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Der Tagesspiegel: Deutsche Wirtschaft warnt Weltfinanzgipfel vor zu viel Regulierung

Geschrieben am 14-11-2008

Berlin (ots) - Die deutsche Wirtschaft hat die Teilnehmer des
Weltfinanzgipfels gemahnt, bei der Überwachung des Finanzmarktes
nicht zu weit zu gehen. Regulierungen könnten zwar die Qualität von
Finanzprodukten erhöhen und mehr Transparenz schaffen, sagte Martin
Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und
Handelskammertages (DIHK), dem "Tagesspiegel" (Samstagausgabe). "Sie
schränken aber immer auch Geschäftsoptionen ein und erhöhen die
Finanzierungskosten für Unternehmen." Die G-20-Staaten sollten "mit
Augenmaß" regulieren, verlangte er.

Wansleben begrüßte gleichwohl den Gipfel in Washington. Eine
internationale Abstimmung über das weitere Vorgehen sei richtig und
notwendig. "Gerade unregulierte Banksysteme haben zu
Wettbewerbsverzerrungen geführt und der Krise Vorschub geleistet",
sagte er mit Blick auf die USA. Hier habe Europa bereits mit einem
EU-weit abgestimmten Maßnahmenpaket wichtige Vorarbeiten geleistet,
befand Wansleben. Er begrüßte die Ideen der deutschen
Regierungschefin. "Insbesondere das von Kanzlerin Angela Merkel und
dem ehemaligen EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing vorgeschlagene
internationale Kreditregister sollten die G20- Staatschefs
diskutieren." Eine solche Datenbank könne deutlich machen, bei
welchen Engagements Risiken lägen. Dies trage zu mehr Stabilität des
Finanzwesens bei, sagte Wansleben dem Blatt. Es dürfe international
"keine aufsichtsfreien Räume geben", verlangte er.

Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an:
Der Tagesspiegel, Ressort Wirtschaft, Tel. 030-26009260.

Originaltext: Der Tagesspiegel
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/2790
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_2790.rss2

Pressekontakt:
Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
Telefon: 030-260 09-308
Fax: 030-260 09-622
cvd@tagesspiegel.de
 


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