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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) kommentiert:

Geschrieben am 17-12-2008

Bielefeld (ots) - Gerne zeigt der brave Deutsche auf die
erwischten gedopten Sportler oder die knapp 200 000 Drogenabhängigen,
die sich ihren Stoff meist durch kriminelles Handeln verdienen
müssen. Doch wie heuchlerisch dieses Denken (Da die Bösen, wir die
Guten) ist, beweisen Zahlen des alltäglichen Drogengebrauchs. Fast
vier Millionen Deutsche sind abhängig von Medikamenten oder
gefährdet. Dazu kommt noch die Zahl von etwa zwei Millionen
Alkoholikern.
Die Sucht soll meist dabei helfen, die Sucht nach Perfektion zu
befriedigen. Höher, schneller, weiter, wer Zweiter wird, ist der
erste Verlierer - dieses Denken gibt es längst nicht mehr nur im
Sport. Dass Weniger manchmal mehr ist, dass Grenzen zu akzeptieren
sind, dass Anstrengung zum Erreichen von Zielen meist nicht
unumgänglich ist, damit setzen sich auch Normalbürger nicht gerne
auseinander.
Dabei kommt es mittlerweile auch in Deutschland schon zu perversen
Auswüchsen. Auch die Marotte, seinen Kindern statt eines Autos eine
Schönheitsoperation zum 18. Geburtstag zu schenken, schwappte aus dem
Land der unbegrenzten OP-Möglichkeiten nach Deutschland. Was nicht
perfekt ist, wird eben schnell perfekt gemacht.
Dem Schein wird das Sein geopfert. Die Folgen tragen die Süchtigen
(Abhängigkeit/Entzug) und die Gesellschaft (Arbeitsausfälle, die in
Milliarden-Verlusten zu beziffern sind). Schluss mit der Heuchelei.
Die schadet allen.

Originaltext: Westfalen-Blatt
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66306
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66306.rss2

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261


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