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Bis September 2008 knapp 4% mehr Umschlag in deutschen Seehäfen

Geschrieben am 22-12-2008

Wiesbaden (ots) - In den ersten neun Monaten des Jahres 2008 hat
sich der Güterumschlag der Seeschifffahrt um 3,8% erhöht. Nach
vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden
von Januar bis September 243,2 Millionen Tonnen Güter in deutschen
Seehäfen umgeschlagen. Im gleichen Zeitraum 2007 waren es 234,4
Millionen Tonnen. Mit einem Plus von fast 5% hat der Empfang aus dem
Ausland am stärksten zugenommen, gefolgt vom grenzüberschreitenden
Versand mit einer Zunahme von 2,5%. Der innerdeutsche Seeverkehr war
dagegen um 4% rückläufig.

Mit dieser Entwicklung zeigt sich der Seeverkehr bisher von der
abgeschwächten wirtschaftlichen Entwicklung relativ unberührt. Zwar
werden nicht mehr die zum Teil zweistelligen Zuwachsraten der
Vorjahre erreicht, der Jahresverlauf 2008 zeigt aber quartalsbezogen
eine eher positive Entwicklung: So betrug der Zuwachs - jeweils im
Vergleich mit dem gleichen Vorjahreszeitraum - im ersten Quartal 2008
noch 1,9%, für das erste Halbjahr lag das Plus schon bei 3,4% und
nunmehr wird ein Anstieg von - geschätzt - fast 4% festgestellt. Für
den Monat September allein lag die Zuwachsrate allerdings nur noch
bei 0,8% (im August waren es noch + 9,7%). Inwieweit sich hier die
konjunkturelle Abschwächung auch für den Seeverkehr abzeichnet,
können erst die Ergebnisse der kommenden Monate zeigen.

Differenziert nach Gütern fanden sich die höchsten Zunahmen mit
10% bei Steinen und Erden und über 7% bei chemischen Erzeugnissen
sowie Nahrungs- und Futtermitteln. Ebenfalls zugenommen hat der
Umschlag von festen mineralischen Brennstoffen und Eisen,
Nicht-Eisen-Metallen (+ 6,8% beziehungsweise + 6,6%), von anderen
Halb- und Fertigerzeugnissen (+ 5,8%), Düngemitteln (+ 4,3%) und
Erzen, Metallabfällen (+ 1,3%). Rückläufig war dagegen der Transport
von landwirtschaftlichen und Mineralölerzeugnissen (- 3,6%
beziehungsweise - 2%).

Absolut betrachtet lagen mit 88,3 Millionen Tonnen andere Halb-
und Fertigerzeugnisse weiterhin an erster Stelle. Auf diese
Güterabteilung, die hauptsächlich Produkte wie Maschinen,
elektrotechnische Erzeugnisse und Ähnliches umfasst, entfielen etwas
über 36% aller im Seeverkehr umgeschlagenen Güter. Auf dem zweiten
Platz folgten mit 45,5 Millionen Tonnen Mineralölerzeugnisse, die
knapp 19% des Seegüterumschlags ausmachten. Hier lag der
Vergleichswert für die ersten neun Monate 2007 bei 19,8%, was auf
eine sinkende Nachfrage besonders von Erdöl hindeutet. Zu beachten
ist hierbei, dass in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres
der Rohölpreis zeitweise Rekordhöhen erreicht hatte.

Wesentlich geringer als im Vorjahr, in dem in den ersten drei
Quartalen noch ein Zuwachs von über 12% zu verzeichnen war, legte der
Containerverkehr zu. Hier war - in TEU gemessen - jetzt nur noch eine
Zunahme von 4,9% zu verzeichnen. Ein TEU
(Twenty-foot-Equivalent-Unit) entspricht dabei einem 20-Fuß-Container
mit den Maßen von 6,1 Meter Länge, 2,4 Meter Breite und 2,6 Meter
Höhe. Damit entwickelt sich der Gütertransport in Containern
allerdings weiterhin etwas dynamischer als der Umschlag im Seeverkehr
insgesamt.

Der Index der Seefrachtraten in der Linienfahrt auf der Basis
2006=100, der die Preisentwicklung der von den deutschen Unternehmen
für Im- und Exporte in Anspruch genommenen Seeverkehrsleistungen in
der Linienfahrt aufzeigt, lag im Durchschnitt der Monate Januar bis
September 2008 - berechnet auf Euro-Basis - um 0,9% über dem Niveau
des entsprechenden Vorjahreszeitraumes. Bezogen auf die einzelnen
Fahrtregionen kam es zu folgenden Entwicklungen: In der Europafahrt
(+ 2,5%), in der Afrikafahrt (+ 6,3%) und in der Fahrtregion
Asien/Australien (+ 7,1%) lagen die Frachtraten zum Teil deutlich
höher. Dagegen sanken die Frachtraten in der Amerikafahrt um 9,1%.
Der Wechselkurs des US-Dollars gegenüber dem Euro lag im Durchschnitt
der ersten neun Monate des Jahres 2008 um 11,6% unter dem Niveau der
Monate Januar bis September des Jahres 2007.

Zwei Tabellen bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung
unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte zum Seeverkehr gibt:
Horst Winter,
Telefon: (0611) 75-2230,
E-Mail: seeschifffahrt@destatis.de

Weitere Auskünfte zu Seefrachtraten gibt:
Andreas Martin,
Telefon: (0611) 75-2629,
E-Mail: dienstleistungspreise@destatis.de

Originaltext: Statistisches Bundesamt
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/32102
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_32102.rss2

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Telefon: (0611) 75-3444
E-Mail: presse@destatis.de


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