B. für
Verunreinigungen des Kohlendioxids fehlten. "Wenn dann alle
Bewertungen, Genehmigungen und Kontrollen in das Ermessen allein der
Bergbehörden fallen, drohen Umwelt- und Naturschutz zu kurz zu
kommen", erklärte der NABU-Präsident. Stattdessen brauche es eine
starke Beteiligung der Umweltverwaltung auf Landes- und Bundesebene.
"CCS macht nur Sinn, wenn es dem Klimaschutz dient und wirklich
sicher ist", formulierte Tschimpke die Position des NABU.

Im Internet zu finden unter www.NABU.de

Originaltext vom NABU

Originaltext: NABU
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6347
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6347.rss2

Pressekontakt:
Elmar Große Ruse, NABU-Energieexperte, Tel. 0173.35 22 872.


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