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Äthiopien: Ernährung und Einkommen durch landesweiten Ressourcenschutz

Geschrieben am 29-10-2008

Eschborn (ots) - Das äthiopisch-deutsche Ressourcenschutz-Programm
ist im Kampf gegen Bodenerosion im Hochland Äthiopiens so
erfolgreich, dass es jetzt landesweit ausgebaut wird. In der
bisherigen Projektregion können die Bauern das bislang unfruchtbare
Land wieder landwirtschaftlich nutzten, was die Ernährung der
Bevölkerung langfristig sichert. Das Vorhaben erreicht bisher 315.000
Menschen. "Das Programm verbindet den Schutz der natürlichen
Ressourcen mit der Verbesserung der Lebensbedingungen", sagt Andrea
Bahm von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit
(GTZ) GmbH. Das gemeinnützige Unternehmen ist im Auftrag des
Bundesentwicklungsministeriums in dem ostafrikanischen Land tätig.
"Die Menschen in den Dörfern machen mit, weil sie dadurch ihre Ernten
deutlich steigern und sogar neue Einkommensmöglichkeiten erhalten."
So bauen zahlreiche Farmer neuerdings Äpfel an - sowohl für den
eigenen Verzehr, als auch zum Verkauf auf Obst- und Gemüsemärkten.

Das Ressourcenschutz-Programm startete im Jahr 2004 in Äthiopiens
Hochland, das besonders dicht besiedelt ist. Aufgrund unangepasster
Bewirtschaftungsmethoden war der Ertrag damals gering, der Boden
vielerorts der Erosion ausgesetzt. Beispielhaft für die Arbeit ist
das Dorf Abrah Atsebha in der Nordregion Tigray. Die Erde war
ausgetrocknet, die Bäume abgeholzt, Weiden abgegrast, Quellen
versiegt. Inzwischen ist eine grüne Oase entstanden, die anderen
Orten als Vorbild dient. Die wichtigsten Maßnahmen: Die Bevölkerung
hat unter der Anleitung von Projektmitarbeitern Erosionsgräben
stabilisiert, um zu vermeiden, dass Regen den Boden weiter
ausgespült. Sie legten Becken an, um das Regenwasser aufzufangen, und
kleine Gräben, um ihre Felder zu bewässern. Auch lernten sie, die
bestehenden Quellen zu fassen und so das saubere Wasser zu schützen.
Anbauflächen befestigten sie mit Steinwällen und bepflanzten sie mit
Obstbäumen gegen Erosion. Auch die Weidewirtschaft hat sich
verändert: Rinder, Schafe und Ziegen dürfen nur noch in begrenzten,
wechselnden Gebieten grasen. Dadurch regeneriert sich die Natur
nachhaltig.

Zusammen mit der GTZ beteiligen sich der Deutsche
Entwicklungsdienst (DED) und die KfW-Entwicklungsbank an dem
Ressourcenschutzprogramm. Von den 315.000 Menschen, die das Vorhaben
erreicht, profitieren zurzeit 160.000 von der nachhaltigen Nutzung
des Wassers. 134.000 Menschen nutzen Energiesparöfen, die 80 Prozent
weniger Holz brauchen als traditionelle Herde und deshalb die
Abholzung reduzieren helfen. 13.000 Kleinbauern sind
Kaffeeproduzenten, 7.000 Bauern bauen Äpfel an. 1.200 Menschen
arbeiten in der nachhaltigen Forstwirtschaft, 400 im Öko-Tourismus.
Das Projekt fördert außerdem die Weiterverarbeitung
landwirtschaftlicher Produkte für den lokalen Markt.

Äthiopien ist eines der ärmsten Länder der Welt, in dem vier bis
fünf Millionen Menschen an Unternährung leiden. Der starke Anstieg
der Lebensmittelpreise im Sommer 2008 traf das ostafrikanische Land
besonders stark. "Das beachtliche Wirtschaftswachstum der letzten
Jahre reicht immer noch nicht aus, um die wachsende Bevölkerung zu
ernähren. Die landwirtschaftliche Produktion und Produktivität muss
gesteigert werden, um unabhängig zu werden von teuren Importen", so
GTZ-Expertin Bahm.

Als weltweit tätiges Bundesunternehmen der internationalen
Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung unterstützt die Deutsche
Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH die
Bundesregierung bei der Verwirklichung ihrer entwicklungspolitischen
Ziele. Sie bietet zukunftsfähige Lösungen für politische,
wirtschaftliche, ökologische und soziale Entwicklungen in einer
globalisierten Welt und fördert komplexe Reformen und
Veränderungsprozesse auch unter schwierigen Bedingungen. Ihr Ziel ist
es, die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig zu verbessern.

Originaltext: GTZ Dt. Gesell. für Tech. Zusammenarbeit
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/12444
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_12444.rss2

Pressekontakt:
Hans Stehling
T: +49 61 96 79-1177
E: hans.stehling@gtz.de


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