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IT-Trends 2009: Enterprise Resource Planning sowie IT-Infrastruktur und IT-Service Management im Fokus / Eigen-Fertigungstiefe von IT-Abteilungen variiert stark

Geschrieben am 27-02-2009

Berlin (ots) - Auf der Agenda der IT-Leiter stehen zurzeit
Projekte rund um Enterprise Resource Planning sowie "IT-Infrastruktur
und IT-Service Management" ganz oben. Dabei geht es in erster Linie
um Harmonisierung und Virtualisierung zur weiteren Kostensenkung und
Effizienzsteigerung. Zum ersten Mal seit 2004 wurde die IT-Sicherheit
von ihrem Spitzenplatz unter den Prioritäten auf nun Platz drei
verdrängt, was sich aber nur in wenigen Fällen auch im Budget zeigt.
Dies ergab die IT-Trends-Studie 2009 des Beratungs- und
IT-Dienstleistungsunternehmens Capgemini. Für die jährliche
Untersuchung wurden 130 Großunternehmen im deutschsprachigen Raum
befragt.

Von Zuwächsen in Sachen Budgets profitieren IT-Funktionen rund um
das Kundenbeziehungs-Management: Hier wollen 43 Prozent der Befragten
mehr investieren als 2008. Höhere Ausgaben sind auch für
Internet-Portale und Business Intelligence geplant. Angesichts der
Finanz- und Wirtschaftskrise rechnen jedoch 40 Prozent der Befragten
damit, dass die Budgets im Laufe des Jahres kurzfristig gesenkt
werden.

Finanzkrise: Geordnetes Vorgehen, Sicherung der
Wettbewerbsfähigkeit

Die IT-Leiter rechnen damit, dass die aktuelle wirtschaftliche
Situation die Budgets bis Ende 2010 belasten wird. Entspannung wird
ab 2011 erwartet. Insgesamt reagiert man routiniert und spult
nacheinander alle Maßnahmen ab, die sich während der letzten Krise
zur schnellen Reduzierung der Kosten bewährt haben. Zuerst werden
Projekte verschoben, Verträge neu verhandelt und die eigenen Prozesse
durchleuchtet. Mittelfristig sind Personalentlassungen und
Outsourcing weitere Optionen. Das Stoppen von laufenden Projekten ist
bei den meisten nur für den Notfall vorgesehen.

Trotz Krise steht zum ersten Mal seit Jahren wieder mehr Geld für
Innovationen zur Verfügung. Die Quote für Investitionen in neue
Technologien stieg um vier Prozentpunkte auf knapp 25 Prozent. "Auch
wenn das Barometer auf Kostensenkung steht, denken Unternehmen heute
schon an die Zeit nach der Rezession und sichern ihre
Wettbewerbsfähigkeit. Das ist eine Lektion aus den Jahren nach 2001:
die Zukunft sichern", so Dr. Peter Lempp, Geschäftsführer Capgemini
Deutschland GmbH.

Insbesondere die hierzulande sehr häufig auf SAP-Software
basierenden ERP-Systeme und ihre Harmonisierung stehen im Fokus der
IT-Leiter: Für 70 Prozent ist dies eines der drei wichtigsten Themen
der nahen Zukunft. Gleichzeitig erhält ERP auch bei der Betrachtung
der Wirtschaftlichkeit gute Noten, was im Übrigen auch für die
gesamte IT-Infrastruktur gilt.

Industrialisierungsziele werden nicht erreicht

Nach dem Industrialisierungsindex, den Capgemini in diesem Jahr
erstmals erstellt hat, variiert die Eigenleistungstiefe von
IT-Abteilungen stark. Der Index unterteilt die Unternehmen in vier
Gruppen und charakterisiert die beiden größten als "Leader" und
"Follower". Demnach sind rund 45 Prozent der Befragten
Industrialisierungs-Follower. Sie erbringen ca. 76 Prozent der
IT-Services mit ihrer eigenen Abteilung. Als
Industrialisierungs-Leader wurden knapp 35 Prozent eingestuft. Diese
Unternehmen erbringen nur knapp 31 Prozent der IT-Services mit
eigenen Mitarbeitern, alle übrigen Arbeiten wurden ausgelagert. Ihr
Ziel ist, die Fertigungstiefe in fünf Jahren auf 24 Prozent zu
senken.

Entgegen den Prognosen ist die Fertigungstiefe in der
Gesamtstichprobe allerdings erneut gestiegen. Die selbstgesteckten
Ziele erreichen viele IT-Leiter demnach nicht. Dr. Uwe Dumslaff,
Vorstand der Capgemini Technologie-Einheit Capgemini sd&m,
kommentiert: "Voraussetzung für die Industrialisierung ist zum einen
eine offene, flexible IT-Plattform, auf der die Leistungen der
Dienstleister zusammengeführt werden. In diesem Zusammenhang gibt es
noch viel zu tun, abzulesen an der großen Anzahl der zurzeit
laufenden Harmonisierungsprojekte. Zum anderen muss der IT-Leiter
seine Abteilung neu organisieren - und dafür haben viele im Moment
keine Zeit."

Überlastung gefährdet Projekte

Die Klagen über zu viele Projekte nehmen zu. Die hohe Belastung
der IT-Verantwortlichen führt dazu, dass sie sich wenig um Steuerung
und Kontrolle kümmern: Nur 51 Prozent der Befragten nutzen
entsprechende Governance-Prozesse. Gleichzeitig werden lediglich 17
Prozent aller geschäftskritischen Projekte pünktlich abgeschlossen
(2008: 16 Prozent). Am Selbstverständnis der IT als technische
Abteilung hat sich in den vergangenen zwölf Monaten kaum etwas
geändert. Drei Viertel der Befragten bezeichnen sich selbst als
Dienstleister, der für die reibungslose Lieferung der IT zuständig
ist. In Zukunft wollen 92 Prozent der Befragten gleichzeitig als
Business Partner agieren, der geschäftliche Anforderungen in
informationstechnische Lösungen umsetzt.

Hinweis an die Redaktion:

Die Studie sowie Fotos von Uwe Dumslaff und Peter Lempp finden Sie
unter: http://www.de.capgemini.com/presse

Mehr Informationen über Capgemini finden Sie unter
http://www.de.capgemini.com

Originaltext: Capgemini
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/16952
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_16952.rss2

Pressekontakt:
Capgemini
Achim Schreiber
Kurfürstendamm 21
10719 Berlin
030 88703-731
achim.schreiber@capgemini.com


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