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Banken-IT-Studie deckt erheblichen Handlungsbedarf im Prozessmanagement bei deutschen Banken auf

Geschrieben am 23-02-2009

München (ots) - Der Weg aus der Krise: schneller, effizienter,
kundenfreundlicher. Geschäftsprozessoptimierung (GPO) ist eine der
größten Herausforderungen der weltweiten Bankenlandschaft in den
kommenden Jahren. Und ohne die strategische Einbindung der IT ist
diese nicht lösbar. Im Rahmen der aktuellen Banken-IT-Studie
untersuchte der IT-Dienstleister Capgemini sd&m in Zusammenarbeit mit
dem Analystenhaus IDC den Reifegrad der GPO bei deutschen Banken. 165
Teilnehmer nahmen an der Umfrage teil und ermöglichten so einen
umfassenden Überblick über Themen wie den Automatisierungsgrad,
Datenqualität und laufende oder geplante GPO-Projekte bei deutschen
Banken. Dabei sehen die Banken GPO als einen unternehmenskritischen
Faktor, über den vor allem die Effizienz gesteigert, die Qualität der
Prozesse über die Fachbereiche hinweg verbessert und Kosten reduziert
werden können, jedoch kaum als wettbewerbsrelevanten
Differenzierungsfaktor. Trotz der schlechten Lage bleiben die Budgets
auf Vorjahresniveau oder wachsen sogar.

"Die Banken haben erkannt, dass es insbesondere im Vertrieb und im
Kundenmanagement, im Kreditgeschäft und im Risikomanagement
erheblichen Handlungsbedarf in der Prozessoptimierung gibt", erklärt
Rüdiger Azone, Vorstand für den Bereich Banken bei Capgemini sd&m.
Andere Bereiche, wie zum Beispiel der Zahlungsverkehr, sind hingegen
schon weitgehend optimiert.

Die Hauptziele der GPO-Initiatoren liegen meist in der
Kostenreduktion und Qualitätssteigerung. Sechs von zehn Banken
streben mehr Effizienz und eine höhere Ergebnisqualität zwischen den
Fach-bereichen an und die Hälfte aller Banken wollen durch GPO ihre
Ausgaben senken.

Wettbewerbsvorteile werden übersehen

Nur jede fünfte Bank nutzt GPO, um sich Wettbewerbsvorteile zu
verschaffen. So kann eine Bank durch beschleunigte, entschlackte
Prozesse nicht nur Ressourcen sparen, sondern sich auch durch
bessere Servicequalität vom Wettbewerb abheben. Auch lassen sich
durch optimierte Vertriebsprozesse Cross- und Up-Selling-Potenziale
heben. "In einer Zeit, in der sich die Produkte der Banken kaum von
denen der Konkurrenz unterscheiden, sollten die Banken gerade diesen
Differenzierungs-faktor nicht unterschätzen und sich nicht mit dem
Commodity-Charakter ihrer Dienstleistungen abfinden. Auch durch
temporäre Geschäftsvorteile können Marktanteile gewonnen und
Wettbewerber in wichtigen Geschäftsfeldern verdrängt werden.
Spätestens dann hat sich eine Investition in
Differenzierungsmaßnahmen gelohnt", erklärt Rüdiger Spies, Analyst
beim Analystenhaus IDC.

Datenmanagement vernachlässigt

Jede vierte Bank kämpft der Studie zufolge mit schlecht gepflegten
Daten, so dass bereits an dieser Stelle unnötige Aufwände entstehen
und Geschäftspotenzial verloren geht. Ein weiteres, noch viel stärker
ausgeprägtes Problem plagt sogar 65 Prozent der Banken. Hohe
Arbeitsaufwände durch Prozessbrüche. "Viele Banken haben hier noch
keinen ausreichenden Stand erreicht. Ein
"Straight-Through-Processing" ist wegen Wechseln zwischen
IT-Systemen, Problemen mit Schnittstellen und manuellen Eingriffen
oft nicht möglich. Das kostet Zeit und birgt Potenzial für Fehler",
erklärt Michael Endmann, Leiter des Center of Competence Banken bei
Capgemini sd&m. Hier könnten optimierte Prozesse Personalressourcen
freilegen, die für intensivere markt- und kundenorientierte
Tätigkeiten nötig sind.

