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Chemische Industrie ist unverzichtbar für eine nachhaltige Entwicklung: Abschlussbericht der europäischen Expertengruppe zur Chemie

Geschrieben am 19-02-2009

Frankfurt/Main (ots) - Die hochrangige Expertengruppe der
Europäischen Kommission hat jetzt ihren Abschlussbericht zur
Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Chemieindustrie vorgelegt.
Prof. Dr. Ulrich Lehner, Präsident des Verbandes der Chemischen
Industrie (VCI), bewertete die Ergebnisse als positives Signal für
die deutsche chemische Industrie. Der Bericht unterstreiche nicht nur
die wirtschaftliche Bedeutung, sondern auch die zentrale Rolle der
Chemie für eine nachhaltige Entwicklung in der Gesellschaft: "Die
chemische Industrie ist unverzichtbar, um mit ihren Produkten
innovative Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit wie
Klimawandel, Umweltschutz, Energiemanagement oder
Gesundheitsversorgung zu finden. Deshalb brauchen wir auch in Zukunft
eine starke und wettbewerbsfähige Chemie in Europa", so der
VCI-Präsident.

Das Beratergremium der Europäischen Kommission gab drei zentrale
Empfehlungen ab, um die Zukunft der chemischen Industrie in Europa
sicherzustellen und damit eine nachhaltige Entwicklung möglich zu
machen: Stärkung von Forschung und Innovation, verantwortlicher
Umgang mit den natürlichen Ressourcen und diskriminierungsfreier
Zugang zu Energie und Rohstoffen sowie fairer Wettbewerb auf offenen
Märkten.

Der Bericht zeige deutlich, so Lehner, dass eine wettbewerbsfähige
Chemieindustrie und ihre Produkte Voraussetzung für zukunftssichernde
Innovationen seien. Er forderte vor diesem Hintergrund eine Stärkung
des Forschungsstandorts Deutschland durch eine steuerliche
Forschungsförderung. Weiterhin warnte Lehner vor neuen
Wettbewerbsverzerrungen durch den Emissionshandel zu Lasten des
Chemiestandortes Deutschland. Das Risiko eines sogenannten "carbon
leakage" - also einer Verschiebung der Chemieproduktion an Standorte
mit niedrigeren Umweltstandards außerhalb Europas - sei noch nicht
gebannt. "Wie die Europäische Kommission die neue Richtlinie für den
Emissionshandel ab 2013 konkret umsetzt, ist der Lackmustest, wie
ernst es der Kommission mit den Empfehlungen der hochrangigen Gruppe
ist", erklärte der VCI-Präsident.

Die hochrangige Expertengruppe war vor 18 Monaten von der EU-
Kommission eingesetzt worden. Ihr Auftrag: Vorschläge erarbeiten, wie
die Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie in Europa
verbessert werden kann. Beteiligt waren Vertreter der Kommission, der
EU-Mitgliedstaaten, der chemischen Industrie, der Gewerkschaften,
nichtsstaatlicher Organisationen und aus Forschung und Wissenschaft.

Die europäische Chemieindustrie ist mit einem Umsatz von 537
Milliarden Euro und mit 1,2 Millionen Beschäftigten eine der größten
Industriebranchen in der EU. Im europäischen Vergleich ist wiederum
die deutsche Branche mit Abstand die Nummer 1. Rund ein Viertel des
Umsatzes wird von Chemieunternehmen in Deutschland erwirtschaftet und
rund ein Viertel der europäischen Chemiebeschäftigten haben ihren
Arbeitsplatz in Deutschland. Die Zahlen beziehen sich dabei auf die
chemische Industrie ohne Pharma.

Originaltext: Verband der Chemischen Industrie e.V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/12523
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_12523.rss2

Pressekontakt:
Dr. Martina Ludwig
Leiterin der VCI-Pressestelle
Telefon: 069 2556-1496
E-Mail: presse@vci.de


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