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Neue OZ: Kommentar zu Film / Festivals / Berlinale

Geschrieben am 11-02-2009

Osnabrück (ots) - Falscher Maßstab

Berlinale-Chef Dieter Kosslick freut sich: Mit 220000 verkauften
Tickets hat er schon jetzt die Summe des Vorjahrs erreicht. Wundern
kann ihn das nicht. In diesem Jahr ist der Friedrichstadtpalast zum
Spielort geworden; er hat 1800 Plätze und bringt knapp 50
Vorstellungen. Insgesamt sind das fast 90000 Karten - auch wenn nicht
alle in den Verkauf gehen.

Das Beispiel zeigt aber: Die Ticketbilanz ist nicht der
Erfolgsmaßstab des Festivals. Wo die Zuschauer selbst werktags früh
vor den Schaltern campieren, lassen sich so viele Karten verkaufen,
wie es Plätze gibt. Selbst Langweiler aus fernsten Ecken der Welt
laufen zu Festival-Zeiten vor ausgebuchten Sälen. Schon die letzte
Berlinale endete mit Rekorden, auch sie dank neuer Spielorte.

Kosslick muss sich daran messen lassen, ob die Euphorie der
Februartage auf das Kinojahr ausstrahlt. Das geht nur, wenn nichts
als gute Filme im Zentrum stehen. Die darf und muss ein Festival über
Stars vermarkten - wenn es denn Filmstars sind. Hier darf man
Fragezeichen setzen: Im letzten Jahr glänzten dort Musiker wie die
Stones - nun sitzt Schriftsteller Henning Mankell in der Jury, neben
ihm Alice Waters, eine Foodaktivistin (und auch Filmarchivarin).
Solche Prominenz schafft Aufmerksamkeit, nur eben nicht für Filme.

Daniel Benedict

Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/58964
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_58964.rss2

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207


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