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Droege International kein verlässlicher Partner für Universität Witten/Herdecke / Oetker: "Das Verhalten der Familie Droege ist nicht korrekt."

Geschrieben am 21-08-2008

Witten (ots) - Im Juni 2007 entschied sich das Direktorium der
Universität Witten/Herdecke unter dem Vorsitz von Herrn Dr. August
Oetker, einen Neuanfang Deutschlands ältester Privatuniversität
durchzuführen. Grundlage war das Angebot von Droege, die Universität
mit einer Förderung von 12 Mio. EUR über zu unterstützen: "Wir wollen
die Unabhängigkeit der renommierten Privatuniversität gewährleisten",
erklärte damals die Miteigentümerin von Droege International Dr.
Hedda im Brahm-Droege. Mit dieser mäzenatischen Förderung unterstrich
die Familie Droege ihre Überzeugung am Bildungskonzept der
Universität Witten/Herdecke. In der Folge wurde ein
durchverhandeltes, alternatives Angebot der Stiftung Rehabilitation
Heidelberg (SRH) abgesagt. Umso enttäuschter zeigt sich heute das
Mitglied des Stiftungskuratoriums, Dr. August Oetker: "Das Verhalten
der Familie Droege war in den letzten Monaten nicht korrekt."

Die Universität Witten/Herdecke orientiert sich seit Juni 2007 an
einem geprüften und testierten Business-Plan. Dieser heute noch
aktuelle Business-Plan war Basis für die Unterstützung der Familie
Droege. Dennoch war es der Familie Droege bis heute nicht möglich,
einen seit Herbst 2007 vorliegenden Sponsoringvertrag als
verbindliche Förderzusage zu unterzeichnen. Stattdessen wurde im
Frühjahr 2008 die Forderung des Landes Nordrhein-Westfalen nach einer
Ausfallbürgschaft als Druckmittel benutzt, um
50%-Gesellschaftsanteile der Universität zu erhalten. Die Zusage,
sowohl die 12 Mio. EUR zu fördern als auch die 10 Mio. EUR Bürgschaft
zu übernehmen, wurde zunächst gegeben, dann sukzessive wieder
zurückgezogen und mit neuen Forderungen belegt. Es wurde seitens
Droege International versucht, massiven Einfluss auf die Freiheit von
Forschung und Lehre zu nehmen, Förderzusagen nicht einzuhalten,
Neu-Förderer nicht zuzulassen, Alt-Förderer auszugrenzen, Stellen
abzubauen und Studenten zu rekrutieren.

Das Kernergebnis der Pro-Bono Beratungsaktivitäten von Droege
bestand letztlich in dem Vorschlag, 90 Stellen abzubauen, was
angesichts der Personalstruktur einen substantiellen Stellenabbau in
der Akademia der Universität Witten/Herdecke bedeutet hätte: "Ein
solcher Stellenabbau steht im Widerspruch zu den mit Droege
vereinbarten Wachstumszielen", erklärt Präsident Professor Birger
Priddat.

Die Universität Witten/Herdecke konnte diesem widersprüchlichen
Verhalten nicht weiter folgen: Es bestand die Notwendigkeit, die
Anteile an der Universität übergangsweise zu sichern. Dies wurde
insbesondere von langjährigen Begleitern der Universität und neuen
Förderern als vertrauensbildendes Signal gewertet. Die Anteile
werden zukünftig in ein neues Trägerkonsortium der Universität
Witten/Herdecke überführt, welches als verlässlicher Partner die
Universität begleiten wird. Ein unabhängiger Aufsichtsrat
beaufsichtigt die Gesellschaft.

Die Zusammenarbeit mit der Familie Droege und mit Droege
International ist vollständig eingestellt. Durch die Rücknahme der
Finanzierungszusage von Droege gerät die Universität in keine
finanzielle Schieflage.

Originaltext: Universität Witten/Herdecke gGmbH
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/53182
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_53182.rss2

Pressekontakt:
Bernd Frye, Hochschulsprecher, 02302/926-808, -848,
bernd.frye@uni-wh.de, www.uni-wh.de


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