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DBVOER: 208.000 Berechtigte lösten für 143 Mio. Euro Coupons ein

Geschrieben am 29-08-2008

Wiesbaden (ots) - Einmalig in der deutschen
Versicherungswirtschaft! Der Verkaufserlös der ehemaligen Deutschen
Beamten-Versicherung (DBV), einer öffentlich-rechtlichen Anstalt,
steht rund 600.000 ehemaligen Versicherten zu. 208.000 reichten
bisher ihre Coupons ein und erhielten dafür 143 Mio. Euro. Noch bis
zum 2. März 2009 können die restlichen ca. 200 Millionen Euro
abgerufen werden.

Hans-Joachim Krauß, Mitglied des Vorstands der DBV
Öffentlich-rechtliche Anstalt für Beteiligungen, zieht nach den
ersten 18 Monaten Einlösungspraxis eine positive Zwischenbilanz. "Ein
Drittel der Berechtigten hat bisher seine Coupons bei uns eingelöst.
Dies erscheint auf den ersten Blick nicht viel, dabei ist aber zu
bedenken, dass uns die meisten Adressen der Inhaber der 1994
ausgegebenen Berechtigungsscheine* nicht mehr bekannt sind. Wir
mussten also die Nachricht von der Einlösung über die Medien
verbreiten."

Auch in den noch zur Einlösung verbleibenden sechs Monaten,
erläuterte Krauß, werde man diese Information fortsetzen. Alle
Details erfahren Berechtigte übrigens über das Internet unter
www.dbvoer.de oder die Service-Hotline 01803 202 608. Befragt nach
Gründen für das zögerliche Verhalten vieler Berechtigter, meinte
Krauß, dass manche Inhaber einfach nicht mehr an das Wertpapier in
ihrem Besitz denken, bei Umzügen die Unterlagen weggeworfen wurden
und zwischenzeitlich auch Berechtigte verstorben sind. Man könne
daher allen ehemaligen Versicherten der Deutsche Beamten-Versicherung
Öffentlichrechtliche Lebens- und Renten-Versicherungsanstalt und
deren Erben nur raten, gründlich in ihre Versicherungsunterlagen zu
schauen. Das Unternehmen hatte sich damals sogar den Empfang der
Berechtigungsscheine bestätigen lassen. Wer aber seinen
Berechtigungsschein durch besondere Umstände nicht mehr besitzt, hat
die Möglichkeit, sich in einem Aufgebotsverfahren an das Amtsgericht
in Wiesbaden zu wenden. Bisher geschah dies in 5.000 Fällen.

Unter Federführung der Commerzbank beteiligen sich Banken und
Sparkassen an der Einlösung des Coupon 1, so dass die Berechtigten
ihren Coupon in der Regel direkt beim eigenen Kreditinstitut
einreichen konnten und weiterhin können. Hans-Joachim Krauß dankte
ausdrücklich Banken und Sparkassen für die professionelle Abwicklung
des Einlösungsverfahrens. Um eine Prognose über die Einlösungsquote
des Coupons 1 gebeten, meinte Krauß, dass sich das Unternehmen
natürlich eine Quote von 100% wünsche, dies aber wohl unrealistisch
sei. Er erwarte vielmehr, dass man die Hälfte erreiche. Um
Spekulationen über den Verbleib der nicht ausgezahlten Summe
vorzubeugen, betonte er, dass der verbleibende Betrag mit dem Coupon
2 zur Auszahlung gelange.

Unmittelbar nach Abschluss der Einlösung des Coupon 1 Anfang März
2009 beginnt das Unternehmen mit der Vorbereitung für die Einlösung
des Coupon 2. Dessen Start wird voraussichtlich im Sommer 2009
liegen. Vorstandsmitglied H.J. Krauß unterstrich, dass dieser Coupon
dann wieder von allen Berechtigten eingelöst werden könne, also auch
von denjenigen, die die Einlösung des Coupons 1 versäumt hatten.
Insgesamt rechnet man nochmals mit einem auszuschüttenden Betrag in
einer Größenordnung um die 200 Millionen Euro. Der Zeitraum für diese
Einlösungsrunde wird dann drei Jahre betragen. Gegenwärtig, so Krauß,
sei die Einlösung des Coupons 2 noch nicht möglich, weil dessen Wert
erst am Ende der laufenden Aktion feststeht. Man werde jedoch,
verspricht Krauß, rechtzeitig einen Aufruf in den Medien starten.

Erst nach Ablauf der dreijährigen Vorlagefrist für den Coupon 2
und dessen Ausschüttung kann das genaue verbleibende Restvermögen der
Anstalt festgestellt werden, über dessen Höhe zum gegenwärtigen
Zeitpunkt keine Angaben möglich sind. Das dann ermittelte
Restvermögen der Anstalt werde, so Krauß weiter, auch an die
Berechtigten ausgeschüttet. Dies wird vermutlich im Herbst 2012
möglich. Nach dem auch diese Auszahlung abgeschlossen ist, Krauß
rechnet dafür mit einem Zeitraum von ca. einem halben Jahr, sind die
Aufgaben der DBV Öffentlichrechtliche Anstalt für Beteiligungen
abgeschlossen. Sie ist dann liquidiert.

*Einen Berechtigungsschein haben Versicherungsnehmer der
ehemaligen Deutsche Beamten-Versicherung Öffentlichrechtliche Lebens-
und Renten-Versicherungsanstalt erhalten, deren Lebens- oder
Rentenversicherungsverhältnisse am 31.Dezember 1989 schon und am 26.
April 1990 noch bestanden und bei denen keine Gesamtentschädigung
vorgenommen wurde. Alle anderen Kunden der ehemaligen DBV-Gruppe
haben keinen Berechtigungsschein erhalten

Originaltext: DBVOER DBV Öffentlichrechtliche Anstalt für Beteiligungen
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/72542
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_72542.rss2

Pressekontakt:
Hartmut Gramberg
Pressesprecher
DBV Öffentlichrechtliche Anstalt für Beteiligungen
Wiesbaden
Tel.: 0611- 363 2430
E-Mail: Hartmut.Gramberg@dbvoer.de


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