Die Zusammenarbeit von Fachbereich und IT ist oft eine
Schwachstelle Einigkeit besteht darin, dass eine Optimierung der
Prozesse nur in enger Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen und IT
erreicht werden kann. Aber gut ein Viertel der Banken führt intern
noch eine Diskussion darüber, wie eine bessere Unterstützung der
Geschäftsprozesse durch die IT aussehen könnte. "Ständige Änderungen
durch neue fachliche Anforderungen, eine zunehmende unternehmensweite
Vernetzung der Prozesse sowie zum Teil veraltete IT-Systeme haben
dazu geführt, dass trotz erheblicher Anstrengungen in den letzten
Jahren hier noch kein nachhaltiger Erfolg erzielt wurde", erläutert
Rüdiger Azone.

Außerdem existieren kaum unternehmensweit vorhandene
Dokumentationen der relevanten Geschäftsprozesse und wenn doch, dann
sind diese für die IT-Systeme oft nicht nutzbar. In der Industrie ist
es Standard, Fertigungsprozesse automatisch zu überwachen und daraus
Steuerungsmaßnahmen für die Produktion abzuleiten. Hiervon ist die
Kreditwirtschaft noch meilenweit entfernt. In der Regel wird nur
händisch, bzw. qualitativ überwacht (mehr als 60 Prozent). Einige
beschäftigen sich immerhin mit der Messung der Effizienz (19
Prozent), oder leiten davon sogar Optimierungspotential ab (13
Prozent). Nur wenige gehören zur "Königsklasse", die Engpässe
vorhersagen und dann entsprechend agieren können.

Der Ergebnisbericht der Studie ist ab sofort zum kostenlosen
Download unter www.banken-it-studie.de abrufbar.

Capgemini sd&m

Capgemini sd&m ist die Technologie-Services-Einheit der
Capgemini-Gruppe in Deutschland und der Schweiz und bietet ihren
Kunden ganzheitliche Prozess- sowie Softwarelösungen, die
maßgeblichen Einfluss auf deren Wettbewerbsfähigkeit haben. Die
Leistungen reichen von der Prozess- und IT-Beratung über
IT-Architekturen bis zur Implementierung und decken sowohl
Individualsoftware-Lösungen als auch Standardapplikationen ab. Auf
die Zusammenarbeit mit Capgemini sd&m vertrau-en Kunden aller
Branchen, insbesondere aus den Bereichen Automotive und
Finanzdienstleistungen. Hierzu zählen unter anderem BMW, Daimler,
HypoVereinsbank, Münchener Rück, AOK, Bundesverwaltungsamt, Deutsche
Post, Deutsche Telekom und E.ON. Capgemini sd&m ist an den Standorten
München, Stuttgart, Walldorf, Frankfurt, Köln/Bonn, Düsseldorf,
Berlin, Hannover, Hamburg und Zürich vertreten. Mehr Informationen
finden Sie unter www.de.capgemini-sdm.com.

Capgemini ist einer der weltweit führenden Dienstleister für
Management-Beratung, Technologie-Services sowie Outsourcing und
ermöglicht seinen Kunden den unternehmerischen Wandel durch den
Einsatz von Technologien. Capgemini beschäftigt weltweit in mehr als
30 Ländern über 92.000 Mit-arbeiter und erzielte 2008 einen Umsatz
von 8,7 Milliarden Euro.

Originaltext: Capgemini sd&m
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/36374
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_36374.rss2

Pressekontakt:
Capgemini sd&m
Konstantin Vierneisel
Carl-Wery-Straße 42
81739 München
Tel.: +49 89 63812-196
Fax: +49 89 63812-277
konstantin.vierneisel@capgemini-sdm.com


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