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TMT: Was bringt 2009? / Deloitte-Reports "TMT Predictions 2009" zur Entwicklung der Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche zeigen Perspektiven für das Krisenjahr

Geschrieben am 04-02-2009

Stuttgart/München (ots) - Die globale Wirtschaftskrise hinterlässt
ihre Spuren auch im Technologie-, Medien- und
Telekommunikationssektor (TMT) - gleichzeitig entstehen jedoch neue
Chancen: So geraten die Printmedien weiter unter Druck, während das
Fernsehen eine Renaissance feiern kann. Im Technologiebereich
gewinnen Discount-Produkte wie kostenorientierte Zweitmarken neben
dem Premium-Markensegment stark an Bedeutung. Im mobilen
Telekommunikationssegment werden über Kooperation und Integration von
Netzbetreibern und Applikations-Anbietern zusätzliche Potenziale
erschlossen. Der entscheidende Qualitätssprung (Foto, Musik) bei
Mobiltelefonen sorgt dabei für echte Konvergenz. Auf der anderen
Seite zeigen sich die Schattenseiten des "Communication Overkill",
z.B. bei der unproduktiven E-Mail-Flut (Spams) in Unternehmen.

"Innovative Geschäftsmodelle der jüngsten Vergangenheit werden
durch die Wirtschaftskrise auf den Prüfstand gestellt. Das betrifft
beispielsweise User Generated Content, aber auch
Social-Network-Angebote. Die Möglichkeiten, hiermit Geld zu
verdienen, sind bisher gering, Aufwand und Risiko aber hoch.
Unternehmen werden jedoch an vielen Stellen sparen - unter anderem
bei der Datenspeicherung sowie dem Energieverbrauch der IT", erklärt
Andreas Gentner, Partner TMT bei Deloitte.

Mobilfunk: mehr Integration, mehr Konvergenz

Eine signifikante Entwicklung ist die fortschreitende
Mobilfunk-Konvergenz, denn die Metamorphose des Handys zum
Multifunktionsgerät steht vor dem Durchbruch: leistungsfähige Linsen
und Sensoren zur Fotografie, bessere Musikwiedergabequalität sowie
größere Displays und Speicher. Die Attraktivität steigt und der
Anwender kann sparen - in der Regel ist ein Multifunktionsgerät
günstiger als die einzelnen Alternativen.

Integration ist auch das Stichwort für eine weitere Entwicklung:
Die verstärkte Kooperation von Netzbetreibern und
Applikationsanbietern. In diesem Jahr werden User weltweit etwa 10
Milliarden zusätzliche Applikationen auf ihre Mobiltelefone laden.
Die Mobilfunkanbieter können durch erhöhte Netzauslastung,
Serviceofferten an die Applikationsanbieter sowie Co-Branding davon
profitieren.

Nicht mehr, sondern weniger lautet das Motto bei der
geschäftlichen Kommunikation. Durchschnittlich verbringt ein
Angestellter zwei Stunden täglich mit (unproduktiven) E-Mails.
Angesichts des enormen Kostenfaktors werden Unternehmen dies
eindämmen sowie über unternehmensintere Social Networks, z. B.
Unternehmens-Wikipedias oder Communities für komplexe Projekte
nutzbringend kanalisieren.

Aufbruch in ein zweites Fernsehzeitalter

Im Bereich Medien gibt es bei den zwei "Klassikern" eine
gegenläufige Entwicklung: Das Fernsehen erlebt aufgrund der Krise
eine Renaissance, während traditionelle Printmedien weiter unter
Druck geraten. Zwar stellt sich der TV-Werbemarkt weiter als
schwierig dar, doch durch die Digitalisierung steigt die
Attraktivität der Bewegtbilder. Das Fernsehen ist nach wie vor die
beste Möglichkeit, Reichweite zu generieren und es bietet Nutzern
unter den verfügbaren Unterhaltungsmöglichkeiten gerade in
Krisenzeiten die preisgünstigste "Zerstreuung". Im Bereich
Printmedien sind die Aussichten dagegen getrübt: Eine von zehn
Publikationen wird dieses Jahr nicht überleben, die Anzeigenverkäufe
werden weiter zurückgehen. Neue Businessmodelle wie eigenständige,
profitable Onlinekanäle können aber die Überlebenschancen der
Verbleibenden entscheidend verbessern.

