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Bauindustrie zum Konjunkturprogramm

Geschrieben am 21-10-2008

Berlin (ots) -

* Bedarfsgerechte Verstetigung der Investitionsausgaben für
Wirtschaftswachstum geeigneter als Aktionismus
* Bund sollte sich auf Vermeidung einer Kreditklemme konzentrieren

"Die deutsche Bauindustrie tritt im Interesse der Wachstumschancen
Deutschlands für eine Verstetigung der Investitionsausgaben auf hohem
Niveau ein". Mit diesen Worten reagierte heute in Berlin der
Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie,
RA Michael Knipper, auf die Diskussionen über ein Konjunkturprogramm
der Bundesregierung. "Klassische Konjunkturprogramme haben in der
Vergangenheit nur zu höheren Staatsschulden und höheren Zinsen
geführt", kritisiert Knipper die Pläne. Die Erfahrung zeige, dass
dadurch der Handlungsspielraum für Investitionen in Bildung und
Infrastruktur in der Zukunft immer mehr eingeschränkt werde.

"Wir sollten uns zurzeit auf die Vermeidung einer Kreditklemme
konzentrieren. Der Bund sollte alles daran setzen, dass die
Realwirtschaft ausreichend mit Finanzierungsmitteln versorgt ist",
appelliert Knipper an die Verantwortlichen. Aktionismus wäre hier
völlig fehl am Platz. Das Pulver könne man nur einmal verschießen.
Den Unternehmen der Bauindustrie ist mehr gedient, wenn Bund, Länder
und Kommunen zunächst alles unterlassen, was den konjunkturellen
Abschwung verstärken könnte, erklärte Knipper. Deshalb müssten die
Investitionsausgaben auf hohem - bedarfgerechtem - Niveau verstetigt
werden. Dies gäbe Planungssicherheit. Das ewige Auf und Ab führt nur
zur vorübergehenden Aufstockung der Kapazitäten, die nachher wieder
unter schmerzhaften Anpassungsprozessen reduziert werden müssten. Mit
solchen Folgen hatte die Baubranche nach Auslaufen des
Vereinigungsbooms jahrelang zu kämpfen.

Die Bundesregierung hatte den Baubedarf in die
Verkehrsinfrastruktur im Rahmen ihres Bundesverkehrswegeplans auf 10
Mrd. Euro festgelegt. Dieser wird seit Jahren unterschritten.
Knipper: "Aufgrund des aufgestauten Baubedarfs und der gestiegenen
Baupreise wäre für die Investitionslinie Verkehr 12 Mrd. Euro als
Mindestausstattung für die kommenden Jahre dringend notwendig."
Darüber hinaus plädiere die Bauindustrie dafür, das umweltgerechte
und energetische Bauen verstärkt zu fördern. Hierzu sei es
erforderlich, das CO2-Gebäudesanierungsprogramm in angemessener Höhe,
langfristig planbar und stetig fortzusetzen, die steuerlichen
Rahmenbedingungen zu optimieren und das Mietrecht zu reformieren.
Hier sei eine Win-win-Situation für Investoren und Mieter möglich.

Auch im Internet abrufbar: www.bauindustrie.de

Originaltext: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/24058
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_24058.rss2

Pressekontakt:
Ansprechpartner: Dr. Heiko Stiepelmann
Funktion: Stellv. Hauptgeschäftsführer und Leiter der Hauptabteilung
Volkswirtschaft, Information und Kommunikation
Tel: 030 - 21286 140, Fax: 030 - 21286 189
E-Mail: Heiko.Stiepelmann@bauindustrie.de


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