Nutzergenerierter Content neu bewertet

Profitabilität ist auch beim kostenlosen Online-Content das
entscheidende Kriterium. Die Bewältigung steigender Datenmengen
stellt inzwischen eine echte Herausforderung und durch deren
Speicherung und Distribution einen stetig wachsenden Kostenfaktor
dar. Bis vor kurzem noch als Zukunftsmodell gesehen, könnte das
"Mitmach-Internet" angesichts seiner Vermarktungsproblematik im Jahr
2009 einen Dämpfer erhalten - zu wenig Mediennutzer halten Werbung
hier für einflussreich. Besser sind die Aussichten der mobilen
Werbung. Sie könnte sich erfolgreich gegen andere Kanäle
positionieren, denn der Empfänger ist stets verfügbar und weist ein
klares Verbraucherprofil auf.

Technologie: lieber schlicht und günstig

In der Technologie geht der Trend zu mehr Einfachheit. Bei der
IT-Ausstattung in Unternehmen werden beispielsweise kostenorientierte
Zweitmarken vielfach der teureren Markenware vorgezogen - wobei
Einkäufer Qualität und Kosten sorgfältig gegeneinander abwägen.
Einfachheit ist auch ausschlaggebend für den Siegeszug der
Mini-Notebooks (Netbooks) - doch hier wird trotz hoher Nachfrage ein
deutliches Nachlassen der Verkaufspreise erwartet.

"Insgesamt zwingt die Wirtschaftskrise die TMT-Unternehmen,
drastisch zu sparen und immer aggressiver neue Einnahmequellen zu
erschließen - Effizienzsteigerung im Kerngeschäft, ohne dabei den
Strukturwandel und die Innovationen aus den Augen zu verlieren sowie
rechtzeitig dort zu investieren, stehen jetzt auf der Tagesordnung",
kommentiert Andreas Gentner. "Am wichtigsten werden jedoch kurz- und
mittelfristig die Erschließung neuer Geschäftsmodelle und die
Synergien durch Kooperationen sein."

Unter dem Motto "Money Makes the World Go Round" werden im Rahmen
der Delphi-Konferenz der deutschen medienakademie Köln am 17. Februar
in Bonn Branchengrößen über neue Strategien zur Finanzierung
digitaler Geschäfte sprechen, wobei insbesondere die TMT-Predictions
von Deloitte hierfür eine entscheidende Diskussionsbasis bieten.
Weitere Details und Akkreditierungsinformationen erhalten Sie auf
Anfrage.

Die ausführlichen Reports finden Sie unter
http://www.deloitte.com/dtt/research/0,1015,cid%253D245504,00.html
zum Download.

Ende

Deloitte

Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen
Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance
für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Mit
einem Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in 140 Ländern verbindet
Deloitte erstklassige Leistungen mit umfassender regionaler
Marktkompetenz und verhilft so Kunden in aller Welt zum Erfolg. "To
be the Standard of Excellence" - für die 165.000 Mitarbeiter von
Deloitte ist dies gemeinsame Vision und individueller Anspruch
zugleich.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu, einen Verein
schweizerischen Rechts, und/oder sein Netzwerk von
Mitgliedsunternehmen. Jedes dieser Mitgliedsunternehmen ist rechtlich
selbstständig und unabhängig. Eine detaillierte Beschreibung der
rechtlichen Struktur von Deloitte Touche Tohmatsu und seiner
Mitgliedsunternehmen finden Sie auf www.deloitte.com/de/UeberUns ©
2009 Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Originaltext: Deloitte
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/60247
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_60247.rss2

Pressekontakt:
Isabel Milojevic
PR Manager
Tel +49 89 29036-8825
imilojevic@deloitte.de


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